Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Es hat zwischen Euch "gefunkt", doch er meldet sich nicht mehr. Es ging aus Deiner Sicht alles in Richtung Beziehung, aber plötzlich distanziert er sich. Dieses Forum ist der richtige Ort, wenn es noch keine "richtig feste Beziehung" war.
Ananassi
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Re: Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Beitrag von Ananassi » Mo 20. Mai 2019, 18:43

Vielen Dank Mädels!

Ich fühle mich nicht angegriffen, Sonnenblume.
Mit einigen Dingen die du schreibst kann ich mich sehr gut identifizieren und mit anderen etwas weniger.
Aber es ist schön zu sehen das es auch andere gibt die ähnliche Probleme haben.

Ich weiß gar nicht wie ich es richtig beschreiben soll.
Für mich war das Thema Männer und Beziehungen noch nie "leicht" bzw. habe ich da auch keine Intuition und bin tierisch unsicher.
Ich fühle mich als müsste ich ab einem gewissen Punkt jeden Schritt den er oder ich mache ausdiskutieren und analysieren um bloß nichts falsch zu machen. Ich bin einfach ganz lange davon ausgegangen, dass es mein Verhalten ist, was die Männer irgendwann "abschreckt", ohne, dass ich konkret wüsste was genau. Aber ich habe jetzt durch euch festgestellt, dass dieses auf Teufel komm raus das Verhalten steuern gar nicht funktionieren kann, weil es gar nicht das Problem ist.
Die Problematik liegt viel weiter drin und erst wenn ich die bezwungen habe, kann sich auch mein Verhalten dadurch ändern.
Und ich hoffe wirklich sehr, dass mir das irgendwie gelingt.

Diese Stefan-Robert Sache habe ich schon ähnlich in dem Buch gelesen und leuchtet mir ein.
Was ich mich nur Frage ist, ob man einen Stefan auch in einen Robert "verwandeln" kann?
Ich meine klar, manche Roberts sind von ganz tief drinnen welche, so wie scheinbar Gwens neuste "Errungenschaft".
Allerdings Frage ich mich ob es nicht auch sein kann, dass man einen Stefan kennenlernt, der erst durch unser Verhalten zu einem Robert mutiert, weil er gar keine andere Möglichkeit hat wie er damit umgehen sollte.
Wenn er sich zB so eingeengt fühlt, dass er gar nicht anders kann als einen wegzustoßen.
Gwen hat geschrieben:
Fr 17. Mai 2019, 23:50
Nee, sind sie nicht. Dort sind die Schutzstrategien nur wirksamer, weil man dort auch weniger verletzbar ist.
Mein erster Impuls dazu war: das sehe ich anders.
Und als ich erklären wollte wieso ich es anders sehe, ist mir aufgefallen, dass der Typ vielleicht ein bisschen Recht haben könnte.
Neulich habe ich mir einen Vortrag im Internet zum Thema "Selbstwert" angesehen.
Der Vortragende stellte fest, dass wir oft unseren eigenen Wert durch unser Tun oder unser Haben messen, aber weniger daran wer wir wirklich sind. (Was ich auch schwer finde.) Und in diesem Zusammenhang könnte Mitsubi schon recht haben, denn auf der Arbeit bspw. fühle ich mich stark, ich weiß wovon ich spreche wenn ich Entscheidungen treffe und meine Kollegen achten mich, ein klassischer Wert, der durch mein Tun, meine Arbeitsleistung, hervorgebracht wird.

Der Mann vom Thread hat mir übrigens geschrieben. Er wäre in letzter Zeit sehr beschäftigt, es hätte weniger mit mir persönlich zu tun.
Danke für nichts, die Zeilen hätte er sich auch schenken können.
Und wisst ihr was das perfide dabei ist? Ich weiß, dass ich nicht in ihn verliebt war, aber es gibt tatsächlich noch Momente, wo ich ihn "vermisse". Und dann frage ich mich ob es tatsächlich er ist, der mir fehlt oder einfach nur dieses Gefühl von Nähe. Vielleicht eher letzteres und von ersteren ein kleines bisschen. Man weiß es nicht.

