Wann lasse ich endlich los?

Die Trennung verarbeiten und nach vorne schauen
Starre
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Re: Wann lasse ich endlich los?

Beitrag von Starre » Mo 18. Jul 2016, 10:01

Ihr Lieben,

mal wieder ein kurzes Lebenszeichen von mir. Es ist immer noch alles supi und sieht nicht so aus, als würde sich das irgendwie ändern. Ich hab dem Leben die Türe aufgemacht und es kam überraschend schnell einfach hereinspaziert. Ich schwimme im Moment auf einer Welle der Dankbarkeit u wünschte Euch allen, dass auch bei Euch die Zeit reif ist, für so ein Glück.
Ich kann nur eines sagen: lebt. Tut die Dinge, die ihr gerne tut - ohne Hintergedanken - einfach nur für Euch. Auch wenn das bedeutet, dass man mal die Komfortzone verlassen muss, die alten Trampelpfade...die vermeintliche Sicherheit. Es kostet manchmal Überwindung. Ängste halten uns zurück. Aber damit versperrt man sich so viel.

Ich will jetzt nicht sagen, dass dann jeder gleich das Glück hat, dass einem dann sofort jemand Neues begegnet...mir ist bewusst, dass es da jemand sehr gut mit mir gemeint hat...aber ich glaube ganz fest daran, dass es nur so überhaupt irgendwann passieren kann. Vertrauen in einen wie immer gearteten Gott oder wie man das nennen mag, hat mir dabei auch geholfen. Das aber ist natürlich sehr individuell. Und hat nicht unbedingt etwas mit dem Erfolg zu tun...erleichtert einem die Sache irgendwie nur, weil man sich nicht so allein fühlt, auf dem Weg u es einen motiviert, dran zu bleiben, wenn es mal wieder den Anschein macht, als bringe das eh nichts u dass gerade einfach alles gegen einen ist.

Ich kann es Euch allen nur wünschen. Kurz vor dem Urlaub hatte ich für mich beschlossen, dass ich einfach keinen Bock mehr auf dieses Leben hatte u mir gesagt, wenn ich in diesem Flieger sitze, wird alles gut und fange an zu leben...keine Lust mehr Zeit zu verschwenden, keine Lust mehr, Schmerzen zu haben... Und irgendwie hat's geklappt.

Ganz liebe Grüße an alle! Haltet durch und kommt aus dem Quark. Ich weiß, wie es ist.

Starre
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Re: Wann lasse ich endlich los?

Beitrag von Starre » Do 21. Jul 2016, 07:52

Danke Euch!!! :)

Sonnenblume10
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Re: Wann lasse ich endlich los?

Beitrag von Sonnenblume10 » Do 21. Jul 2016, 08:42

Danke für die sehr positive Rückmeldung, liebe Starre. Jetzt könntest Du Dir einen anderen Namen zulegen, denn "Starre" (=Blockade, =Eingefrorensein) passt nicht mehr.
Es ist schön, wenn Jemand sich hier auch mit erfreulichen Neuerungen meldet, denn die meisten verschwinden in der Versenkung.

Freu Dich Deines Lebens und genieß es einfach!

Sonnenblume

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Re: Wann lasse ich endlich los?

Beitrag von Starre » Mi 24. Aug 2016, 08:29

Hallo zusammen...

Ja. Meinen Namen könnte ich ändern...aber die Geschichte hier hatte viel damit zu tun, in einer Starre zu hängen und außerdem sollt ihr mich ja wieder erkennen :)

Ja...was soll ich sagen. Alles gut. Fernbeziehung ist jetzt nicht so meines, wie ich gerade feststellen muss, aber für uns beide ist klar, dass Trennung deshalb keine Option ist. Und so machen wir eben das Beste daraus, bis es uns möglich ist, diesen Umstand zu ändern. Aktuell läuft es wohl Ca noch auf ein, eineinhalb Jahre raus. Ich Versuch mich da jetzt auch nicht weiter reinzusteigern.

