Der lange Weg...
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Sonnenblume10
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Re: Der lange Weg...
Schiffchen, Du bist schon wieder auf der Rechtfertigungsschiene und möchtest ihm Dinge sagen, die Dir wichtig sind, ihm aber anscheinend nicht. Das ist doch derselbe Rotz wie mit seinem Vorgänger, bei dem Du Monate gedacht hast, Du müsstest ihm das nochmals erklären, die Dinge abklären, die trübe Suppe klären und überhaupt die Übel der Welt klären.
Herrgott nochmal, lass ihn doch jetzt einfach in Ruhe! Er braucht und er will jetzt seine Ruhe, also gestehe sie ihm zu und lauf ihm nicht wieder hinterher. Wer Schluss macht, hat seine Entscheidung getroffen, längst mit sich ausgemacht und der will keine Erklärungen, Erläuterungen, Definitionen, Schuldzuweisungen, Selbstbezichtigungen, Entschuldigungen vom Expartner. Der Zug ist abgefahren und Du stehst auf dem Abstellgleis. Du kannst aber Deine eigene Lokomotive werden und selbst los fahren.
Du bist doch schon wieder im alten Fahrwasser und jetzt, wo er weg ist, erkennst Du Dinge, die Du ihm jetzt dringend erklären willst. Was aber, wenn es keinen Interessenten mehr gibt?
Es gibt einen Menschen, der wichtiger ist und das bist Du selbst. Anstatt Dich um Dein Igelchen zu kümmern, lässt Du es wieder verkümmern. Ach Gott, hätte ich doch und wenn ich da und dort anders gewesen wäre und wenn ich überhaupt anders gewesen wäre, dann ...! Wie willst Du denn jemals "gesund" werden, wenn Du schon wieder bei den Z's bist!
Ich war ja auch so eine, die sich nach der Trennung noch interessant für ihn machen wollte. Er sollte ja schließlich merken, wie toll ich mit der Trennung zurecht kam. Also schrieb ich ihm von Kino- und Theaterbesuchen und ähnlichen Dingen, damit er sich bewundernd sagen konnte, Mann, diese Frau ist echt stark und nimmt ihr Leben wieder selbst in die Hand!
Ich glaube kaum, dass er das gedacht hat. Er wird sich nur gedacht haben, die will mir jetzt suggerieren, was sie alles tolles unternimmt, aber wenn sie es mir erzählen muss, dann hat das so einen schalen Beigeschmack. Und im Übrigen interessiert mich ihr bescheidenes Leben ehrlich gesagt nur noch einen Dreck, denn ich habe meine eigenen Dinge vor. Aber die sage ich ihr natürlich nur auswahlweise, denn schließlich will ich ja kein Drecksack sein und sie noch mehr verletzen.
Er wirkte anfangs noch interessiert, weil ich ihm auch von meinem Besuch beim Therapeuten berichtete. Das interessierte ihn wohl tatsächlich, weil er hoffte, etwas für sich selbst daraus ziehen zu können.
Ob ich am Mittwoch ins Kino ging und am Wochenende ins Konzert, interessierte ihn nicht wirklich. Nur ich glaubte, ihm noch alles berichten zu müssen inklusive meiner Erkenntnisse über unsere Beziehung und über meine Gefühle. Und ich erkannte einfach nicht, dass es keinen Adressaten mehr für meine Gefühlswelt und meine Gedankengänge gab.
Ganz ehrlich, ich schreckte vor nichts zurück! Und bewirkte damit nur, dass ich sukzessive langweiliger und uninteressanter und ziemlich sicher auch lästiger für ihn wurde. Zumal er sich damals wohl schon mit der Anderen traf, was ich nicht durchschaute.
Bitte, tangiere ihn nicht mehr. Er wird seine eigenen Gedanken haben und Du hast Deine und damit lässt Du es nun gut sein. Du musst nicht zu Kreuze kriechen und Du kannst Deine Erkenntnisse für Dich behalten, denn da gehören sie hin. Das ständige Reden und Zerreden bringt ja meist nichts! Denn Du weißt nicht, wie etwas bei ihm ankommt und umgekehrt.
Lasst Euch jetzt in Ruhe und nehmt Euch die Zeit, Eure Blessuren zu heilen. Wenn er sich nicht um sein Igelchen kümmert, dann liegt ihm nichts daran. Aber Du solltest Dich um Deines kümmern und zwar ohne ihn.
Sonnenblume
Herrgott nochmal, lass ihn doch jetzt einfach in Ruhe! Er braucht und er will jetzt seine Ruhe, also gestehe sie ihm zu und lauf ihm nicht wieder hinterher. Wer Schluss macht, hat seine Entscheidung getroffen, längst mit sich ausgemacht und der will keine Erklärungen, Erläuterungen, Definitionen, Schuldzuweisungen, Selbstbezichtigungen, Entschuldigungen vom Expartner. Der Zug ist abgefahren und Du stehst auf dem Abstellgleis. Du kannst aber Deine eigene Lokomotive werden und selbst los fahren.
Du bist doch schon wieder im alten Fahrwasser und jetzt, wo er weg ist, erkennst Du Dinge, die Du ihm jetzt dringend erklären willst. Was aber, wenn es keinen Interessenten mehr gibt?
Es gibt einen Menschen, der wichtiger ist und das bist Du selbst. Anstatt Dich um Dein Igelchen zu kümmern, lässt Du es wieder verkümmern. Ach Gott, hätte ich doch und wenn ich da und dort anders gewesen wäre und wenn ich überhaupt anders gewesen wäre, dann ...! Wie willst Du denn jemals "gesund" werden, wenn Du schon wieder bei den Z's bist!
Ich war ja auch so eine, die sich nach der Trennung noch interessant für ihn machen wollte. Er sollte ja schließlich merken, wie toll ich mit der Trennung zurecht kam. Also schrieb ich ihm von Kino- und Theaterbesuchen und ähnlichen Dingen, damit er sich bewundernd sagen konnte, Mann, diese Frau ist echt stark und nimmt ihr Leben wieder selbst in die Hand!
Ich glaube kaum, dass er das gedacht hat. Er wird sich nur gedacht haben, die will mir jetzt suggerieren, was sie alles tolles unternimmt, aber wenn sie es mir erzählen muss, dann hat das so einen schalen Beigeschmack. Und im Übrigen interessiert mich ihr bescheidenes Leben ehrlich gesagt nur noch einen Dreck, denn ich habe meine eigenen Dinge vor. Aber die sage ich ihr natürlich nur auswahlweise, denn schließlich will ich ja kein Drecksack sein und sie noch mehr verletzen.
Er wirkte anfangs noch interessiert, weil ich ihm auch von meinem Besuch beim Therapeuten berichtete. Das interessierte ihn wohl tatsächlich, weil er hoffte, etwas für sich selbst daraus ziehen zu können.
Ob ich am Mittwoch ins Kino ging und am Wochenende ins Konzert, interessierte ihn nicht wirklich. Nur ich glaubte, ihm noch alles berichten zu müssen inklusive meiner Erkenntnisse über unsere Beziehung und über meine Gefühle. Und ich erkannte einfach nicht, dass es keinen Adressaten mehr für meine Gefühlswelt und meine Gedankengänge gab.
Ganz ehrlich, ich schreckte vor nichts zurück! Und bewirkte damit nur, dass ich sukzessive langweiliger und uninteressanter und ziemlich sicher auch lästiger für ihn wurde. Zumal er sich damals wohl schon mit der Anderen traf, was ich nicht durchschaute.