Schöne Woche euch!
Was, wenn die Dinge die ich suche, weil ich glaube sie zu brauchen, gar nicht das sind, was ich will?

Gwen
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Re: Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Beitrag von Gwen » Di 21. Mai 2019, 09:09

Ich hatte heute einen wunderbaren Abend mit einem Kunden (geschäftlich natürlich), der leider 30 Jahre zu jung ist, aber genau das verkörpert, was ich mir an Werten wünsche. (Soweit man das nach x Kontakten eben sehen kann).

Das genau sagt mir, dass ich wirklich auf dem Weg bin.

Ja, er ist ein ruhiger und eher leiser Stefan. Er ist kein Robert, wenn es drauf ankommt sicher schon. Drauf kommt es aber nicht an. Ich kann ihn aufgrund meiner Erfahrungen wahnsinnig wertschätzen.

Beispielsweise bin ich die Erste, die in Männerrunden Sprüche klopft. Mit ihm ist das anders und von Anfang an ein anderer Gesprächskontakt gewesen. Nein, ich bin nicht verliebt, ich freue mich, wenn ich ihn sehe, nichts weiter. Mir sagt das aber, dass hoffentlich jetzt eine Kehrtwende eintritt.

Weg von dem verletzenden Mist zu etwas, was heilt. Andere Menschen sind das nie. Das geht erst nach für jeden unterschiedlich langer Zeit.

Ein Stefan wird kein Robert. Eine geänderte Sicht macht irgend einen Mann mal zu Richard Löwenherz.
Manchmal muss man einfach springen und sich auf dem Weg nach unten Flügel wachsen lassen.

Ananassi
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Re: Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Beitrag von Ananassi » Di 21. Mai 2019, 17:59

Gwen hat geschrieben:
Di 21. Mai 2019, 09:09
Nein, ich bin nicht verliebt, ich freue mich, wenn ich ihn sehe, nichts weiter. Mir sagt das aber, dass hoffentlich jetzt eine Kehrtwende eintritt.
Das freut mich ganz sehr für dich Gwen!
Es gibt einem doch Hoffnung, dass es doch noch ein paar Stefans gibt, die man auch attraktiv finden kann.

Hast du dir dein Wissen selbst angeeignet oder hattest du auch mal professionelle Hilfe, bspw. durch einen Therapeuten?
Ich habe mir schon ein paar mal über letzteres Gedanken gemacht, aber wenn ich mir vorstelle mit meinen "Problemen" zu jemand Professionellem zu gehen, kommen die mir auf einmal ganz lächerlich und klein vor.
Was, wenn die Dinge die ich suche, weil ich glaube sie zu brauchen, gar nicht das sind, was ich will?

Gwen
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Re: Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Beitrag von Gwen » Mi 22. Mai 2019, 06:14

Ich habe alles bewegt, was sich so ungefähr bewegen lässt. Bücherregale verschlungen, Therapie gemacht, länger in einer Gruppe für Familien stellen mitgemacht und selbst auch aufgestellt, war bei einer Kinesiologin, eine umfangreiche Ausbildung zum Mediator gemacht. Tja und irgendwie kam nie so richtig was an. Ich brauchte wohl den Aufprall mit meinem werten Ehemann. Und dann hat noch meine Mutter kürzlich immer mal wieder ihr wahres Gesicht gezeigt. Das hat sich in der Therapie schon klar angedeutet, die Dame war aber auch nicht erfahren genug. Na ja, 20 Jahre später ist ja besser als nie.

Will sagen, das Hauptproblem liegt meines Erachtens auch gar nicht in Erkenntnissen (gut, die muss man erstmal haben). Umsetzung ist das nächste Thema.

Lächerlich und klein ist es ganz und gar nicht, mal zu forsten, wo der ganze Mist seinen Ursprung hat.

