Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Die Trennung verarbeiten und nach vorne schauen
Starre
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Starre » Fr 4. Mär 2016, 19:16

Ich hab das Gefühl, heute hat's uns irgendwie alle mal wieder mit Sehnsucht und Co. vielleicht liegt was in der Luft?! :)

Mich kann heute auch nichts aufheitern. Bin einfach traurig und sehnsüchtig...

Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » Sa 5. Mär 2016, 09:37

Tag 14:

Guten Morgen ihr Lieben!
war gestern Abend im Kino und habe mit einer Freundin "Der geilste Tag" geguckt. Fande den Film richtig gut! Traurig und lustig zugleich. Vorallem zeigt er auch, was wirklich im Leben wichtig ist. Bin danach auch richtig zufrieden ins Bett. Heute Morgen wieder das alltägliche Tief, jetzt versuche ich mich aber den restlichen Tag an der eigenen Nase zu packen und nicht zuhause in den Gefühlen zu versinken. Werde jetzt bügeln, dann gemeinsam mit meiner Mama in Sport gehen, dann noch paar Sachen erledigen und heute Abend geht es ja auf die Piste :D werde heute auch noch im Tattoostudio anrufen und ENDLICH einen Termin vereinbaren, das wollte ich schon seit Jahren machen. Möchte mir eins zum Geburtstag im Juni schenken.
Wenn ich an meinen Ex denke, versuche ich mir jetzt immer zu sagen "Es ist vorbei und ich werde wieder glücklich sein". Es gibt schon Männer die mich etwas anziehen, aber halt einfach nicht so wie er...aber ich hoffe, dass ich eines Tages jemanden kennenlernen werde, bei dem ich nicht mehr vergleiche und bei dem sich einfach alles richtig anfühlt.
Trotzdem habe ich Angst vor Ostern und meinem Geburtstag. Ostern haben wir letztes Jahr zusammen verbracht und uns gegenseitig Osternester geschenkt. Er mir damals auch einen Schlüsselanhänger, der für immerwährende Liebe und Loyalität steht. Tja,...was ist davon übrig geblieben? Nichts. Der Schlüsselanhänger liegt jetzt in ner Kiste und er liebt ne andere. Vor meinem Geburtstag habe ich daher Angst, weil wir beide am gleichen Tag haben und letztes Jahr zusammen in den Urlaub geflogen sind und unseren Geburtstag am Meer verbracht haben. dieses Jahr feiert er mit seiner Neuen :| Wie geht ihr denn mit solchen Tagen um? Habt ihr da auch so Angst davor?

Dieses Lied höre ich zurzeit rauf und runter, vllt habt ihr es auch schon mal im Radio gehört, ich liebs! Faden von Alan Walker :)

You were the shadow to my light
Did you feel us
Another Start
You fade away
Afraid our aim is out of sight
Wanna se us
Alight

Where are you now
Where are you now
Where are you now
Was it all in my fantasy
Where are you now
Were you only imaginary
Where are you now


LG Simsa
Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, aber die Bedeutung, die wir ihnen geben.

Caia
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Caia » Sa 5. Mär 2016, 13:36

Hallo Simsa,

letztes Jahr im April ging es mir aus verschiedenen Gründen so schlecht wie nie zuvor in meinem Leben; zu guter Letzt hatte sich Ende März noch mein Freund von mir getrennt (derselbe wie dieses Mal, siehe Thread). Ich hatte eine riesige Angst vor Ostern und meinem (runden!) Geburtstag Im April! Schlimm war das. In der Not habe ich dann beschlossen, die Tage ganz genau so zu gestalten, wie es für mich am erträglichsten ist (kein höherer Anspruch stand dahinter als der, es einigermaßen zu überstehen), indem ich alles ganz anders machte als die Jahre zuvor. Ostern war ich u.a. mit Freunden wandern. Und an meinem Geburtstag hatte ich mehrere kleine "Termine", von denen einer auch ein Geschenk an mich war, ähnlich wie Dein Tattoovorhaben vielleicht. Es wurde dann schließlich sogar beide Tage ganz schön, ich erinnere mich, gelacht zu haben und eine Zufriedenheit empfunden zu haben, dadurch dass ich zuvor den Druck rausgenommen hatte. Und weil die Angst schlimmer ist als das tatsächliche Erleben. Du schaffst das auch! Vertraue auf Deine Ressourcen. :-)

fromXwithLove
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von fromXwithLove » Sa 5. Mär 2016, 18:20