Bitte, tangiere ihn nicht mehr. Er wird seine eigenen Gedanken haben und Du hast Deine und damit lässt Du es nun gut sein. Du musst nicht zu Kreuze kriechen und Du kannst Deine Erkenntnisse für Dich behalten, denn da gehören sie hin. Das ständige Reden und Zerreden bringt ja meist nichts! Denn Du weißt nicht, wie etwas bei ihm ankommt und umgekehrt.
Lasst Euch jetzt in Ruhe und nehmt Euch die Zeit, Eure Blessuren zu heilen. Wenn er sich nicht um sein Igelchen kümmert, dann liegt ihm nichts daran. Aber Du solltest Dich um Deines kümmern und zwar ohne ihn.
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Re: Der lange Weg...
Ach, was für ein Zufall!schiffchen92 hat geschrieben: ↑Di 20. Mär 2018, 09:26für den Donnerstag der Name einer Frau zu diesem Zeitpunkt darin...
Wundert mich jetzt nicht. Wenn ein Mann Schluss macht, dann oft auch, damit er freie Bahn hat und evt. die neue Miss Perfect im Raum steht.
Ja, verstehe ich. Mir ging es damals genauso, als ich dumme Kuh endlich merkte, dass er eine Neue hatte. Mein Blutdruck erreichte schwindelerregende Höhen und ich musste die Mail mehrere Male lesen, bis ich sie tatsächlich verstanden und entschlüsselt hatte (er schrieb ja nur verklausuliert, aber niemals eindeutig).
Dann kam die Wut, dann der Hass mit allen schlechten Wünschen für seine Zukunft.
Gerade fiel er mir wieder ein, dieser Lügenbaron und wieder denke ich : wie gut, dass mich dieser Typ nicht mehr interessiert!
Endlich mal ein richtig guter Gedanke! Genau solche Gedanken musst Du pflegen und zu Deinem neuen Mantra machen. Er hatte Dich in der Hand, er hatte Dich klein gemacht, er hatte Dir Dein Selbstwertgefühl geraubt oder zumindest geschmälert, ohne dass er und Du das gemerkt haben. Insofern ist eine Trennung oft ein Segen, denn man ist so auf sich selbst zurückgeworfen, dass man sich gezwungenermaßen mit seinen Verletzungen auseinandersetzt. So was erkennt man oft erst nach einer Trennung.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Di 20. Mär 2018, 09:26Und selbst wenn er jemanden neuen hat, ändert das nichts an deinem Wert. Du weißt jetzt, was du kannst, wer du sein möchtest und dass du in der Kombination klasse bist. Die Kombi könnte ich in der Beziehung nicht abrufen,
Das neue Schiffchen ist klasse und ganz einzigartig und das macht sich jetzt mal ohne Begleitung auf den Weg. Und dieser Weg wird gut sein, weil er selbst gewählt ist und selbstständig gegangen wird - ohne Anhang, der wieder nur einschränkend wirkt.
Hab Mut! Die Schmerzen vergehen und die Erkenntnis ist gewachsen.
Solche Schocks sind oft sehr heilsam, denn sie verändern die Sichtweise.
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Re: Der lange Weg...
Achterbahnfahrt ist ganz normal in dieser Phase. Und die Hass- und Wutgefühle sind positiv. Warum, wo Du Dich damit doch nicht gut fühlst?
Sie sind positiv, weil sie Dir zeigen, dass Du immer noch jede Menge Energie in Dir hast und dass Du Dich im Grund genommen wehren wollen würdest. Da steckt Power dahinter, auch wenn sie weh tut. Aber das ist besser, als im Depressionssumpf dauerhaft und versinken und sich aufzugeben.
Du wirst noch einige Zeit mit den Stimmungsschwankungen leben müssen. Akzeptiere sie und gib auch Deiner Enttäuschung und Trauer Platz, aber nicht dauerhaft.
Gönn Dir Tränen, Wut, Verzweiflung, aber immer nur auf Zeit. Diese Gefühle sind normal und sie gehören zum Ablöseprozess dazu, aber sie dürfen nicht Dein Leben bestimmen.
Du kamst mir schon in der Beziehung immer so jämmerlich vor. In letzter Zeit habe ich endlich mal etwas von Dir gelesen, was nach innerer Energie aussieht. Also bist Du insgesamt auf einem guten Weg.
Denke immer wieder an die Z's! Ich denke, das ist sehr hilfreich.
Sonnenblume
Sie sind positiv, weil sie Dir zeigen, dass Du immer noch jede Menge Energie in Dir hast und dass Du Dich im Grund genommen wehren wollen würdest. Da steckt Power dahinter, auch wenn sie weh tut. Aber das ist besser, als im Depressionssumpf dauerhaft und versinken und sich aufzugeben.
Du wirst noch einige Zeit mit den Stimmungsschwankungen leben müssen. Akzeptiere sie und gib auch Deiner Enttäuschung und Trauer Platz, aber nicht dauerhaft.
Gönn Dir Tränen, Wut, Verzweiflung, aber immer nur auf Zeit. Diese Gefühle sind normal und sie gehören zum Ablöseprozess dazu, aber sie dürfen nicht Dein Leben bestimmen.
Du kamst mir schon in der Beziehung immer so jämmerlich vor. In letzter Zeit habe ich endlich mal etwas von Dir gelesen, was nach innerer Energie aussieht. Also bist Du insgesamt auf einem guten Weg.
Das ist zum einen den Umständen geschuldet. Wenn Du Dich in der neuen Situation eingelebt hast, erreichst Du auch wieder mehr Stabilität. Aber derzeit bist Du noch ein Segel im Wind. Eine stabile gute Stimmung wäre jetzt auch zu viel verlangt. Lugt da etwa schon wieder ein "Z" um die Ecke? Ich müsste so und so sein, dann ...schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mi 21. Mär 2018, 08:16Dieser krasse Stimmungsumschwung zeigt mir nur wie sehr ich doch tatsächlich von äußeren Faktoren abhängig bin und wie wenig Stabilität ich mir noch selbst geben kann.
Denke immer wieder an die Z's! Ich denke, das ist sehr hilfreich.
So sehe ich das auch. Es hat alles eine positive Seite.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mi 21. Mär 2018, 08:16Also so oder so war es eine notwendige Lektion, denn jetzt habe ich noch weniger Interesse ihn zu sehen oder mit ihm zu reden.
Schön, dass Du nun auch an die Zukunft denkst! Ein gutes Zeichen!schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mi 21. Mär 2018, 08:16Gestern war ich noch einmal in der neuen Wohnung bei den Vormieterm zu Besuch und ich hab mich so wohl gefühlt und "sicher". Dass kann mein Nest werden, wo ich einen tollen Neuanfang starten kann (mit Balkon und Badewanne hihi).
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Re: Der lange Weg...
Das kenne ich und das ging mir genauso. Ich unternahm ja nach der Trennung sehr viel und wollte es mir und ihm beweisen, wie souverän ich doch mit der Situation umging. Das klappte nicht durchgängig, denn so manches Mal unternahm ich etwas und es fühlte sich verkrampft und gewollt an. Wie Du sagst, es fühlte sich nicht nach Leben an, weil das Herz nicht dabei war.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Do 22. Mär 2018, 16:56Sport, Sachen planen, Freunde treffen. Aber es fühlt sich trotzdem nicht nach Leben an...