Sei mal mutig und fang an. Dir schadet es bestimmt nicht und andere verdienen ihr Brot damit, sieh es mal so und hab keine Angst vor Erkenntnissen. Im günstigsten Fall erspart dir das ne Menge vergeudeter Lebenszeit.
Manchmal muss man einfach springen und sich auf dem Weg nach unten Flügel wachsen lassen.

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Re: Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Beitrag von Sonnenblume10 » Mo 27. Mai 2019, 12:35

Ich habe wenig gemacht, also nicht viel ausprobiert. Ich habe aber viel gelesen und versucht, einen Bezug zu mir zu sehen und herzustellen. Nicht alles, was Andere schreiben, stimmt für Jeden. Aber einige Bücher waren sehr nützlich, vor allem die von Stefanie Stahl kann ich empfehlen. Sie liegen aber vlt. auch nicht allen. Im Prinzip muss jeder was Geeignetes finden.
Ich bin spazieren gegangen und habe meine Gedanken fließen lassen, egal was so daher kam. Und mir dabei auch Gedanken über mich gemacht. Z.B. empfand ich nach der Trennung oft Wut und seltsamerweise endete ich dann in meinen Gedanken immer wieder bei meiner Mutter! Ein deutlicher Wink mit dem Brückenpfeiler, würde ich mal sagen.

Ich habe immer wieder mal reflektiert, die Stimmungen ausgehalten. Irgendwann hatte ich das Gefühl, ich brauche irgendwie Hilfe und da immer das Richtige im Leben passiert, sprach ich mit einem Freund und der riet mir zu einem Theraupeuten, zu dem man mal gehen kann, wenn man nicht weiter weiß. Er war selbst schon dort und auch mit seiner Freundin.
Dann überlegte ich. Ich bei einem PT? Geht das nicht ohne?
Dann tat ich es doch und machte einen Termin. Als ich hinfuhr, dachte ich mir wieder: oh Gott, was soll ich dort denn?
Ich brauch das doch gar nicht, eigentlich. Aber uneigentlich wohl doch.

Es war komisch. Ich setzte mich in einen Sessel, er schräg gegenüber, zwischen uns ein Tischchen mit Kleenex. Einfach furchtbar, aber besser als eine Arztpraxis. Und ich sagte: ich weiß eigentlich nicht so recht, was ich hier will.
Er meinte trocken: Normalerweise haben die Leute, die zu mir kommen ein Problem.
Ich lachte ein wenig und dann sagte ich genau drei Worte, die ich hier nicht wiederholen will. Aber es beeindruckte mich, dies gesagt zu haben. Denn ich sprach von mir und nicht von ihm, über den ich doch eigentlich hätte sprechen wollen! Merkwürdig, dass ich von mir anfing. Und diese drei Worte umrissen genau mein Problem.

Tja, irgendwie redeten wir dann weiter. Er sagte manches, ich erzählte vieles, konkret war nichts. Nach dem seltsamen Anfang waren die Schleusen offen und mir war klar, warum hier die unvermeidlichen Kleenex standen. Ich brauchte sie, und wie!
Ich hatte so viel in mich gefressen, so viel rumgetragen und das kam jetzt raus. Meine ganzen Verletzungen brachen auf.
Und wir sprachen nur über mich und über mein Elternhaus. Über die Situation meiner Eltern, denn hier hat alles seinen Ursprung. Hier beginnt es, im Guten wie im Schlechten.

Was mich am meisten beschäftigte: er war vollkommen neutral.
Er gab mir nie Recht, er bestätigte mich nicht, er war auch nicht etwa mitleidig. Er war so was von außen vor, dass es kein Richtig und kein Falsch mehr gab. Denn es war einfach nur so, wie es eben war. Und diese absolute Neutralität, die niemanden verurteilte und niemanden bestärkte, war für mich sehr hilfreich. Es gab keine Urteile, keine Beurteilungen und keine Verurteilungen.
Es passte auf einmal vieles zusammen.
Nach einer Stunde ging ich und war erst mal müde. Ich hatte genügend Stoff zum Nachdenken, obwohl scheinbar nicht viel passiert war. Ich brauchte ein Bier, dann ging es mir wieder besser.