Letzte Woche hatten wir die erste "Krise". Und da habe ich gemerkt, dass ich doch noch ganz schön viele Wunden Punkte habe u auch meine alten Muster in der neuen Beziehung ab und an durchkommen. Gott sei dank bin ich mittlerweile reifer und ich gehe völlig anders damit um. Belasse das Thema bei mir und bearbeite es selbst. Das entspannt die Behiehung extrem. Nicht immer leicht...hatte ganz schöne Angst...aber nach zwei Tagen hatte ich mich wieder auf Kurs :)

Das hat mir gezeigt, dass ich es etwas vernachlässigt hatte, bei mir zu bleiben, zu meditieren, etc. Einfach weil es mir so gut geht, dass man denkt, das braucht man nicht mehr bzw. man vergisst es. Again what learned: auch in einer neuen Beziehung oder wenn es einem besser geht, darf man nicht damit aufhören, sich Gutes zu tun, seine Bedürfnisse zu erspüren und bei sich zu bleiben. Das ist essentiell. Und deshalb werde ich jetzt gleich nochmal meditieren :)

Ich bin nachwievor so dankbar und glücklich darüber, wie das alles gekommen ist :)

Achja...zu meiner Ex hatte ich auch Kontakt. Für mich alles gut - für sie keine Ahnung. Ich glaube, sie traut dem Frieden noch nicht :)

Ich hoffe, es geht euch allen halbwegs gut!

Alles Liebe,
Ex-Starre

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Re: Wann lasse ich endlich los?

Beitrag von Sonnenblume10 » Mi 24. Aug 2016, 16:07

Starre hat geschrieben:Achja...zu meiner Ex hatte ich auch Kontakt. Für mich alles gut - für sie keine Ahnung. Ich glaube, sie traut dem Frieden noch nicht
Was meinst Du damit?

Das Wichtigste aber ist, dass es für Dich gut geht. Wie es Deiner Ex. geht, kann Dir ja egal sein. Der Weg hatte sich gekreuzt, man verbrachte teils schöne, teils schwierige Zeiten miteinander und die Wege haben sich wieder getrennt und verlaufen in neuen Bahnen.
Das ist schön für Dich und achte immer darauf: Nur wenn es Dir gut geht, kann es auch einem anderen mit Dir gut gehen!

LG
Sonnenblume

Starre
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Re: Wann lasse ich endlich los?

Beitrag von Starre » Mo 21. Aug 2017, 13:16

UPDATE:

Hallo ihr lieben...

nun also von mir mal wieder eine Rückmeldung - leider meist dann, wenn irgendetwas nicht so gut läuft - aber so ist das eben. Dann brauchen wir hier uns :)

Im Moment bin ich sehr traurig. Traurig darüber, dass meine Gefühle zu meiner neuen Freundin nicht mehr die gleichen sind. Es entwickelt sich leider wieder genauso wie mit meiner Ex-Freundin.
Kurzes Re-Fresh: mit meiner Ex-Freundin war ich 4 Jahre zusammen. Nach ca einem halben Jahr hatte ich Anflüge von "Gefühllosigkeit". Dies hat uns damals sehr zu schaffen gemacht. Beiden. Aber natürlich auch vor allem meiner damaligen Freundin. Nach wirklich 2 schwierigen Jahren, hatte sie damals beschlossen, sich zu trennen, weil dieses auf u ab einfach nicht mehr für sie ging. Dann hat sich bei mir alles gedreht. Ich konnte plötzlich wieder alle Liebe für sie spüren und wollte sie nicht verlieren. So ging es dann nochmal 2 Jahre. Am Ende konnte sie einfach nicht mehr und hat mich - verständlicherweise - verlassen. Für mich aus heutiger Sicht, die einzig erwachsene Lösung.