Das ist aber etwas, was im Lauf der Zeit und da kannst Du vlt. sogar in Monaten rechnen, immer besser wird. Irgendwann spürst Du auf einmal erstaunt, dass er mehr und mehr in den Hintergrund tritt, Du ihn zeitweise vergessen hast und dass Du nun viel besser bei Dir angekommen bist. Dafür musst Du Geduld mit Dir aufbringen, aber das kommt auch bei Dir.
Das kann ich Dir nachfühlen. Es tut einfach brutal weh, wenn man sieht, wie der Ex. scheinbar mühelos mit der Trennung zurecht kommt, noch dazu gut aussieht und braun gebrannt ist, wo es doch viel besser erträglich wäre, wenn er grau und deprimiert und niedergeschlagen dreinblicken würde.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Do 22. Mär 2018, 16:56Es war einfach zu viel in dem Moment, ihn nach der Woche sehen, braun gebrannt, lachend, zwischen den ganzen Umzugskartons.
Da steckt natürlich auch Eifersucht dahinter. Aber auch das wird eines Tages vergehen.
Weißt Du, ich habe mir damals oft gedacht, der miesen Ratte geht es gut und mir geht es miserabel. Wie ungerecht das Leben doch ist. Aber dann habe ich mich immer an den Gedanken geklammert, dass es später mal genau umgekehrt sein kann. Während ich ein Hoch erlebe, hat er vlt. eine Krise. Na, wenn ich mir diesen Typen, also meinen Ex., so anschaue, dann hat er ja eigentlich eine Dauerkrise. Kannst Du Dir vorstellen, dass dieser Mann niemals richtig aus vollem Herzen lachen konnte? Er lächelte, er lachte manchmal, aber auch das war immer verhalten, aber niemals so richtig frei. Sein Herz war nicht dahinter. Möchte ich damit tauschen? Nein, sicher nicht.
Und was um Himmels Willen hat mich denn zu dieser gefühlsarmenTrantüte hingezogen? Er war ständig damit beschäftigt, wie es ihm ging. Einen Tag fühlte er sich gut und positiv, am anderen hatte er wieder mal einen Durchhänger und fühlte Selbstzweifel, Verzagtheit und Überdruss. Und ich gab mich mit diesen Stimmungsschwankungen auch noch ab und wollte ihm beistehen. Heute schüttle ich den Kopf darüber. Ich wollte Mutter Theresa bei ihm spielen.
Er war zwar immer mit sich befasst, kreiste um sich selbst, aber seine Gefühle galten ihm. Gegenüber der Umwelt aber war er recht gefühllos.
Ich habe das damals auch bei meinem Psychotherapeuten angesprochen und der sagte, dass Gefühle in Bezug auf die eigene Person durchaus ausgeprägt sein können, die Menschen aber gegenüber Anderen unempathisch und gefühlskalt sind. Das war damals für mich eine neue Erkenntnis.
Das brauchst Du auch nicht. Das war authentisch, das kam aus Deinem Inneren. Hättest Du jetzt die fröhliche, unbeschwerte Frau gespielt, hätte er das eh gemerkt, dass Du nur so tust als ob und eine Fassade zeigen willst, die nicht echt ist.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Do 22. Mär 2018, 16:56ch bin so und bin nicht die taffe die das so runterspielen kann. Gehört auch dazu und ich möchte mich jetzt für die Gefühle die halt da sind nicht schämen.
Ja, Gott, Du glorifizierst ihn halt noch. Auch das war bei mir so. Ich dachte mir damals, auch wenn er mich nicht mehr will, ich werde dennoch innerlich immer bei ihm sein und dass ich dann eben mit einer unerwiderten und unglücklichen Liebe durchs Leben gehen werde. Das war lächerlich und das ist auch bei Dir lächerlich, denn es gibt nur eines was im Leben Bestand hat: die Veränderung.
Es wird meistens irgendwann alles anders, als Du jetzt glaubst. Gedanken und Gefühle werden sich ändern, Stimmungen werden verschwinden und eines Tages wirst Du fühlen, dass Du wieder Du selbst geworden bist.
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Re: Der lange Weg...
Erkenntnis: Kontakt möglichst einschränken und nur das Organisatorische regeln. Sonst nichts!Simple things hat geschrieben: ↑Sa 31. Mär 2018, 12:58Der Kontakt hat dich wieder voll auf Anfang gekickt. Nimm es zur Kenntnis und laufe die letzten 5 Kilometer noch mal.
Sonst musst Du wieder viele Strafrunden laufen.
Na, dann lass ihn eben dort stehen. Eines Tages wird er von selbst runter purzeln.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Fr 30. Mär 2018, 10:16Ich bekomme ihn von dem Podest nicht herunter, denn auch wenn er nicht perfekt ist, ist er es irgendwie für mich immer noch.
Das, liebes Schiffchen, liegt allein an Dir und in Deiner Verantwortung!!!schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mo 2. Apr 2018, 10:25Demnach ist doch eigentlich das Fazit: Es geht bergauf und nicht bergab
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Re: Der lange Weg...
Hey, Schiffchen, Dein Post zaubert mir ein Lächeln auf mein Gesicht, denn da steckt jetzt so viel Reife, so viel Erkenntnis drin wie seit Jahren nicht. Du bist tatsächlich eine sehr großen Schritt weiter gekommen. Glückwunsch!
Warum lügt er, warum kann er nicht die Wahrheit sagen? Es ist oft Bequemlichkeit und auch der Wunsch, dem leidenden Partner nicht noch mehr weh tun zu wollen.
Das mag einen edelmütigen Touch haben, aber dem Belogenen tut es nur weh, weil der sich sagt, dass er ihm nicht mal die Wahrheit wert gewesen war.
Andererseits, die nackte Wahrheit wäre ja auch schlimm und keinen Deut erträglicher. Das ist wieder so eine Situation, in der jede Handlung irgendwie falsch ist.
Da ist was in Dir, was ans Licht will. Wenn Du das gefunden hast, wird es Dir allmählich besser gehen.
Das ist deine verletzte Seele, die Dich in sich wiederholende Situationen schickt. Sie trägt da was mit sich rum, was sie gerne los werden will und dann kommt der nächste Retter in Dein Leben, weil die Seele meint, dieses Mal wird das arme Schiffchen nicht enttäuscht und wird geheilt. Und dann bleibt am Ende doch nur wieder Ent-Täuschung!
Wenn Du dieses innere Mantra identifizieren kannst, dann merkt Deine Seele, huch, sie kümmert sich ja um mich, ich stehe nicht mehr allein da mit meinem Schmerz, dann kann sie Ruhe geben. Du weißt schon, das innere Igelchen!
Deine inneren Blessuren musst Du allein heilen, das kann keiner für Dich erledigen.
Daher ist auch die innere Haltung falsch: Mache Du mich glücklich! Bring Du mein bescheidenes Leben in Ordnung.
Damit bürdet man dem Partner die Verantwortung für das eigene Wohlergehen auf und das ist eigentlich sündhaft.
Es müsste heißen: Mach Dich selbst glücklich und Du kannst glücklich mit oder ohne Partner leben. Bringe Dein Leben selbst in Ordnung, was nichts anderes meint, als habe Dich selbst lieb.
Ich denke gerade darüber nach, warum Du immer wieder enttäuscht worden bist wie ich ja auch früher. Ich glaube, wir hatten viel zu hohe Erwartungen, die wir in den Partner gesetzt haben. Denn der sollte sein wie der edle Ritter ohne Fehl und Tadel. Und daher haben wir ihn auch auf das Podest gehoben und uns darüber gefreut, dass sich der edle Ritter mit dem armen Schiffchen, der armen Sonnenblume abgab.