Hallo liebe Simsa,

zu den Erinnerungen, die sich plötzlich wieder vor deinem geistigen Auge abspielen kann ich dir sagen: das ist normal. Leider. Auch ich konnte mich an Dinge erinnern, bei denen ich dachte, dass ich sie längst vergessen hatte. Oft habe ich die Augen zu gemacht und konnte mich in unserer Wohnung stehen sehen, oder bei ganz banalen Tätigkeiten. Ich weiß nicht woher diese Gedanken gekommen sind, aber ich weiß auch, dass sie weniger werden und irgendwann ganz verblassen werden!
Auch ich habe immer wieder gedacht "heute vor einem Jahr", "an diesem Tag war noch alles in Ordnung.." "da waren wir gerade da und dort.." -auch das vergeht - langsam, aber es vergeht.
Bedenke, dass du noch relativ am Anfang der Trennung bist, auch wenn ihr schon länger getrennt seid - aber du hast sehr sehr lange gehofft (die ganze Zeit über in der er auf Bali war), was in Ordnung ist, aber jetzt musst du erkennen, dass es im Moment kein Zurück mehr gibt.
Ich habe mich auch lange gefragt wie man loslässt. Immerhin ist diese Liebe, der Schmerz, die Hoffnung und die Erinnerungen kein Ding, das man in der Hand hält. Diese Gefühle sind irgendwo tief in dir drin. Ich habe auch alle möglichen Tipps befolgt. Mir etwas gutes getan, hübsche Kleider gekauft, Gefühle zugelassen, Nächte durchgetanzt, die komplette Beziehung und ihn und mich als Mensch analysiert, besprochen und bewertet. Ich habe mich mit Fragen beschäftigt, auf die ich bis heute keine Antwort habe, habe Zukunftsplänen nachgetrauert und mich immer wieder gefragt wann es denn endlich aufhört. All die Gedanken und Träume, all der Schmerz und die Tränen. All das vergeht!! Schritt für Schritt und du merkst es nicht mal bewusst! Ging es mir einen Tag "gut" so dachte ich, ich bin über den Berg. Wenn es mir am nächsten Tag dann wieder schlecht ging, dachte ich, dass ich da niemals rauskomme. Aber das ist nicht so. Man kommt da raus, auch wenn man manchmal das Gefühl hat einen Schritt vor zu gehen und zwei zurück. Für andere Männer hatte ich auch lang keine Augen - nichtmal um das Ego zu pushen, denn ich hatte kein angeknackstes Ego. Auch das kommt dann irgendwann wieder - aber halt erst wenn man sich dazu bereit fühlt (und auch das passiert ganz unbewusst!)

Zu den speziellen Tagen kann ich dir nur folgendes sagen: ich hatte damals wahnsinnige Angst vor unserem Jahrestag (dieser war relativ kurz nach unserer Trennung). Ich dachte ich werde stundenlang heulen, mich an den vorherigen erinnern etc. Ich hatte so Angst davor und als der Tag da war, ging es mir wie am Tag davor - nicht besser und nicht schlechter. Die Erinnerungen sind ohnehin in deinem Kopf. Ob jetzt besagter Tag X ist, oder ein anderer. Hab keine Angst davor - es wird an diesem Tag nichts passieren! Triff dich mit Freunden, unternimm etwas schönes, bleib zuhause oder was auch immer - mach etwas was DIR Spaß macht und wobei es DIR gut geht - das ist das Einzige das zählt.