Ich ging nochmals hin und da sprachen wir auch über ihn. Auch hier absolute Neutralität, keinerlei Bewertungen. Das half mir. Von Heilung war ich weit entfernt, die kam erst später, nach Monaten. Aber ich hatte einen Ausgangspunkt: mich mit meinen ureigenen, erlernten, übernommenen Ängsten und Defiziten. An mir lag alles und das war gut so.
Er, der Typ da, er war nur das Symptom, der das Ding ins Rollen brachte und dafür bin ich ihm heute tatsächlich dankbar. Wäre er nicht in mein besch... Leben gekommen, träte ich weiter auf der Stelle.

Und einiges, was der PT sagte, blieb mir in Erinnerung.
Wir leben immer nur das, was wir kennen. Was Anderes ist gar nicht möglich, denn was man nicht kennt, kann man nicht leben. D.h. Du bist mehr durch Deine Kindheit, Erziehung, Eltern etc. geformt als Du glaubst.

Die Sache mit der Wiederholung: ein Zeichen der Seele, die uns auf etwas hinweisen will. Hier, schau mal, Du bist schon wieder gescheitert. Schau doch mal mich an, ich schicke Dich immer wieder in dieselbe Sch..., weil ich Dir was sagen will. Aber Du nimmst mich nicht wahr, Du lässt mich nicht zu Wort kommen, Du läufst davon und versteckst Dich! Und ich weiß nicht, was ich sonst tun soll. Also schicke ich Dich in wieder kehrende Situationen, solange bis Du endlich mal mich auch wahrnimmst! So geht die Seele vor. Sie spricht nicht direkt, sondern diffus und hinten rum.

Wenn Du dann irgendwann den Mut hast, Dich auch mit ihr auseinander zu setzten, sie wahrzunehmen, ist sie zufriedener und muss nicht aus dem Verborgenen wirken. Denn Du hast sie dann in Dein Leben, Dein Wesen integriert. Du hörst auf sie, sprichst mit ihr und das hilft.

Und dann fand ich Briefe. Durch einen Zufall und eine Überschwemmung im Keller. In einem alten Möbelstück lag ein Päckchen Briefe, durchnässt. Alle von meiner Mutter an meinen Vater noch vor der Heirat.
Ich legte die Briefe zum Trocknen aus und ich wollte sie nicht lesen, aber einige las ich doch. Es war erschütternd, es war so, dass es mir förmlich den Boden unter den Füßen weg zog.
Die Briefe hätten von mir sein können! Eins zu eins, wie sie sich anstrengte, ihn zu erreichen, sich interessant zu machen. Es war erbärmlich und zeigte mir schonungslos, dass ich genauso war. Was sie schrieb, wie sie schrieb, wieviel Angst auch daraus sprach, dass er sie fallen lassen könnte! Das war ich!
Verdammt, der PT hatte Recht gehabt. Wir leben das nach, was wir kennen!
Es war so ziemlich das Schlimmste und zugleich das Erhellendste, was mir wiederfuhr. Mir wird heute noch ganz komisch, wenn ich daran denke.
Wer war ich? Was war ich? Wer bin ich? Ganz ehrlich, so genau weiß ich das heute noch nicht. Ich habe nur einen Weg gefunden, halbwegs klar zu kommen und einigermaßen gut durchs Leben zu kommen. Und das muss genügen.

Ich sage heute wie Gwen. Ohne Erfahrungen, die uns richtig weh tun, uns an Grenzen bringen, reifen wir, wenn wir dazu bereit sind, uns endlich mit uns zu befassen. Meine Therapie von früher: Abwarten, bis es nicht mehr weh tut.
Erst durch den Ex. kam ich weiter, weil ich auf einmal wusste: Es geht um mich! Ich kann nochmals 20 Jahre so weiter machen und davon rennen und dann bin ich alt. Richtig alt.
Als die Trennung kam, war ich 49. Ein gutes Alter, noch unter 50 immerhin. Bis ich tatsächlich weiter kam, dauerte es nochmals ein paar Jahre. Besser spät als nie.
Ich versuche gut zu mir zu sein. Das ist das Wichtigste. Seine Unperfektheit anzunehmen und sich mit den Blessuren, die zum Großteil andere unabsichtlich verschuldet haben, auszusöhnen.
Versöhnung ist das, was zählt. Sonst nichts. Versöhnung mit den Eltern, dem Schicksal, mit dem Partner und mit den eigenen Fehlern und Defiziten.