Wir haben selbst dafür gesorgt, dass es ein Machtgefälle in der Beziehung gab. Die Rollen waren klar verteilt. Er oben, wir zu seinen Füßen und abhängig von seiner Gnade, seiner Zuwendung, seines Interesses.
Und auch das ist eine innere Haltung, die aus der Kindheit importiert ist. Der Mann steht ganz oben und ist für die Heilung des Aschenputtels zuständig. Er macht keine Fehler, denn er ist unantastbar.
Zunächst. Denn auch der edle Ritter ist nur ein Mensch mit eigenen Verletzungen, eigenen Defiziten und Schwächen. Diese Rolle kann er nicht ausfüllen und es wird ihm zu viel mit diesen unselbständigen, sich klein machenden und nach Liebe bettelnden Frauen.
Also geht er, schaut sich anderweitig um, lügt und geht ganz. Zurück bleibt ein Scherbenhaufen in der Frau.
Aber wir haben es auch selbst verbockt und uns eine Rolle gegeben, die selbstschädigend war. Wer einen Mann idealisiert und zum Heilsbringer verklärt, der kann doch nur enttäuscht werden! Denn der hat nicht in der Realität gelebt.
Schiffchen, Du bist jetzt auf so einem guten Weg. Ich garantiere Dir, wenn Du den jetzt weiter gehst, kannst Du wieder glücklich werden und anders leben und Deine inneren Muster ablegen, wenigstens zum Teil.
Die alten Wiederholungen müssen sich dann nicht mehr wiederholen und es ist, als ob ein neues Leben angefangen hätte. Es fühlt sich dann alles leichter und eigenständiger an. Ich bin ich und das ist gut so. Und ich bin für mich und mein Leben verantwortlich.
Und wer sich dem stellt, der rennt keinem idealisierten Ritter mehr hinterher, sondern kann auch mit einem normalen Mann gut leben, denn der wird nicht mehr überfrachtet und für etwas verantwortlich gemacht, was er nicht leisten kann.
Sonnenblume
Ach ja, das kenne ich auch. Wenn man belogen wird und das raus findet oder noch schlimmer, erspürt, wenn er gelogen hat, ist das auch nur enttäuschend und schmerzt.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Di 3. Apr 2018, 21:06Ohne die Lügen wäre es schon schlimm genug gewesen, aber so tut es irgendwie mehr weh.
Warum lügt er, warum kann er nicht die Wahrheit sagen? Es ist oft Bequemlichkeit und auch der Wunsch, dem leidenden Partner nicht noch mehr weh tun zu wollen.
Das mag einen edelmütigen Touch haben, aber dem Belogenen tut es nur weh, weil der sich sagt, dass er ihm nicht mal die Wahrheit wert gewesen war.
Andererseits, die nackte Wahrheit wäre ja auch schlimm und keinen Deut erträglicher. Das ist wieder so eine Situation, in der jede Handlung irgendwie falsch ist.
Und was sagt das Statusbild?schiffchen92 hat geschrieben: ↑Di 3. Apr 2018, 21:06Bei Whatsapp ein Statusbild gepostet. Ich hab es gar nicht gesehen, weil ich da schon seine Nummer gelöscht hatte und ich bin froh darüber.
Sehr gut! Das hat mit Erkennen zu tun. Kontakt tut weh und wirft Dich zurück und der Kontakt mit einem, der Dich angelogen hat, ist noch schädlicher. Lass das sein und renne nicht einem Lügner noch hinterher, wie ich es getan habe.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Di 3. Apr 2018, 21:06Falls das Thema aufkommt, werde ich ihm sagen, dass ich jetzt keinen Kontakt haben möchte. Es geht einfach nicht.
Da lebst Du unter Garantie etwas aus der Kindheit nach. Finde es, was damals passiert ist. Es hat mit Manipulation Deiner Person zu tun, mit mangelndem Willen und mangelndem Selbstbewusstsein.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Di 3. Apr 2018, 21:06Ich renne ihm hinterher, Vergleiche mich, mache mich klein, versuche zu verstehen, was passiert ist, warum es passiert ist und bin am Ende ein Häufchen Elend. Dann kommt ein neuer Mann und alles ist auf Anfang gesetzt...
Da ist was in Dir, was ans Licht will. Wenn Du das gefunden hast, wird es Dir allmählich besser gehen.
Das ist deine verletzte Seele, die Dich in sich wiederholende Situationen schickt. Sie trägt da was mit sich rum, was sie gerne los werden will und dann kommt der nächste Retter in Dein Leben, weil die Seele meint, dieses Mal wird das arme Schiffchen nicht enttäuscht und wird geheilt. Und dann bleibt am Ende doch nur wieder Ent-Täuschung!
Wenn Du dieses innere Mantra identifizieren kannst, dann merkt Deine Seele, huch, sie kümmert sich ja um mich, ich stehe nicht mehr allein da mit meinem Schmerz, dann kann sie Ruhe geben. Du weißt schon, das innere Igelchen!
Deine inneren Blessuren musst Du allein heilen, das kann keiner für Dich erledigen.
Daher ist auch die innere Haltung falsch: Mache Du mich glücklich! Bring Du mein bescheidenes Leben in Ordnung.
Damit bürdet man dem Partner die Verantwortung für das eigene Wohlergehen auf und das ist eigentlich sündhaft.
Es müsste heißen: Mach Dich selbst glücklich und Du kannst glücklich mit oder ohne Partner leben. Bringe Dein Leben selbst in Ordnung, was nichts anderes meint, als habe Dich selbst lieb.
Genauso wird es kommen, wenn Du es zulässt!schiffchen92 hat geschrieben: ↑Di 3. Apr 2018, 21:06An diesem Tag hat sie für sich und mich (=Zukunftsich) entschieden, dass sie der wichtigste Mensch in ihrem Leben ist und kein Stalking, keine Vergleiche, kein Gejammere, kein durch Feuerreifen springen jemals dafür sorgen werden, dass sie sich besser fühlt.
Ich denke gerade darüber nach, warum Du immer wieder enttäuscht worden bist wie ich ja auch früher. Ich glaube, wir hatten viel zu hohe Erwartungen, die wir in den Partner gesetzt haben. Denn der sollte sein wie der edle Ritter ohne Fehl und Tadel. Und daher haben wir ihn auch auf das Podest gehoben und uns darüber gefreut, dass sich der edle Ritter mit dem armen Schiffchen, der armen Sonnenblume abgab.
Wir haben selbst dafür gesorgt, dass es ein Machtgefälle in der Beziehung gab. Die Rollen waren klar verteilt. Er oben, wir zu seinen Füßen und abhängig von seiner Gnade, seiner Zuwendung, seines Interesses.
Und auch das ist eine innere Haltung, die aus der Kindheit importiert ist. Der Mann steht ganz oben und ist für die Heilung des Aschenputtels zuständig. Er macht keine Fehler, denn er ist unantastbar.
Zunächst. Denn auch der edle Ritter ist nur ein Mensch mit eigenen Verletzungen, eigenen Defiziten und Schwächen. Diese Rolle kann er nicht ausfüllen und es wird ihm zu viel mit diesen unselbständigen, sich klein machenden und nach Liebe bettelnden Frauen.
Also geht er, schaut sich anderweitig um, lügt und geht ganz. Zurück bleibt ein Scherbenhaufen in der Frau.
Aber wir haben es auch selbst verbockt und uns eine Rolle gegeben, die selbstschädigend war. Wer einen Mann idealisiert und zum Heilsbringer verklärt, der kann doch nur enttäuscht werden! Denn der hat nicht in der Realität gelebt.
