Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Die Trennung verarbeiten und nach vorne schauen
Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » So 28. Feb 2016, 17:15

Meditation werde ich morgen ausprobieren, Starre, danke sehr!

Und Caia, das mit dem roten Teppich klingt super, vielleicht gelingt mir das Zulassen besser wenn ich mir die Gefühl als Gestalt vorstelle, die ich begrüße. :)
DANKE euch beiden!
Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, aber die Bedeutung, die wir ihnen geben.

Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » Mo 29. Feb 2016, 10:06

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
es ist ok wenn du fällst
auch wenn alles zerbricht
geht es weiter für dich

Hey, sei nicht so hart zu dir selbst
auch wenn dich gar nichts mehr hält
du brauchst nur weiter zu geh'n
komm nicht auf Scherben zum steh'n.


Dieses Lied kommt grade irgendwie jeden Morgen im Radio. Und jeden Morgen spricht es mir erneut aus der Seele.

Tag 9 (?)
Irgendwas hat sich am Wochenende bei mir verändert. Ich war vergangene Woche deutlich stärker und besser drauf. Jetzt lenkt mich grade nichtmal mehr die Arbeit ab :evil: obwohl nichts in Bezug auf meinen Ex passiert ist. Naja wenn wir ehrlich sind kann auch nichts mehr passieren :lol: das Schlimmste ist ja schon eingetreten :?
Ich hab mich am Wochenende richtig alleine gefühlt. Keiner hatte Zeit. Ich fühl mich grade richtig leer, als wäre es nicht mein Leben, sondern ein Film, in dem ich gefangen bin. Ich fühle mich grade auch nicht mehr in meiner Heimat oder in meinem Zuhause wohl. Kennt ihr das Gefühl? ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll. Nehme schon Globulis und Schüssler Salze, die helfen sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die depressive Stimmung aufhellen.

Die Woche habe ich schon recht durchgeplant, sodass ich nach der Arbeit immer beschäftigt bin. Heute muss ich putzen (habe ich gestern natürlich nicht mehr gemacht), morgen habe ich Yoga, Mittwoch treffe ich mich mit einem zum Sushi essen und habe dann Sport, Donnerstag besuche ich eine Freundin. Und dann geht das Wochenende wieder los :? Normalerweise ist jetzt wieder meine Lieblingsveranstaltung in der Bar am Samstag, aber da kann ich ja nicht mehr hin und diese Tatsache macht mich echt unendlich traurig!! Was soll ich denn am Wochenende noch machen?! Immer zuhause sitzen wenn meine Freunde dorthin gehen? Nur wegen meinem Ex?! :oops: Das ist echt noch eine Frage, die ich mir selbst beantworten muss: Ob ich mich in Zukunft wirklich wegen ihm so einschränken will.

Wie seid ihr denn mit "gemeinsamen Orten" umgegangen? Habt ihr soetwas wie "Schocktherapie" betrieben und habt euch der Angst gestellt und seid trotzdem gegangen?

LG Simsa :)
Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, aber die Bedeutung, die wir ihnen geben.

angefahrenesreh
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von angefahrenesreh » Mo 29. Feb 2016, 11:09

Hey,

ich denke du solltest gemeinsame Orte wie die bar weiter meiden. Es tut dir zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht gut.
Hast du gar keinen andere/n Freund/in die an einem WE auch mal woanders hingeht ? zu dir kommt ? DVD Abend ein Sekt dazu oder ähnliches ?

Auch wenn im Umkreis bei Euch nicht viel geboten wird sollte man sich dennoch am WE die ZEit vertreiben können. Und Deine Freunde können vielleicht auch mal ein WE auf die bar verzichten ?
„Manche Liebesgeschichten sind keine epischen Romane. Manche sind Kurzgeschichten. Aber deswegen sind sie nicht weniger erfüllt mit Liebe.“

Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » Mo 29. Feb 2016, 12:07

Oh menno, jetzt habe ich geantwortet und jetzt ist alles weg :twisted: also nochmal :mrgreen:

Es gibt noch eine Alternative zum weggehen, der Club ist allerdings relativ teuer und das Publikum etwas komisch, aber der Barkeeper ist echt hot und gibt mir -wenn ich mal da bin- auch immer was aus. Ich kenne den noch vom Gymnasium, aber irgendwie haben wir nie geredet, ich kriege nur die Getränke umsonst. :lol: Die Bar, von der ich immer rede, war einfach meine 2. Heimat, ich kenne dort auch fast jeden der Angestellten und bin einfach so gern dort hin. Jetzt zucke ich bei dem Namen schon zusammen. Klar kann ich sie jetzt erstmal meiden, aber auf Dauer ist verstecken ja auch keine Lösung oder? Schließlich lebe ich eben auch hier und nicht nur mein Ex. Er muss ja keine Rücksicht nehmen, ihm tut es ja nicht weh.