Nachdem ich nun also mit meiner jetzigen Freundin 1 Jahr zusammen bin, tut sich die "Gefühllosigkeit" auch schon wieder eine Weile immer wieder auf. Seit ca 2 Monaten ist dies aber immer mehr ein Dauerzustand. Nachdem es mir damit auch sehr schlecht geht, habe ich das Bindungsangstbuch "Vom Jein zum Ja" durchgearbeitet und viel gelernt. Lt diesem Buch ist es sehr wahrscheinlich, dass ich hier ein Defizit habe. Zuerst war ich sehr optimistisch, dass ich hier dran arbeiten könnte und sich die Beziehung dadurch wieder bessert. Leider stellt sich das aber als sehr schwierig heraus... Auch wenn ich weiß, dass die Ursache für meine Nicht-Gefühle eigentlich nur eine Angst ist und es nicht bedeutet, dass meine Freundin nicht die richtige ist, ist es schwierig diese Nicht-Gefühle zu ignorieren. Wie soll ich denn ein Partner auf Augenhöhe sein, wenn sie gerade definitiv mehr empfindet als ich.

Über Erfahrungen oder Gedanken dazu freue ich mich....

Starre.

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Re: Wann lasse ich endlich los?

Beitrag von Sonnenblume10 » Mo 21. Aug 2017, 15:19

Wenn Du unter Beziehungsängsten leidest und die Symptome sprechen dafür, kannst Du meiner Erfahrung nach nicht viel machen. Die Ängste verschwinden nicht, indem man Bücher liest und das Gelesene auf das eigene Leben überträgt, denn sie sind seit langer Zeit in Deiner Psyche eingepflanzt.
Das heißt nicht, dass Du keine Beziehung leben kannst. Es bedeutet aber, dass Du gewissen Defizite verspüren wirst. Möglicherweise ist die Beziehung nicht so tief und fühlt sich nicht so nah an, wie Du es gerne hättest. Dann bleibt Dir nur, das als gegeben hinzunehmen.
Zudem ist nach einem Jahr Beziehung der erste Lack immer ab und beide sehen den Partner jetzt nüchterner und realistischer.
Und was heißt fühllos? Du empfindest sicher liebevolle Gefühle für sie, findest sie aber nicht, weil sie überdeckt sind und sich in dieser Fühllosigkeit äußern.
Wenn beide wissen, dass es so ist, kann man damit leben.

Du wirst wahrscheinlich durchaus eine tiefe Sehnsucht nach großer Nähe, nach inniger Verschmelzung verspüren, aber wenn Du das alles haben kannst, macht Dir Dein Unterbewusstsein einen Strich durch die Rechnung. In der Zeit der ersten Verliebtheit ist das meist nicht spürbar, aber wenn eine Beziehung länger dauert, kommen diese Dinge auf den Tisch.
Sprich mit Deiner Freundin darüber, versuche ihr zu erklären, dass es bei Dir so ist und dass Du das nicht steuern kannst, obwohl Du gerne mit ihr zusammen sein möchtest. Entweder sie stellt sich darauf ein und akzeptiert es als gegeben oder sie fängt an, darunter zu leiden.
Dann bleibt tatsächlich oft nur die Trennung.
Du brauchst eine Partnerin, die weiß, wie sich Bindungsängste äußern und die so tough ist zu akzeptieren, dass Deine Gefühllosigkeit nicht mit mangelnder Zuneigung zu tun hat.

Es ist schwer, das hinzunehmen, aber letztendlich die einzige Lösung. Akzeptanz dessen, was ist und damit zu leben. Wenn Du ein lahmes Bein hättest, würdest Du das auch als gegeben hinnehmen und das Beste daraus machen. Du würdest lernen damit umzugehen und die Einschränkungen zu akzeptieren.
Mit Bindungsangst ist es nicht anders. Sie ist da, sie ist nicht heilbar und sie verschwindet nicht einfach so mit einem neuen Partner. Aber man kann mit ihr leben und dennoch die positiven Seiten einer Beziehung sehen und sich darüber freuen.
Überzogene Selbstansprüche daran, in einer engen Bindung klaglos zu akzeptieren und die Gefühle ständig auf einem hohen Level zu halten, sind nur hinderlich.