Schiffchen, Du bist jetzt auf so einem guten Weg. Ich garantiere Dir, wenn Du den jetzt weiter gehst, kannst Du wieder glücklich werden und anders leben und Deine inneren Muster ablegen, wenigstens zum Teil.
Die alten Wiederholungen müssen sich dann nicht mehr wiederholen und es ist, als ob ein neues Leben angefangen hätte. Es fühlt sich dann alles leichter und eigenständiger an. Ich bin ich und das ist gut so. Und ich bin für mich und mein Leben verantwortlich.
Und wer sich dem stellt, der rennt keinem idealisierten Ritter mehr hinterher, sondern kann auch mit einem normalen Mann gut leben, denn der wird nicht mehr überfrachtet und für etwas verantwortlich gemacht, was er nicht leisten kann.
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Re: Der lange Weg...
Und nichts überstürzen, Schiffchen.
Klar, Du hast jetzt Liebeskummer und der schmerzt und zieht so komisch in der Herzgegend und vlt. ist Dein Magen irgendwie unruhig vor lauter Angst. Und dann kommen die Tränen und die Trauer überrollt Dich wie eine riesige Welle, die Dich unter sich begräbt.
Das ist einfach richtig schlimm.
Aber der Mensch will überleben, immer. Und daher gewöhnt er sich an so vieles. An die Abwesenheit eines geliebten Menschen, ans Alleinsein, an Traurigkeit.
Als die ärgste Heulphase vorbei war, saß ich oft in meiner Arbeit, tat irgendwas und auf einmal war sie wieder da, die Traurigkeit.
Ich habe sie damals als Person gesehen, selbstverständlich als Mann, der mir aber nichts tat.
Er trug einen schwarzen Anzug, schwarze Lederschuhe und er hatte auch dunkle Haare, aber sein Gesicht war immer unklar. Er hatte kein bekanntes Gesicht.
Und diesen Mann, der einfach immer wieder bei mir saß, ob im Büro oder zu Hause oder im Auto, machte ich zu einer Art Freund. Ich sprach im Geist mit ihm: Du schon wieder mal! Kannst Du nicht einfach aus meinem Leben verschwinden. Ich will so gerne wieder unbeschwert sein, aber immer wieder kommst Du angelaufen.
Das kümmerte ihn nicht, er lächelte ein wenig verhalten und erwiderte: jetzt ist meine Zeit und wenn die vorbei ist, gehe ich wieder. Aber bis auf weiteres werde ich oft bei Dir sein.
Und so ging ich eben mit dieser Gestalt der Trauer durchs Leben. Irgendwie half mir das, zumindest ein wenig.
Ich denke, es hatte damit zu tun, dass ich durch diese Vorgehensweise die Trauer als etwas Gegegebenes hin genommen habe, anstatt mich dagegen zu sträuben. Die Zeit der Trauer war da, aber sie würde auch wieder vergehen.
Und irgendwann verging sie auch. Die Zeiten, in denen der Mann auftauchte, wurden weniger und manchmal wunderte ich mich, dass ich mal zwei oder drei Stunden nicht daran gedacht habe.
Ich lernte wieder zu leben, etwas zu unternehmen und etwas für mich daraus zu ziehen. Dinge, die ich vorher fast verachtet hatte, weil mein Denken und Fühlen nur um diesen Idioten kreisten, diesen EDV-Casanova, gewannen wieder an Wert. Wie armselig hatte ich doch in dieser Beziehung gelebt, immer darauf fixiert und Probleme gewälzt und mich immer gefragt, wie soll ich nur sein, damit er bei der Stange bleibt???
Ich merkte, wie eingeschränkt und gefangen ich während der Beziehung gewesen war. Ich war nicht frei, sondern verkrampft und ängstlich und hatte immer das Gefühl, Du bist ungenügend.
Klar, indem er ging, hatte ich dann ja den Beweis. Ich war es nicht wert, ich hatte versagt.
Aber irgendwie ging mir auch auf, dass ich mir mit diesen Haltungen immer selbst ein Bein stellte. Ich bin nicht gut genug, ich müßte besser sein, gescheiter, liebenswerter, hübscher.
Irgendwann fing ich an, gegen diese bösartigen Dämonen anzugehen. Ihr redet mir immer ein, dass ich schlecht bin und nicht tauge. Und dabei bin ich doch genauso gut wie andere und ich sehe nicht schlechter aus und es gibt Menschen, die mögen mich. Also hört endlich mal auf, mich immer schlecht zu machen!
Durch diesen inneren Dialog legte ich allmählich diese miesen Haltungen ab und ich arbeite heute noch konsequent daran, dass die Dämonen mich nicht wieder nieder machen, denn das täten sie gerne. Aber ich lasse sie nicht mehr so wie früher.
Die Erkenntnis, was ich von der Kindheit ins Erwachsenenleben importiert hatte, kam erst viel später. In einer Zeit, als ich über die Trennung hinweg war, als ich Abstand hatte. Da machte es auf einmal aus quasi heiterem Himmel "klick". Und ich "sah" mich, wie ich mich abgemüht hatte mit ihm, mit mir, wie ich gelitten hatte um seinetwegen und wie sehr er mich enttäuscht hatte. Ja, er hatte mich enttäuscht, aber auch ich hatte meinen Anteil dazu beigetragen.
Bleibe auf dem Weg und gehe ihn einfach weiter. Vielleicht macht es eines Tages auch bei Dir "klick" und auf einmal erkennst Du etwas, was Du vorher nicht sehen konntest. Der Kummer ist bei der Selbsterkenntnis ohnehin hinderlich, denn dafür braucht es eine innere Klarheit, die Du jetzt nicht hast und haben kannst, weil zu viele Emotionen im Spiel sind.
Und gerade dann, wenn Du am wenigsten damit rechnest, kann Dir auf einmal etwas Wesentliches klar werden.
Also gib Dir Zeit, mache Dir Deine Gedanken, aber überfrachte Dich nicht, denn dabei kommt nichts heraus außer Verwirrung. Lass das alles mal so stehen und stabilisiere Dich. Das braucht Zeit, Monate vermutlich. Und erst dann, wenn Du gedanklich weit weg bist von der Beziehung, siehst Du manche Dinge in einem anderen Licht.
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Klar, Du hast jetzt Liebeskummer und der schmerzt und zieht so komisch in der Herzgegend und vlt. ist Dein Magen irgendwie unruhig vor lauter Angst. Und dann kommen die Tränen und die Trauer überrollt Dich wie eine riesige Welle, die Dich unter sich begräbt.
Das ist einfach richtig schlimm.
Aber der Mensch will überleben, immer. Und daher gewöhnt er sich an so vieles. An die Abwesenheit eines geliebten Menschen, ans Alleinsein, an Traurigkeit.
Als die ärgste Heulphase vorbei war, saß ich oft in meiner Arbeit, tat irgendwas und auf einmal war sie wieder da, die Traurigkeit.
Ich habe sie damals als Person gesehen, selbstverständlich als Mann, der mir aber nichts tat.
Er trug einen schwarzen Anzug, schwarze Lederschuhe und er hatte auch dunkle Haare, aber sein Gesicht war immer unklar. Er hatte kein bekanntes Gesicht.
Und diesen Mann, der einfach immer wieder bei mir saß, ob im Büro oder zu Hause oder im Auto, machte ich zu einer Art Freund. Ich sprach im Geist mit ihm: Du schon wieder mal! Kannst Du nicht einfach aus meinem Leben verschwinden. Ich will so gerne wieder unbeschwert sein, aber immer wieder kommst Du angelaufen.