Sonnenblume

Ananassi
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Re: Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Beitrag von Ananassi » Fr 7. Jun 2019, 15:13

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe ihr seid alle gut in den Sommer gekommen und genießt ihn :)

Ich habe es tatsächlich geschafft einen Termin zu bekommen, um mir externen Rat holen zu können! :)

Vor ein paar Tagen hatte ich ein (für mich) sehr extremes Erlebnis, von dem ich euch gerne erzählen möchte.
Ich hatte eine Verabredung mit einem (vermeintlichen) Stefan...und sie war absolut furchtbar!
Eigentlich nicht, aber in meiner Empfindung schon.
Es fing schon damit an, dass ich ihn gesehen habe und mir sofort klar war "das ist nicht dein Typ" (optisch meine ich).
Und damit war eigentlich schon die Messe gelesen, ich habe ihm innerlich gar keine Chance gegeben, aber irgendwie konnte ich auch nicht.
Im Gegenteil, alles wurde schlimmer als ich merkte, dass er nett und bemüht war.
Ich habe mich bedrängt und wahnsinnig unwohl gefühlt.
Wir waren an einem See und die ganze Zeit konnte ich nur an den Mann dieses Threads denken!
Wie schön es wäre, wenn ich mit ihm da wäre usw.

Und das, obwohl ich rational weiß, dass er sich zum Schluss nicht mehr bemüht hat und das es auch ein paar Sachen gab die mir so nicht gefallen haben. Mit ihm war es vertrauter und habe mich wohl gefühlt. Und bescheuerter Weise fehlt er mir auch.

Was für ein kranker Scheiß :(
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Re: Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Beitrag von Gwen » Sa 8. Jun 2019, 05:28

Hallo Ananas,

schön von Dir zu hören.

Ich frage mich natürlich, warum Du daten musst? Du hängst noch in der anderen Geschichte, Du willst ja wohl versuchen Dich besser zu verstehen. Der Beratungstermin findet erst statt?

Mich irritiert Dein Thema Optik sehr. Woher kommt das bei Dir?
Optik ändert sich im Zeitablauf, u.U. durch Krankheit und Unfälle sogar schnell. Der optische Eindruck verläuft sich im Alltag sowieso. Ich empfinde das als recht oberflächlich.
Du machst Dir damit auch eine wahnsinnig kleine Schublade auf. Der Mensch mit dem tollen Charakter passt ja leider optisch nicht. Das Vertraute ist in der Regel ein Hinweis auf Deine alten Muster und den falschen Partner.

Der Mann hat Dir schön noch mal Dein Thema präsentiert. Um Liebe musst DU kämpfen, nett und bemüht geht gar nicht. Da ist aber die Basis für einen treuen, stabilen Partner zu suchen. Natürlich ist nun nicht jeder Stefan ein idealer Partner für Dich. Offen gegenüber Menschen zu sein, schadet nicht. Ein anderer kann ein interessantes Gedankengut haben oder wird ein neuer Freund. So unbedingt einen Partner haben zu wollen, klappt meist sowieso nicht. Die anderen spüren das.

Wenn Du weiter daten willst, tue es in einem Cafe oder einer Eisdiele, wo Du schnell verschwinden kannst. Ich würde es allerdings klüger finden, wenn Du erstmal weiter nach Deiner eigenen Stabilität schaust.
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Re: Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Beitrag von Ananassi » Sa 8. Jun 2019, 18:15

Hey Gwen!