Ich kenne diese Gefühle auch, ich bin auch eine von der Sorte. Ich lebe damit und gräme mich nicht darüber. Ich habe eine Beziehung, weiß aber, dass meine eigentlichen Sehnsüchte sich niemals erfüllen werden, weil ich es, wenn es darauf ankommt, nicht kann.
Was Bindungen anbelangt, backe ich sozusagen "kleinere Brötchen", denn das große Brot kann ich nicht vertragen und ertragen, weil mein Unterbewusstsein dagegen ist.

Sonnenblume

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Re: Wann lasse ich endlich los?

Beitrag von Starre » Mo 21. Aug 2017, 15:41

Liebe Sonnenblume,

vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ich gestehe, dass ich mich schwer tue, diesen Zustand einfach zu akzeptieren...auf der anderen Seite birgt dieser Gedanke auch eine gewisse Freiheit.

In den Phasen der Gefühllosigkeit ist es eben so, dass ich nicht sagen kann, ob da unten drunter noch welche sind und ich sie nur nicht spüren kann. Das ist ja das blöde... Ich vermute es. Aus Erfahrung. Denn in meiner Ex-Beziehung kamen diese auch immer mal wieder zum Vorschein - am Ende war ich dann ja diejenige die unter der Trennung erheblich gelitten hat. Aber während dieser Phasen war ich sicher, ich liebe sie nicht mehr.

Ja - es wäre schön, eine Partnerin zu haben, die hier selbstbewusst genug ist, dies zu tragen. Aber das ist wahrlich schwierig. Man verlangt da wirklich einiges. Und auch Menschen, die denken, stark genug zu sein, sind damit nach einiger Zeit - verständlicherweise - nicht glücklich.

Dein letzter Absatz zeigt mir gut, wie Du damit umgehst... Ein interessanter Ansatz. Ich werde das mal wirken lassen...

Starre.

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Re: Wann lasse ich endlich los?

Beitrag von Sonnenblume10 » Mo 21. Aug 2017, 17:31

Starre hat geschrieben:
Mo 21. Aug 2017, 15:41
Man verlangt da wirklich einiges.
Das ist nicht zu leugnen und es braucht einen selbstbewussten Partner, der begreift, dass Du nicht böswillig handelst, sie nicht mehr magst, sondern dass jetzt wieder mal eine Phase ist, in der Du auf innerlichem Rückzug bist, der - so nehme ich an - mit Fühllosigkeit einhergeht. Der Partner muss verstehen, dass das alles nicht unmittelbar mit ihm, seinem Sein und Tun und Wesen zu tun hat, sondern ausschließlich mit Dir selbst.

Wenn mir Jemand hinterher gelaufen ist, seine Zuneigung gezeigt hat, verschwand ich meist in der Versenkung. Ich hatte keine Zeit, habe nicht mehr angerufen, nicht abgehoben und dem anderen durch passive Verweigerung signalisiert, dass mein Interesse komplett erloschen ist. Gesetzmäßig dann, wenn ich merkte, dass der Andere auf mich anspringt. Dann stellte sich bei mir Interesselosigkeit, Verweigerungshaltung ein. Das war wie ein Automatismus und ich habe lange gebraucht, das als wiederkehrendes Muster in meinem Leben zu erkennen.

Umgedreht lief ich zum Langstreckenläufer auf, der unermüdlich seine Runden dreht, über Hindernisse und Wassergräben springt und endlich sein Ziel erreichen will. Das Objekt der Begierde, das sich zwar anfangs wunderbar anfühlte, dann aber oft selbst abtrünnig wurde und mir mit einer Reduktion des Interesses begegnete. Jetzt aber erst recht, jetzt startete ich erst richtig durch, wenn der Partner auf Rückzug war. Auch das ein Muster von mir.

Je nach potentiellem Partner wurde ich zum aktiven Bindungsvermeider oder zum passiven und leidenden, der sich abmüht und einfach nicht begreifen will, dass mehr beim Partner nicht geht.
Motto: Lauf mir davon und ich laufe Dir hinterher.
Umgekehrt funktioniert es auch: Lauf Du mir hinterher und ich renne weg, so schnell ich kann.
Und dazwischen gab es nicht viel.