Das kümmerte ihn nicht, er lächelte ein wenig verhalten und erwiderte: jetzt ist meine Zeit und wenn die vorbei ist, gehe ich wieder. Aber bis auf weiteres werde ich oft bei Dir sein.
Und so ging ich eben mit dieser Gestalt der Trauer durchs Leben. Irgendwie half mir das, zumindest ein wenig.
Ich denke, es hatte damit zu tun, dass ich durch diese Vorgehensweise die Trauer als etwas Gegegebenes hin genommen habe, anstatt mich dagegen zu sträuben. Die Zeit der Trauer war da, aber sie würde auch wieder vergehen.
Und irgendwann verging sie auch. Die Zeiten, in denen der Mann auftauchte, wurden weniger und manchmal wunderte ich mich, dass ich mal zwei oder drei Stunden nicht daran gedacht habe.
Ich lernte wieder zu leben, etwas zu unternehmen und etwas für mich daraus zu ziehen. Dinge, die ich vorher fast verachtet hatte, weil mein Denken und Fühlen nur um diesen Idioten kreisten, diesen EDV-Casanova, gewannen wieder an Wert. Wie armselig hatte ich doch in dieser Beziehung gelebt, immer darauf fixiert und Probleme gewälzt und mich immer gefragt, wie soll ich nur sein, damit er bei der Stange bleibt???
Ich merkte, wie eingeschränkt und gefangen ich während der Beziehung gewesen war. Ich war nicht frei, sondern verkrampft und ängstlich und hatte immer das Gefühl, Du bist ungenügend.
Klar, indem er ging, hatte ich dann ja den Beweis. Ich war es nicht wert, ich hatte versagt.
Aber irgendwie ging mir auch auf, dass ich mir mit diesen Haltungen immer selbst ein Bein stellte. Ich bin nicht gut genug, ich müßte besser sein, gescheiter, liebenswerter, hübscher.
Irgendwann fing ich an, gegen diese bösartigen Dämonen anzugehen. Ihr redet mir immer ein, dass ich schlecht bin und nicht tauge. Und dabei bin ich doch genauso gut wie andere und ich sehe nicht schlechter aus und es gibt Menschen, die mögen mich. Also hört endlich mal auf, mich immer schlecht zu machen!
Durch diesen inneren Dialog legte ich allmählich diese miesen Haltungen ab und ich arbeite heute noch konsequent daran, dass die Dämonen mich nicht wieder nieder machen, denn das täten sie gerne. Aber ich lasse sie nicht mehr so wie früher.
Die Erkenntnis, was ich von der Kindheit ins Erwachsenenleben importiert hatte, kam erst viel später. In einer Zeit, als ich über die Trennung hinweg war, als ich Abstand hatte. Da machte es auf einmal aus quasi heiterem Himmel "klick". Und ich "sah" mich, wie ich mich abgemüht hatte mit ihm, mit mir, wie ich gelitten hatte um seinetwegen und wie sehr er mich enttäuscht hatte. Ja, er hatte mich enttäuscht, aber auch ich hatte meinen Anteil dazu beigetragen.
Bleibe auf dem Weg und gehe ihn einfach weiter. Vielleicht macht es eines Tages auch bei Dir "klick" und auf einmal erkennst Du etwas, was Du vorher nicht sehen konntest. Der Kummer ist bei der Selbsterkenntnis ohnehin hinderlich, denn dafür braucht es eine innere Klarheit, die Du jetzt nicht hast und haben kannst, weil zu viele Emotionen im Spiel sind.
Und gerade dann, wenn Du am wenigsten damit rechnest, kann Dir auf einmal etwas Wesentliches klar werden.
Also gib Dir Zeit, mache Dir Deine Gedanken, aber überfrachte Dich nicht, denn dabei kommt nichts heraus außer Verwirrung. Lass das alles mal so stehen und stabilisiere Dich. Das braucht Zeit, Monate vermutlich. Und erst dann, wenn Du gedanklich weit weg bist von der Beziehung, siehst Du manche Dinge in einem anderen Licht.
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Re: Der lange Weg...
Das Auf und Ab kennst Du doch inzwischen, oder? Ein Tag läuft gut, der andere schlecht. Und dass Dich die Eifersucht und das Gefühl des Veratenseins quält, ist auch normal. Es sind mittlerweile Begleiter und werden es noch eine Zeitlang sein.
Wie gesagt, Du musst auch Geduld mit Dir haben. Der Verstand kapiert immer sehr schnell, was los ist und was zu tun ist (wäre). Wäre, weil die blöden Gefühle dazwischen lamentieren und den Verstand nicht steuern können.
Du bist derzeit mehr auf der Gefühlsebene unterwegs und die Gefühle sind sehr instabil. Das merkst Du doch selbst, dass es ein Auf und Ab ist. Warum das so ist, weiß leider keiner. Du hast allerdings ein schlimmes Erlebnis gehabt (Trennung, Erkenntnis der Untreue, Eifersucht etc.) und da purzeln die Gefühle eben wild durcheinander.
Das wird wieder, aber es braucht eben seine Zeit. Wenn er Dich nervt, weil er immer noch in Deinen Gedanken ist, dann schreib ihm, was immer Du willst. Aber bitte schicke nichts ab. Es ist so von Gefühlen dominiert, dass Du Dich später dafür schämen würdest.
Also in Deinen Texten ist alles gut aufgehoben, aber es muss bei Dir bleiben.
Geh ihm aus dem Weg. Je weniger Nahrung die Gefühle bekommen, desto eher stabilisieren sie sich. Und Nahrung ist Kontakt, egal in welcher Form. Auch auf sozialen Netzwerken tut Dir nicht gut. Das weißt Du. Wenn Du es zwanghaft doch tust, musst Du mit den Konsequenzen leben.
Also, lauf noch ein paar Runden ... Im Lauf der Zeit wird es besser.
Sonnenblume
Wie gesagt, Du musst auch Geduld mit Dir haben. Der Verstand kapiert immer sehr schnell, was los ist und was zu tun ist (wäre). Wäre, weil die blöden Gefühle dazwischen lamentieren und den Verstand nicht steuern können.
Du bist derzeit mehr auf der Gefühlsebene unterwegs und die Gefühle sind sehr instabil. Das merkst Du doch selbst, dass es ein Auf und Ab ist. Warum das so ist, weiß leider keiner. Du hast allerdings ein schlimmes Erlebnis gehabt (Trennung, Erkenntnis der Untreue, Eifersucht etc.) und da purzeln die Gefühle eben wild durcheinander.
Das wird wieder, aber es braucht eben seine Zeit. Wenn er Dich nervt, weil er immer noch in Deinen Gedanken ist, dann schreib ihm, was immer Du willst. Aber bitte schicke nichts ab. Es ist so von Gefühlen dominiert, dass Du Dich später dafür schämen würdest.
Also in Deinen Texten ist alles gut aufgehoben, aber es muss bei Dir bleiben.
Geh ihm aus dem Weg. Je weniger Nahrung die Gefühle bekommen, desto eher stabilisieren sie sich. Und Nahrung ist Kontakt, egal in welcher Form. Auch auf sozialen Netzwerken tut Dir nicht gut. Das weißt Du. Wenn Du es zwanghaft doch tust, musst Du mit den Konsequenzen leben.
Also, lauf noch ein paar Runden ... Im Lauf der Zeit wird es besser.
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Re: Der lange Weg...
Schiffchen, es kann doch hier keiner hellsehen. Aber JETZT ist der Zug abgefahren. Was in zwei Jahren ist, weiß keiner.
