Alleinerziehend und einsam

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Abschied2019
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Alleinerziehend und einsam

Beitrag von Abschied2019 » Fr 14. Jun 2019, 20:04

Sorry, wenn ich das Portal nutze um mich auszulassen.

Ich habe eine wundervolle 18 Monate alte Tochter die ich über alles liebe. Es gibt aber eins, womit ich nie gerechnet hätte. Diese unendliche Einsamkeit. Ich habe niemanden mit dem ich mich austauschen kann, keiner der einen in den Arm nimmt und sagt "du machst das toll". Ich gehe einem Vollzeitjob nach, danach kümmere ich mich um meine Maus. Wenn diese schläft, dann mache ich den Haushalt oder schlafe erschöpft auf dem Sofa ein.

Meine Freunde haben eine klassische Familie. Ich kann mich maximal am Wochenende treffen doch das geht nicht, weil die klassischen Familien nur Zeit für sich haben.

Mich frustriert das alles so.

Itzuf
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Re: Alleinerziehend und einsam

Beitrag von Itzuf » Fr 14. Jun 2019, 20:59

Warum hast du dich denn gertrennt?

Abschied2019
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Re: Alleinerziehend und einsam

Beitrag von Abschied2019 » Fr 14. Jun 2019, 21:06

So blöd es sich anhört, aber wir sind zu verschieden.

Itzuf
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Re: Alleinerziehend und einsam

Beitrag von Itzuf » Fr 14. Jun 2019, 21:17

Dann musst du damit halt leben. Und das fällt dir ein nachdem ihr eine gemeinsame Tochter in die Welt gesetzt habt. :roll:

Abschied2019
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Re: Alleinerziehend und einsam

Beitrag von Abschied2019 » Fr 14. Jun 2019, 21:37

Manche Dinge werden klarer. Ja das stimmt. Menschen ändern sich und nichts ist für die Ewigkeit.

Insane
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Re: Alleinerziehend und einsam

Beitrag von Insane » Fr 14. Jun 2019, 22:30

Itzuf hat geschrieben:
Fr 14. Jun 2019, 21:17
Dann musst du damit halt leben. Und das fällt dir ein nachdem ihr eine gemeinsame Tochter in die Welt gesetzt habt. :roll:
Das ist wohl nicht das Problem. Sondern dass ihr Leben (Abschied, entschuldige bitte, dass ich gerade kurz über Dich statt mit Dir rede) sich gerade nahezu ausschließlich auf ihre kleine Welt und ihre Tochter beschränkt.
Das ist sicher nicht leicht, klar. Aber es ist gerade lediglich eine Momentaufnahme. Das bleibt nicht so. Und die Veränderungen kommen schneller als Du jetzt denkst.
Demnächst fängt das Mädchen an zu sprechen - zugegeben: Diskussionen über Astrophysik wirst Du etwas zurück stellen müssen.
Schau mal bei den örtlichen Kirchengemeinden nach; oft bieten die Kinderspielgruppen für die Kleinsten an. Dort kriegst Du sicher schnell Kontakt zu anderen Müttern... ok, das verbindende Thema ist natürlich erst mal "mein Kind, dein Kind". Aber nur die ganz Hartgesottenen bleiben ewig an dem Kinder-Thema kleben, das gibt sich.
Spielgruppen, Kindergarten... man hat schon mal einen verbindenden Hingergrund und es es entstehen dadurch recht schnell nette Bekanntschaften oder auch Freundschaften. Das alles mag nicht wie das klingen, was Du wahrscheinlich gerne hättest - die Möglichkeit, Zeit komplett abseits des Kinderthemas zu verbringen - aber es sind Schritte in solch eine Richtung. Und ehe man sich versieht, ist Deine Tochter mal den kompletten Nachmittag bei einer Freundin oder schläft dort sogar mal.

Es wird besser, leichter, das eine oder andere Stück Freiheit zurück zu bekommen. Und in ein paar Jahren wirst Du rückblickend sagen, dass es überraschend schnell ging.
Das ist auch so ein Punkt: Natürlich ist es oft schwer. Natürlich fordert es Dich und Du hättest gerade jetzt gerne mehr Freiheit und mehr Zeit für Freunde. Aber es ist tatsächlich wahr, dass Kinder sehr schnell größer werden. So altklug es klingen mag: Genieß das Jetzt; es kommt tatsächlich nicht wieder.
"Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist." - Oscar Wilde

Bobby41
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Re: Alleinerziehend und einsam

Beitrag von Bobby41 » Sa 15. Jun 2019, 10:14

Das mit den Spielgruppen kann ich bestätigen. Ich hatte als Vater gerade mal 3 Monate Elternzeit, habe aber heute nach 10 Jahren immer noch nette Kontakte zu diesen Eltern und Kindern. Als vollzeitarbeitende Mama hast du sicher wenig Zeit und Energie. Geh aber trotzdem mit deinem Kind unter Leute. Lass dich nicht hängen.
"Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel." – Johann Wolfgang Goethe, Erfinder von Chicken Wings mit Pommes

Abschied2019
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Re: Alleinerziehend und einsam

Beitrag von Abschied2019 » Sa 15. Jun 2019, 17:02

Zugegeben, manchmal habe ich meinen moralischen. Gestern war einer dieser Abende. Es ist schwer sich zu verabreden, wenn man ab 17 Uhr in der Wohnung ist. Der Lohn ist ein sehr ausgeglichenes Kind, die Strafe dafür ist, dass es sich teilweise wie Knast anfühlt. Hinzu kommt, das soviele mit Whatsapp und Co überfordert sind (insbesondere Familie). Die können sich alles Teilen und bekommen keine Antwort hin. Alleinerziehende ob männlich oder weiblich, schaffen es Fragen zu beantworten. Ich frage mich was schief läuft.
In Anbetracht der Tatsache das ich ab 17 Uhr in der Woche eh nicht mehr rauskomme und meine Kleine zeitlich einschläft, bleibt mir die Möglichkeit neben all dem noch einer Selbständigkeit nachzugehen. Habe ich zu viel Power oder erwarte ich zu viel?

Abschied2019
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Re: Alleinerziehend und einsam

Beitrag von Abschied2019 » Sa 15. Jun 2019, 17:13

Ich habe mir ein Freikirche gesucht. Und die Zeit mit meiner Kleinen genieße ich so sehr. Heute waren wir am See. Was mich so traurig macht, ist diese Unzuverlässigkeit der Mitmenschen, ständig ins leere zu schreiben. Sind die Menschen mit ihrem Leben so sehr überfordert?
Wenn ich auch so wäre, dann gäbe es ja keine Kontaktschließungen mehr.

Bobby41
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Re: Alleinerziehend und einsam

Beitrag von Bobby41 » So 16. Jun 2019, 10:59

Ich habe meine Erwartungshaltung was WhatsApp-Reaktionen angeht auch sehr stark zurückgeschraubt. Ich habe Bekannte, die das Handy praktisch kaum aus der Hand legen und mir dennoch kaum antworten. Nicht mal auf einfache ja/nein Fragen. Also für mich ist WhatsApp eine ganz tolle technische Kommunikationsmöglichkeit, die in der Praxis aber immer wieder zu Enttäuschungen führt. Also geb ich da nicht mehr viel drauf. Auf die Leute, die sich da als unkommunikativ herausstellen, allerdings auch nicht..
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