Bestimmt erscheint dir deine Zukunft grau und mit einem Schatten bedeckt - das ist normal. Du wirst wieder nach vorne schauen können, mit einem guten Gefühl im Bauch. DU wirst wieder jemanden finden, mit dem es dann genau so gut passt und dann halt auch für immer und nicht nur für eine bestimmte Zeit. Das kannst du jetzt bestimmt nicht glauben, aber es wird der Tag kommen, da wirst du an diese Worte denken und wissen, dass ich damit recht hatte.
Nichts im Leben passiert einfach so - alles hat seinen Grund und manchmal erkennt man den nicht gleich. Ich weiß, dass hört sich in deiner momentanen Situation wenig hilfreich an, aber ich glaube ganz fest daran und manchmal ist dieser Glaube daran, das einzige das wir Hoffnung nennen können.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende - es gibt ein Leben nach diesem Schmerz - glaub mir das!
Alles Liebe!

Starre
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Starre » Sa 5. Mär 2016, 22:17

Wow....dieser Beitrag hat mich echt berührt. Er macht irgendwie Mut. Magst Du Deine Geschichte vielleicht auch irgendwo niederschreiben? Deine Erfahrungen?

Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » So 6. Mär 2016, 02:10

Ebenso: WOW. der Beitrag spricht alles an worüber ich mir gerade sorgen mache. Ich glaub ich Druck ihn mir aus und lese ihn mir durch sobald ich wieder traurig bin.
Mein Abend war sehr lustig, jetzt Falle ich aber totmüde ins Bett.

Gute Nacht ihr lieben!
Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, aber die Bedeutung, die wir ihnen geben.

Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » Mo 7. Mär 2016, 15:36

Tag 16:

Hallo ihr Lieben,
ich melde mich auch mal wieder :) Hatte Samstag einen schönen Abend und gestern (das erste Mal seitdem er ne Neue hat) einen schönen Sonntag OHNE schlechte Laune und auch musste auch kaum an ihn denken. Es geht aufwärts :)
Freue mich auch schon total auf Donnerstag wenn ich ein Zoo-Date habe :lol: er ist zwar optisch nicht mein Typ aber echt nett. joa...das wars eigentlich schon wieder, es gibt grade nicht wirklich viel zu erzählen, daher melde ich mich wohl beim nächsten Tief wieder :lol: :roll:

Wünsch euch einen schönen Tag!
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Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » Do 17. Mär 2016, 09:56

Guten Morgen :)
Wollte auch mal wieder was hören lassen. Mittlerweile hat sich mein Tagebuch ja eher zu einem Wochenbericht entwickelt :lol:

Knapp 1 Monat ist es jetzt her, dass ich ihn das letzte mal gesehen habe, das letzte mal etwas gehört habe und erfahren habe, dass er ne Neue hat.
Ja, was hat sich seitdem getan?

Ich kann mittlerweile sagen, dass es mir gut geht, sogar weitaus besser als zu der Zeit in der er auf Bali war. Diese Hoffnung, die man in sich trägt, wird irgendwann anstrengend. Dieses ständige nachdenken, überlegen, wie man seinen Ex zurückbekommt und gleichzeitig will man ja auch versuchen ihn Loszulassen - das alles zehrt an den Kräften. Mit der Gewissheit, dass er ne Neue hat, ist meine ganze Hoffnung gestorben und ich bin nochmal tief gefallen, wie ihr hier lesen konntet. Und dann war plötzlich nur noch Leere in mir. Aber ich kann euch sagen: es ging rückblickend schneller wieder aufwärts als nach der Trennung. Ich glaube, der Mensch lernt mit der Zeit mit Rückschlägen umzugehen, sich selber wieder hoch zu ziehen. Seit zwei Wochen geht es mir gut, hatte seitdem kein richtiges Tief mehr, freue mich wieder auf Unternehmungen und auch die Gedanken an ihn bzw. die beiden sind weniger geworden. Und wenn sie doch kommen, dann tut es nicht mehr wirklich weh. Mich überkommt vielmehr eine Sehnsucht nach ihm, nach unserer schönen gemeinsamen Zeit, aber dieser Schmerz dabei, die Tränen, sind weg.