Nach seinen Äußerungen zu schließen, wollte er die Trennung und dann steht er auch dazu. Vor allem, weil im Hintergrund diese Andere rumwuselt.
Für Dich gilt: er ist weg und Du bist jetzt allein und wirst es auf absehbare Zeit auch bleiben. Und das sollte jetzt auch mal in Deinen Kopf rein, Je öfter Du Dir sagst, dass er weg ist und weg bleibt, desto eher glaubst Du daran.
Verscheuche die Illusionen. Er hatte ja auch seine Gründe zu gehen. Er hatte die Schnauze voll, er wollte das nicht mehr. Und irgendwann ist das Maß voll und er handelt konsequent. Aus Mitleid oder weil er Dich ja wohl immer noch gerne hat, redet er halt dann noch mit Dir.
Und dann passiert das, was immer passiert. Die Hoffnungsmaschine kommt wieder in Gang und Du überlegst Dir, ja vielleicht gibt es ja doch in einigen Wochen oder Monate ein Ex-Back.
Ich glaube daran nicht. Getrennt ist getrennt und meistens ist das auch gut so.
Ich wusste nach seiner Trennung immer, dass er niemals mehr mit mir eine Beziehung führen würde. Und was tat ich? Ich wollte dann eine Art Freundin für ihn sein, ohne Ansprüche, ohne die Möglichkeit ihn zu sehen oder gar zu berühren. Wie das ausging, habe ich oft genug beschrieben. Wie dumm ich war und wie verblendet.
Daher rate ich zur strikten Kontaktsperre. Je mehr Futter man den Gefühlen wieder gibt und dazu zählen auch illusionäre Gedanken wie Ach, vielleicht ja doch, dann sieht er, was er verloren hat und denkt wieder an mich und dann fallen ihm die schönen Zeiten wieder ein uns ähnliches Blabla, mit dem man momentan das Leiden versüßt.
Je mehr Du dem nachgibst, desto länger dauert die Ablösung.
Ganz ehrlich, der lebt jetzt glaube ich ganz gut, denn er hat Dich nicht mehr an der Backe. Er hat sich von dem losgelöst, was ihm nicht mehr gut tat.
Und Du fängst schon wieder an, Deine Träumereien zu füttern.
Es ist Deine Entscheidung, das endlich zu akzeptieren oder Dich weiter diesen Illusionen hinzugeben, die Dein Leiden nur verlängern werden.
Sonnenblume
Nach seinen Äußerungen zu schließen, wollte er die Trennung und dann steht er auch dazu. Vor allem, weil im Hintergrund diese Andere rumwuselt.
Für Dich gilt: er ist weg und Du bist jetzt allein und wirst es auf absehbare Zeit auch bleiben. Und das sollte jetzt auch mal in Deinen Kopf rein, Je öfter Du Dir sagst, dass er weg ist und weg bleibt, desto eher glaubst Du daran.
Verscheuche die Illusionen. Er hatte ja auch seine Gründe zu gehen. Er hatte die Schnauze voll, er wollte das nicht mehr. Und irgendwann ist das Maß voll und er handelt konsequent. Aus Mitleid oder weil er Dich ja wohl immer noch gerne hat, redet er halt dann noch mit Dir.
Und dann passiert das, was immer passiert. Die Hoffnungsmaschine kommt wieder in Gang und Du überlegst Dir, ja vielleicht gibt es ja doch in einigen Wochen oder Monate ein Ex-Back.
Ich glaube daran nicht. Getrennt ist getrennt und meistens ist das auch gut so.
Ich wusste nach seiner Trennung immer, dass er niemals mehr mit mir eine Beziehung führen würde. Und was tat ich? Ich wollte dann eine Art Freundin für ihn sein, ohne Ansprüche, ohne die Möglichkeit ihn zu sehen oder gar zu berühren. Wie das ausging, habe ich oft genug beschrieben. Wie dumm ich war und wie verblendet.
Daher rate ich zur strikten Kontaktsperre. Je mehr Futter man den Gefühlen wieder gibt und dazu zählen auch illusionäre Gedanken wie Ach, vielleicht ja doch, dann sieht er, was er verloren hat und denkt wieder an mich und dann fallen ihm die schönen Zeiten wieder ein uns ähnliches Blabla, mit dem man momentan das Leiden versüßt.
Je mehr Du dem nachgibst, desto länger dauert die Ablösung.
Ganz ehrlich, der lebt jetzt glaube ich ganz gut, denn er hat Dich nicht mehr an der Backe. Er hat sich von dem losgelöst, was ihm nicht mehr gut tat.
Und Du fängst schon wieder an, Deine Träumereien zu füttern.
Es ist Deine Entscheidung, das endlich zu akzeptieren oder Dich weiter diesen Illusionen hinzugeben, die Dein Leiden nur verlängern werden.
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Re: Der lange Weg...
Daran merkst Du, dass Du immer noch sehr auf die Bestätigung von außen angewiesen bist. Und oftmals dient auch die Tatsache, dass man einen Partner hat, zu einem Teil auch der Selbstbestätigung. Schau Dir doch an, was in den Medien vermittelt wird! Neue Lieben bei Promis, die Fernsehwerbungen mit happy family oder mit jugendlichen Singles, die glücklich mit Freunden unterwegs sind und abends selbstredend zu einem Date gehen.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mo 16. Apr 2018, 13:09Jedes Mal, wenn mich die Gefühle überrennen wollen, suche ich Halt in mir selbst und versuche mich in meinem Inneren wider zu lokalisieren und mir die Bestätigung, die mir in dem Moment dann sehr fehlt, selbst zu geben.
Das ist genau das, was sich jeder wünscht und auch dieses ständige Berieseln von optimalen Lebensmodellen trägt dazu bei, dass die traurigen Singles praktisch nie vorkommen. Das schleicht sich dann schon irgendwann ins Unterbewusstsein und verstärkt die desolate eigene Lage, die als unvollständig und unattraktiv empfunden wird.
Kaum ein Single ist dauerhaft glücklich mit dem Zustand, daher ja auch die Flirtplattformen und der ganze Mist und auch daher akzeptiert man selbst den Zustand nicht, obwohl er bei vielen Menschen notgedrungen der Alltag ist.
Genau das kenne ich von mir auch. Ging es mir gut, kamen so Ideen wie die, dass er doch mal in meine Heimatstadt kommen könnte und ich mit ihm mein Lieblingscafé und mein Lieblingslokal gehen könnte und wieder glücklich wäre, einfach weil er da sein würde.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mo 16. Apr 2018, 13:09In sehr guten Phasen ist es leider weiterhin so, dass ich am liebsten bei ihm klingeln möchte und mich entschuldigen möchte und um ein Date bitten möchte.
Ich habe dann jedes Mal gewartet, bis dieser momentane Flow wieder dem Realitätsbewusstsein Platz machte und habe mir gesagt: Warte einfach ab, was Du morgen darüber denkst.
Und jedes Mal war es so, dass ich mir dann sagte, das bringt Dich nicht weiter. Du stachelst nur wieder Deine Sehnsucht an und leidest dafür hinterher um so mehr. Denn kaum ein Verlassender hat hinterher noch ein großes Bedürfnis den Verlassenen zu sehen, sonst hätte er sich ja gar nicht trennen müssen.
Es sind nur Deine Sehnsüchte und auch das Bedürfnis, Eigenwerbung zu betreiben, die Dich dazu verleiten wollen. Es sind aber nicht seine Sehnsüchte und Wünsche und das solltest Du Dir auch klar machen.
