Polyamorie - Burnout - Depression

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Andi0815
Beiträge: 1
Registriert: Mi 15. Mai 2019, 21:04
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Polyamorie - Burnout - Depression

Beitrag von Andi0815 » Mi 15. Mai 2019, 21:11

Schönen guten Abend!

Bevor ich lange rumschreibe, versuche ich in kurzen Sätzen meine Situation zu erklären.

Fakten:

Ich bin 39 Jahre alt
Mit meiner Frau (40 Jahre alt) bin ich seit 17 Jahren glücklich zusammen.
2 Kinder, (6 und 4 Jahre alt).
Polyamores Beziehungskontrukt seit 3,5 Jahren (sexuell aber strikt getrennt)
sie ist auch 39 Jahre alt
alleinerziehend
geht 25Std. arbeiten in der Woche
2 Kinder, (11 und 7 Jahre alt)
eher entscheidungsschwach (objektiv Gesehen)
die beiden Frauen sind sehr sehr enge Freundinnen geworden


Vergangenheit:

ich habe mit meiner Freundin über Jahre sehr viel Kontakt via Telefon und Whatsapp.
Im Laufe des letzten Jahres habe ich sie immer mehr vereinnahmt bzw. geklammert
Ich meinte einen Mangel an Kontakt zu haben
Sie hat ständig um mich gekämpft, beschwichtigt, mich in endlosen Gesprächen versucht wieder von meinen destruktiven Meinungen abzubringen.
Ich bin dann aus anderen Gründen in eine Depression abgerutscht
Während ich stationär in der Klinik war ist ihr bewusst geworden das sie durch mich ein Burnout gerutscht ist.
Da ich dort sicher war, hat sie begonnen sich von mir abzugrenzen um nicht selbst vor die Hunde zu gehen.


Gegenwart:

Sie sagt, sie kann so eine Situation wie sie war nicht noch einmal durchstehen. Sie muss auf sich und ihre Familie schauen. Sie kann nicht mich auch noch tragen. Sie liebt mich, aber will sich nicht mehr auf mich einlassen, sie unterdrückt ihre Gefühle für mich. Sie sagt aber auch nicht eindeutig wie es weitergeht.
D.h. Kontakt ist ca. zweimal am Tag via schreiben an denen wir uns vom Tag erzählen. Gelegentlich telefonieren wir. Ca. ne halbe Stunde. Treffen auch Gelegentlich, aber wir (vor allem sie) sind sehr distanziert zueinander. Bei einer längeren Umarmung mal, meinte sie, das meine große Nähe Beklemmungsgefühle in ihr auslöst. Sie meinte zu meiner Frau, dass da nicht wieder mehr draus wird. Zu mir hat sie nur gesagt, so kann es nicht weitergehen. Sonntag Abend habe ich nun das geschrieben:


Ich 18:43 Uhr
Ich spüre zunehmend, dass mir diese unklare momentane Situation nicht gut tut. Nach Telefonaten mit dir geht es mir zum Beispiel schlechter als vorher. Das kann aber nicht unser Ziel sein! Ich bin mir sicher, die aktuelle Situation ist für dich auch nicht schön. Das stresst dich bestimmt, zumindest unbewusst. Weil du ja weißt das ich neugierig bin welchen Weg es für uns geben kann. Ich möchte nicht, dass du Ausflüchte finden musst um dich nicht mit mir zu treffen. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich eine bestimmte Erwartungshaltung an den Tag lege. Deshalb frage ich dich ob wir einen Schritt zurückgehen und wir beide die nächste Zeit auf Kontakt verzichten können? Ich denke, die Ruhe wird uns helfen, dass wir beide nachspüren können was sich noch gut für dich und mich anfühlt und dass wir uns klar werden was wir zwei eigentlich noch wollen. Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam zu einer Lösung finden die nicht nur einen schlechten Kompromiss für uns beide darstellt. Sondern ein Weg, der für dich und mich genau richtig ist.

Sie 19:01 Uhr
Ich war vermutlich zu egoistisch für diesen Schritt, auch wenn ich den Gedanken schon mal im Kopf hatte. Es tut mir sehr leid, dass es dir nicht gut geht und unser momentaner Kontakt dir eher nicht gut tut! Dein Vorschlag klingt vernünftig. Viel mehr möchte ich dazu grad gar nicht sagen, weil Vernunft manchmal der richtigere Weg ist. Bzw hab ich eigentlich keine Ahnung. Aber du hast vollkommen recht, irgendwas muss anders werden. Weh tun soll es nicht.
Möchtest du später nochmal reden? Am Telefon mein ich? Fühl mich da grad bissl unbeholfen, weil du ja sagst, danach geht's dir oft nicht besser. Aber ist ja möglich, dass du trotzdem das Gefühl hast, nochmal reden wär gut. Nimm es mir bitte nicht übel, wenn sich das für dich doof und total unpassend anfühlt!

Ich 19:07 Uhr
Machen wir uns beide lieber Gedanken um unsere Zukunft. Ohne Stress und Zeitdruck. Ich denke jeglicher Kontakt im Moment führt uns nicht weiter. Ich wünsch dir was.

Sie 19:11 Uhr
Ich bin grad etwas sprachlos. Von Herzen wünsche ich dir alles Gute.


Meine Einschätzung und weiteres vorgehen:

Sie hat einfach Angst, dass ich wieder so werde! Ich möchte versuchen über wenig bis gar nicht schreiben in ihr das Gefühl das ich klammere abzubauen. Ich versuche, dass ich mich positiv vor ihr gebe wenn wir uns sehen. Keinesfalls möchte ich sie unter Druck setzen.


Mein Ziel:

Lockerer Kontakt (Schreiben – Telefonieren – Sehen) (quasi wie jetzt) aber mit einer liebevollen und zugewandten Note, dass sie mir die Gefühle zeigt die sie empfindet.


Für einen Überblick ist das genug. Gerne werde ich etwaige Fragen beantworten. Ich weiß nicht so recht was ich vorab noch schreiben soll.
Wie seht ihr die Situation?

Herzliche Grüße
Andi

Gwen
Beiträge: 946
Registriert: So 4. Dez 2011, 15:03
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Re: Polyamorie - Burnout - Depression

Beitrag von Gwen » Mi 15. Mai 2019, 23:03

Hallo Andi,

soweit ich weiß, ist hier keiner der aktiven Schreiber von dem Thema Polyamorie betroffen. Es wäre vielleicht nützlich, Dein Thema ganzheitlich mit beiden Frauen zu beleuchten. Ich denke nicht, dass wir das hier leisten können.

Daher möchte ich Dich gern an beziehungsdoktor.de verweisen. Dort gibt es im Forum einen geschützten Affärenbereich, wo Du auch dank Moderation vor Beleidigungen sicher bist.

Alles Gute,
Gwen
Manchmal muss man einfach springen und sich auf dem Weg nach unten Flügel wachsen lassen.

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