Ich stehe ja schon lange mit Männern in Kontakt, schreibe mit ihnen, habe mich auch mit welchen getroffen, aber mich haut keiner vom Hocker. Auch wenn ich anfangs interessiert bin, bin ich nach einiger Zeit des Schreibens wieder genervt. Die Art wie sie schreiben nervt mich teilweise einfach. Die Art wie sie mich berührern, die Art wie sie erzählen, es sind an jedem andere Dinge die mich stören. Dann fange ich wieder an mit meinem Ex zu vergleichen. Und merke: ihm kann momentan keiner das Wasser reichen, egal wie gut sie aussehen oder wie nett sie sind. Sie sind einfach nicht er. Ich vermisse meinen Ex immernoch. Jeden Tag. Aber ich habe trotzdem gelernt, dass das Leben weiter geht, dass man wieder fröhlich sein kann und dieser graue Schleier, der anfangs über dem eigenen Leben liegt, langsam verschwindet.

Dennoch glaube ich, dass ein Teil von mir meinen Ex wohl immer lieben wird. Er ist ein Teil von mir, ich habe bisher noch keinen Mann so geliebt wie ihn und er war für mich der richtige. Da bin ich mir nach wie vor sehr sicher. Ich bin mir aber auch sicher, dass irgendwann auch wieder ein anderer Mann in meinem Herzen Platz haben wird, aber diese Liebe zu meinem Ex wird wohl parallel immer existieren, sie ist für mich immernoch was besonderes und sie gehört zu mir.

Über den Berg bin ich wohl noch lange nicht und voraussichtlich werde ich ihm übernächstes Wochenende begegnen, dann wird sich zeigen, wie stabil ich wirklich schon bin. Aber ich kann sagen, dass es mir gut geht, ich mich auf viele Dinge freue und mich diese Gedanken nicht mehr so quälen wie vor zwei Wochen.
Ihr seht also: es geht tatsächlich immer wieder aufwärts.

Ich wünsche euch einen schönen Tag, hier scheint die Sonne :D
LG Simsa
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von angefahrenesreh » Do 17. Mär 2016, 11:29

das klingt doch alles ganz gut.
Es wird bestimmt nochmal Aufs und Abs geben.
Aber das Grundgefühl ist einen Schritt weiter. Klasse"

Simsalabim hat geschrieben:Ihr seht also: es geht tatsächlich immer wieder aufwärts.
In Momenten der tiefsten trauer kann man es oft nicht sehen.
Aber so ist es, und man muss sich das immer wieder bewusst sagen. Es geht vorbei!
„Manche Liebesgeschichten sind keine epischen Romane. Manche sind Kurzgeschichten. Aber deswegen sind sie nicht weniger erfüllt mit Liebe.“

Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » Do 24. Mär 2016, 09:59

Hallo zusammen,

Ich finde gerade die Vorstellung ganz furchtbar, dass mein Ex die Osterfeiertage mit Trulla verbringen wird, dass er dieses Jahr ihr ein Nest gemacht hat und womöglich sie jetzt einen Anhänger mit dem Symbol für immerwährende Liebe geschenkt bekommt. Letztes Jahr haben wir die Tage zusammen verbracht. Am Sonntag werde ich ihn dann auch noch wahrscheinlich sehen...abends auf einer Feier. Ich habe etwas Angst vor meiner Reaktion, denn seit 3 Wochen geht es mir eigentlich echt gut, bis auf ein paar Sehnsuchtsattacken, und ich bin gespannt wie es mir nach der Begegnung gehen wird. Die erste Begegnung nachdem die Hoffnung gestorben ist und ich Gewissheit habe, dass wir NIE MEHR wieder zusammen sein werden. puuhh. Aber vielleicht kann es eine Art Schocktherapie werden, so dass ich mich allmählich dran gewöhne, ihn (vllt auch mit der Neuen) zu sehen.

Trotzdem erzeugt Ostern ein mulmiges Gefühl... :?

LG Simsa
Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, aber die Bedeutung, die wir ihnen geben.

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