Ja, ich habe endlich einen Termin Ende Juni bekommen, was schon echt kompliziert war!
Und wenn der "gut" läuft, dann würde es auch erst im Oktober richtig los gehen können.
Dauert zwar noch, aber immerhin ist der erste Schritt gemacht und ich bin schon sehr gespannt.

Ich habe keine Ahnung wieso ich mich da verabredet habe und eigntl war es für mich auch kein richtiges Date, mehr ein lockeres Kennenlernen. Vielleicht habe ich auch gehofft mich irgendwie ablenken zu können, keine Ahnung. Auf jeden Fall war es eine dumme Idee und für den vermeintlichen Stefan hat es mir auch leid getan.

Wenn ich von der Optik rede, dann meine ich nicht nur das Aussehen, sondern auch das Auftreten, die Haltung usw. Aber es war schon immer so, dass ich total auf dunkle (braune) Augen stehe. Und alle "meine Männer" hatten die fast ausnahmslos. Sie geben mir irgendwie ein Gefühl von Geborgenheit. Hobbypsychologenmäßig begründe ich das durch meinen Opa. Er ist der einzige in unserer Familie mit dunklen Augen und wir haben ein sehr enges Verhältnis, auch schon in meiner Kindheit gehabt.
Ich hatte mal kurzzeitig einen Freund der absolut nicht meinem Beuteschema entsprach, der aber einen wahnsinnig tollen Charakter hatte und dadurch super attraktiv wurde. Das lief aber über den Freundeskreis und nicht konkretes Dating.
Ich würde auch niemals einen Mann verlassen, nur weil sich seine Optik ändert durch Alter, Krankheit oder irgendwas. Ich kann das auch nicht aktiv steuern, ich fühle mich automatisch hingezogen oder nicht.

Natürlich hast du recht, dass das den Kreis der potentiellen Partner einschränkt. Wenn man dann noch die Roberts abzieht und davon noch die Stefans, die es nicht sind, bleibt am Ende wahrscheinlich nur noch einer übrig :D
Der würde mir ja schon reichen ;)

Dating lasse ich jetzt erstmal, das habe ich gleich nach der gruseligen Aktion beschlossen.
Denn es bringt nichts.
Ich versuche mich selbst in Griff zu bekommen und dadurch auch den Thread-Mann hoffentlich zu vergessen. Der war im übrigen optisch der Mann meiner Träume (hab ich das wirklich gesagt?!)! Sogar so krass, dass ich gedacht habe "der sieht so wahnsinnig gut aus, was will der mit mir?!". Nicht, dass ich schlecht aussehe, aber ich bin sicher er könnte auch ganz andere Frauen haben.
Aber weißt du, der war ja am Anfang auch nett und bemüht und das war auch schön für mich.
Es stört mich nur, wenn ich an dem Mann nicht interessiert bin und dann bemüht er sich, dass ist mir dann zu "eng".
Was, wenn die Dinge die ich suche, weil ich glaube sie zu brauchen, gar nicht das sind, was ich will?

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Re: Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Beitrag von Itzuf » So 9. Jun 2019, 09:21

Ananassi hat geschrieben:
Fr 7. Jun 2019, 15:13

Es fing schon damit an, dass ich ihn gesehen habe und mir sofort klar war "das ist nicht dein Typ" (optisch meine ich).
Da kannste mal sehen wie oberflächlich du bist!!!!

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Re: Langsames Kennenlernen oder kein Interesse?

Beitrag von Gwen » Do 13. Jun 2019, 05:50

Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich noch etwas antworte und wenn ja was.

Die Entscheidung ist so gefallen, dass ich mich vorerst aus Deinem Thema verabschiede. Deine Antwort zeigt mir, dass hier Wesentliches völlig aneinander vorbei läuft, was ja nicht schlimm ist. Ich halte es aber für müssig, Deine Antwort nun zu zerpflücken. Es ist ebenso gut möglich, dass wir gar kein gemeinsames Thema haben.

Alles Gute für Dich :)
Manchmal muss man einfach springen und sich auf dem Weg nach unten Flügel wachsen lassen.

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