Zurzeit geht einfach nichts zusammen. Viele Freundinnen haben Partner und sind am Wochenende oft unterwegs, weil sie oder die Partner woanders studieren. Meine beste Freundin ist grade noch 1,5 Wochen in Thailand mit ihrem Cousin. Und irgendwie hat grade einfach niemand Zeit, daher fühle ich mich noch einsamer als eh schon. Ich hoffe, das wird wieder besser.
habe mir überlegt mal im Tierheim anzufragen, ob sie am Wochenende ehrenamtliche Unterstützung brauchen.
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Sonnenblume10 » Mo 29. Feb 2016, 12:09

Simsalabim hat geschrieben:Wie seid ihr denn mit "gemeinsamen Orten" umgegangen? Habt ihr soetwas wie "Schocktherapie" betrieben und habt euch der Angst gestellt und seid trotzdem gegangen?
Die Frage hat sich bei mir aufgrund der Fernbeziehung nicht gestellt, aber ich hätte es nicht gekonnt, Orte aufzusuchen, wo ich ihm zwangsläufig begegnen würde.
Ich denke, wenn man noch in der akuten Schmerzphase ist und das bist Du, ist jede Begegnung kontraproduktiv, denn sie verlängert das Leiden nur. Man nimmt sich vor, er berührt mich nicht, wir sind getrennt usw., aber das ist der Verstand, der das spricht. Und was passiert? Die Gefühle mischen sich wieder ein und jammern und heulen. Man taxiert den Ex. heimlich, man schaut, ob die neue Freundin auch da ist und - zack!!! - reißt das dünne Häutchen, das sich über der Wunde gebildet hat, wieder. Permanente Selbstverletzung!

Ich denke, es wäre einige Zeit wirklich besser, diese Bar zu meiden. Es sei denn, Du sagst Dir, ich trainiere es, mich nicht von ihm berühren zu lassen. Aber funktioniert das? Wenn, dann keine überflüssigen Blicke auf ihn richten, eher so damit umgehen, als ob er nicht da wäre. Wende ihm den Rücken zu, dann ist die Versuchung nicht so groß, immer wieder hinzuschauen und konzentriere Dich ganz auf Deine Freunde. Das allerdings setzt schon eine gewisse Härte voraus.
Wie wäre es, mal die Lokalitäten im Nachbarort zu erkunden? Solange, bis Du einigermaßen über den Berg bist.

Sonnenblume

angefahrenesreh
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von angefahrenesreh » Mo 29. Feb 2016, 12:46

Simsalabim hat geschrieben:habe mir überlegt mal im Tierheim anzufragen, ob sie am Wochenende ehrenamtliche Unterstützung brauchen.
Dieser Gedanke kam mir vor ein paar Jahren schonmal.
Das sie nicht angefangen haben zu lachen war auch alles (Andrang inKöln scheint wohl große (gewesen) zu sein)

Aber verstehe was du fühlst, man verliert bei einer Trennung oft mehr als den Partner, freunde, Familie, oder eben auch eine Bar.

Man fühlt sich dadurch noch einsamer. Aber man muss sich dann neu orientieren. Einen neuen Laden finden, vielleicht ein paar neue Kontakte knüpfen usw.

Irgendwann wirst du acuh wieder in die Bar gehen können ohne dass es dir was ausmacht. Aber das wird bestimmt noch was dauern.
Vielleicht planst du mit deiner besten Freundin einen schöndes Mädels we wenn sie wieder da ist.
Vielleicht mit sekt beauty etc zu hause ? oder in die andere bar ? oder in eine andere stadt ? ein kleiner roadtrip ?

:D
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Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » Mo 29. Feb 2016, 16:29

angefahrenesreh hat geschrieben:Irgendwann wirst du acuh wieder in die Bar gehen können ohne dass es dir was ausmacht.
Auf diesen Moment freue ich mich. Dass ich wieder unbeschwert lebe und tue wozu ich Lust habe, ohne diese Angst ihn zu sehen :)

So, für das Wochenende habe ich jetzt auch was ausgemacht: Samstag Abend gehe ich mit einer Freundin und deren Kolleginnen in diesen teuren Club, von dem ich vorhin geschrieben habe. Da freue ich mich jetzt schon drauf :) Neuorientierung kann beginnen.