Mein letzter aktiver Bindungsvermeider ließ mich auflaufen und hielt mich kategorisch aus seinem Leben draußen. Ich wurde zur opferbereiten und alles hinnehmenden Partnerin, was leicht ging, weil mein Unterbewusstsein immer wusste, dass es eh nicht halten kann. Unterbewusstsein war zufrieden und dass ich mich auf der bewussten Ebene abmühte und trauerte, war ihm egal.
Dieser Ex. sagte mehr als einmal: es hat nichts mit Dir zu tun!
Ich verstand es damals nicht, weil es mir weh tat. Aber es war so. Hätte ich besser begriffen, wie er tickt und funktioniert oder auch nicht, hätte ich mich mehr abgrenzen können und wäre besser damit klar gekommen.
Denn es hatte nicht viel mit mir zu tun, aber Klammeräffchen werden eben schnell lästig und obendrein unattraktiv.
Starre hat geschrieben:
Mo 21. Aug 2017, 15:41
am Ende war ich dann ja diejenige die unter der Trennung erheblich gelitten hat. Aber während dieser Phasen war ich sicher, ich liebe sie nicht mehr.
Wenn der Partner weg ist, schwallen die Gefühle wieder verstärkt auf. Ginge sie einige Zeit konsequent auf Rückzug, würdest Du andackeln und Dir sicher sein, dass Du noch viele Gefühle für sie hast.
Wenn Du sie sicher hast und sie eher der klammernde Typ ist, wehrt sich Dein U-Bewusstsein mit Abgrenzung. Und Fühllosigkeit ist nichts anderes als Abgrenzung. Du baust innerlich Zäune auf, die nicht sein müssten.
Diesen Spagat auszuhalten und zu leben ist nicht leicht. Gar nicht. Die Konsequenz aus all dem wäre im Grund genommen, ganz auf enge Bindungen zu verzichten. Aber das wiederum kollidiert mit den inneren Sehnsüchten.
Bindungsvermeider haben große Sehnsüchte in sich, weil sie meist zu wenig Liebe erfahren haben und alles, was mit Liebe zu tun hat, als schwierig empfunden wird. Daher kommen die Ängste, die sich dann je nach Typ und Situation unterschiedlich äußern. Meist war schon die erste Beziehung, nämlich die im Elternhaus, von Ängsten und Unsicherheit geprägt, die sich dann tief im Unterbewusstsein eingraben und von dort ihre Wirkung tun.

Ich habe kein Mittel dagegen gefunden, außer dem Begreifen, was da wohl in mir abläuft und der Akzeptanz, dass dagegen kein Kraut gewachsen ist. Eine Therapie mache ich nicht, das ist mir zu mühsam und auch die Erfolgsquote ist laut einem Psychotherapeuten, mit dem ich darüber sprach, nicht sehr hoch.

Es ist wie eine chronische Krankheit. Finde Mittelchen, um mit den Symptomen zu leben und nimm hin, dass die Ursache Jahre oder Jahrzehnte später nicht mehr zu heilen ist.
Nicht sehr erfreulich, ich weiß ...

Sonnenblume

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Re: Wann lasse ich endlich los?

Beitrag von Starre » Di 22. Aug 2017, 13:31

Liebe Sonnenblume,

danke für Deine lange Antwort.

Ich gebe zu, dass ich mich aktuell damit noch nicht abfinden kann. Ich weiß um die Schwierigkeit, diese alten "Überlebensstrategien" loszuwerden...aber im Moment möchte ich einfach noch hoffen, dass ich mir selbst lerne, dass das Erlebte in der Kindheit jetzt nicht mehr gilt und ich ein schönes, vertrauensvolles Leben leben darf. Akzeptanz gehört dazu trotzdem. Mit Druck werde ich hier nichts erreichen... Aber ich möchte noch nicht glauben, dass es mir anders nicht möglich ist.

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