Du willst ihm - gerade wenn Du oben auf bist - beweisen, dass Du eine Andere als vorher bist bzw. willst ihm imponieren, weil er ja merken soll, dass es Dir trotz allem sehr gut geht und Du Dein Leben im Griff hast und es gut im Griff hast. Es ist der Wunsch nach Bestätigung, der Dich da antreibt.
Tja, das ist doch logisch. Wer in schlechten Phasen auf den Ex zugeht, der appelliert praktisch an sein Mitleid und das tut keinem gut, weil das normalerweise fast jeder als beschämend empfindet. Dir geht es schlecht wegen der Trennung, ja da willst Du Dich doch nicht noch mehr mit dem Verursacher des Kummers belasten und diesen noch mehr verstärken.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mo 16. Apr 2018, 13:09während ich in den schlechten viel stärker auf Abstand gehe.
Ja, das ist Übungssache und klappt nicht jeden Tag gleich. Aber es ist genau der richtige Weg. Ihm zunicken, heißt: ich habe Dich wahrgenommen und sehe Dich positiv, wenn auch nicht leidfrei.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mo 16. Apr 2018, 13:09Es ist echt anstrengend und eine starke Übungssache, aber sie hat mir heute schon dabei geholfen ihm beim Essen nur freundlich zuzunicken und mich dann wider auf meine Freunde zu konzentrieren (Klar sind Gedanken auch mal rübergewandert, aber das geht schon).
Dann wendest Du Dich Deinen Freunden zu. Heißt für ihn, falls er das überhaupt wahrnimmt (denn er ist im Vorteil, weil er die Trennung wollte), meine Freunde sind mir wichtiger als Du. Ich zolle Dir ein gewisses Quantum an Aufmerksamkeit, aber nur so viel, wie der Anstand es verlangt.
So gehe ich heute noch mit meinem Ex. um. Wenn ich ihm begegne und ein Augenkontakt überhaupt stattfindet, grüßen wir uns, wenn auch nicht sonderlich freundlich. Ansonsten vermeiden wir direkten Kontakt und wenden uns gleich anderen Menschen zu. Beidseitige Info: ich nehme Dich wahr, wenn es sich nicht vermeiden lässt, aber ansonsten habe ich lieber keinen Kontakt mit Dir.
Es hat mir damals lange zu schaffen gemacht, dass er mir genau das ohne Worte mitteilte, denn es kratzte an meinem Ego. Mein Problem, wenn ich nicht gut damit umgehen kann und mir immer noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit gewünscht hätte. Seitdem mir klar geworden ist, warum mich das wurmte, kann ich gut damit umgehen. Es ist allein mein Problem, nicht seines.
Übe weiter und Du wirst eines Tages einen Erfolg in Richtung mehr Gleichmut erzielen.
Auch das ist allein Dein Problem, denn hier spielen ganz stark Eifersucht mit (er hatte Kontakt, aber ich glaube nicht, dass sexuell was gelaufen ist, was Du aber schlichtweg nicht weißt und nicht erfahren wirst) und wieder die Kränkung des Egos. Ich war es nicht wert usw.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mo 16. Apr 2018, 13:09Aber ich versuche echt in Einklang zu kriegen, was ich so von ihm weiß, wie ich ihn einschätzen würde, wie ich ihn kenne etc.pp (was dagegen spricht, dass da etwas lief) und meiner Panik/meinen bisherigen Erfahrungen.
Auch das ist allein Dein Problem.
Ihn fragen, bedeutet klein beigeben und ihm signalisieren, ich denke immer noch dauernd darüber nach und es zwickt und zwackt mich. Damit outest Du Dich als neugierig, ja schlimmer noch, als selbstverletzend. Sag es mir, damit ich es weiß! Denn dann kann ich es einordnen und für mich verarbeiten. Es ist Deine Bedürftigkeit, die da spricht.
Stell Dir vor, er sagt Dir: Ja, da lief was, wir lagen zusammen im Bett, aber es kam nicht zum Äußersten. Das nur mal als Gedankenmodell. Tut Dir weh, denn Du sagst Dir, die Grenze ist schon überschritten worden und da wird wohl noch mehr kommen ...
Oder er sagt: es geht Dich zwar nichts an, aber wenn Du es wissen willst: Ja, da war was! Dann bist Du am Ende.
Oder er sagt: Das ist meine Angelegenheit. Super für Dich, denn d.h. für Dich, er verweigert Dir eine Auskunft auf für Dich wichtige Fragen.
Oder er sagt: da war nie was, nur miteinander reden. Dann sagst Du Dir, ja vielleicht hat er ja doch wieder Interesse an mir. Wie frustrierend dann festzustellen, dass es nicht so ist.
Versuche, Dir die Modelle vorzustellen und auch das, was das in Dir auslöst.
Außerdem: ob mit diesem Mädel was war oder nicht, ob jetzt was ist oder nicht, es geht Dich nichts an!!! Er ist Dir in nichts mehr verpflichtet, also löse dieses Problem für Dich. Auch das braucht Zeit.
Die Begierde, etwas zu wissen ist oft ungleich größer als die Fähigkeit, mit der Wahrheit (sofern Du sie überhaupt erfährst) umzugehen. Manchmal ist es besser, etwas nicht zu wissen.
Ja, ja, aber jeder ist ersetzbar. Irgendwann kommt Jemand, der auch Humor hat und ein angenehmes Wesen und ein gutes Salatdressing zubereiten kann oder Dir eine fantastische Pizza zaubert. Dann ist das Salatdressing auch vergessen!schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mo 16. Apr 2018, 13:09einfach ihn, seinen Humor, seine Art, sein Wesen... sein Salatdressing
Man entwickelt Sehnsucht, weil der Mangel gigantisch ist. Und dann bildet man sich ein und suhlt sich in dem Gefühl, was man alles nicht mehr hat.
Niemals mehr auf seiner Couch zu liegen, niemals mehr in seiner Hängematte auf dem Balkon sanft schaukeln, nie mehr seine Stimme zu hören und ach, die tollen Gespräche, die mir jetzt so fehlen! Und niemals mehr meinen Schmuck in die Steinschale legen und niemals mehr am Frühstückstisch mit ihm sitzen. Er mit seinem Kaffee und ich mit grünem Tee, sich die Zeitung teilen und ab und an was vorlesen. Ach, wenn ich heute so daran denke, dann fehlt mir das immer noch!
Denn jetzt habe ich keine Couch wie er sie hatte und schon gar keine Hängematte und auch keine Steinschale, aber dafür einen Partner, der mir treu ist und denselben Tee wie ich trinkt.
Ja, ich weißt, Du hast derzeit keinen Mann, mit dem Du ein Stück gemeinsames Leben teilen kannst. Aber ganz ehrlich, das wäre in Deiner Lage auch verfrüht und würde nur den Schmerz momentan zudecken. Und damit würdest Du einen Anderen auch für Deine Zwecke ausnützen.
Wo ist denn das Schlechte, von dem Du Dich entfernst? Du glorifizierst ihn ja immer noch, seine Art, sein Wesen, sein Humor. All das war ja so einzigartig und dennoch kannst Du auch ohne es leben. Die Friedhöfe sind voll von angeblich unersetzlichen Menschen und doch geht das Leben weiter.schiffchen92 hat geschrieben: ↑Mo 16. Apr 2018, 13:09Es fühlt sich aber längst nicht so toll an, wie ich dachte, dass es sich anfühlt, wenn man sich von etwas schlechtem entfernt.
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