Grade bin ich guter Dinge, hoffe das hält mal etwas an.
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » Di 1. Mär 2016, 11:20

Tag 10

Hallo ihr Lieben,
heute bin ich das erste mal OHNE HERZRASEN aufgewacht. Juhu :D Homöopathische Mittelchen sei Dank. Fühle mich heute auch besser als die letzten Tage. Eine echte Achterbahnfahrt ist das. Beim Autofahren drehen meine Gedanken leider immer am Rad. Da schaff ich es einfach nicht abzustellen, außer ich höre Nachrichten. Mir geht es heute also insgesam recht gut. Heute Abend habe ich noch Yoga. ohmmmm :D

Dennoch habe ich den Wunsch in mir, dass er mit der Neuen nicht lange zusammen ist, dass ihre Beziehung den Alltag hier zurück in Deutschland nicht überlebt. Was ist das? Hoffnung? Aber Hoffnung auf was? Für uns gibt es kein zurück, das weiß ich ja, auch wenn er mit ihr scheitert wird er nicht zurückkommen. Klar wünsche ich mir, dass alles wieder gut wird, aber ich würde das stark von der Hoffnung unterscheiden, die ich die letzten Monate hatte. Und auch der Wunsch ist so unrealistisch wie Schnee in der Sahara. Also irgendwie ist mein Körper schon komisch :roll: Das nur mal so am Rande :lol:

LG Simsa
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Sonnenblume10 » Di 1. Mär 2016, 12:12

Liebe Simsa,

ich kann sehr gut nachvollziehen, wie Dir zumute ist. Er hat eine neue Beziehung und das schmerzt. War bei mir damals auch so. Und ich wünschte ihm auch alles Schlechte dafür und obendrein, dass er auf der Fahrt zu ihr verunglücken würde - am liebsten tödlich, aber schwerverletzt wäre auch gegangen.

Ich schrieb dann Mails, die ich aber nie abschickte. Sie waren voller Hass und voll schlechter Wünsche. Und selbstverständlich würde auch diese Beziehung nicht halten, denn ein Bindungsphobiker kann keine Beziehung auf Dauer führen.

Das dauerte einige Wochen, aber irgendwann klärte sich etwas. In Richtung Akzeptanz. Er hat eine Neue und ich glaube zwar nicht, dass er diese Beziehung wird halten können, ABER: ich kann nichts daran ändern und es geht mich nichts an.

Du bist noch in der Phase, in der Du die Tage zählst. Jetzt ist erst Tag 10. Spätestens nach Tag 100 (falls Du dann überhaupt noch zählst), wird das nicht mehr relevant sein.

Was will ich Dir damit sagen: Hab Geduld mit Deinen wechselnden Stimmungen. Akzeptiere, dass Du wütend und enttäuscht bist und ihm ein Scheitern der Beziehung wünschst. Das ist völlig normal in Deiner Lage.
Und bis sich was ändert bei Dir, wirst Du noch einige Tage zählen müssen. Aber irgendwann hörst Du auf zu zählen. Irgendwann stellst Du fest, dass Du mal ganze zwei Stunden nicht an ihn gedacht hast, dann einen halben Tag und dann auf einmal einen ganzen. Dann weißt Du, dass ab da das Loslassen immer leichter wird, denn des schwerste (die Anfangszeit) hast Du bereits hinter Dir.

Ich habe nie erfahren, ob seine neue Beziehung gehalten hat. Aber irgendwann sah ich mal so was wie einen Ehering am rechten Ringfinger. Ich dachte mich tritt ein Pferd. Und fast musste ich lachen: DER und heiraten!
Der Ring ist lange verschwunden. Ob er damals geheiratet hat oder nicht, habe ich nie erfahren. Ob es diese Frau noch gibt in seinem Leben, weiß ich nicht. Es gibt viele Dinge, die ich nicht mehr weiß und nicht mehr wissen will. Es interessiert mich einfach nicht mehr, wie er lebt und ob er glücklich oder unglücklich ist. Ich wünsche ihm nichts Schlechtes mehr (aber auch nichts Gutes). Meine Haltung ihm gegenüber ist neutral und desinteressiert.
So ändern sich die Zeiten.

Das wird schon, Du bist auf einem guten Weg. Und ich finde es in Deiner Lage auch ganz in Ordnung, dass Du ihm ein Scheitern der neuen Beziehung wünschst, auch wenn ein Ex-Back ausgeschlossen ist. Die Haltung dahinter: wenn ich ihn verloren habe, soll auch keine Andere ihn halten können.

Und immer schön dran bleiben: schau auf Dein Leben und fokussiere Dich auf die Dinge, die bei Dir gut laufen! Das ist wichtiger als das, was zwischen ihm und der Österreicherin abläuft, denn darauf hast Du keinen Einfluss.

Sonnenblume

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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH

Beitrag von Simsalabim » Di 1. Mär 2016, 15:49

Sonnenblume10 hat geschrieben:Das dauerte einige Wochen, aber irgendwann klärte sich etwas.
Ja, ich glaube ich bin einfach zu wenig geduldig mit mir und der Situation. Ich habe immer diesen Zeitfaktor vor Augen, der mir Angst macht: "Schon 8 Monate vorbei, du musst längst wieder du selbst sein." Von dem Gedanken muss ich weg. Manchmal spielt Zeit wohl keine so große Rolle. Aber leichter gesagt als getan.

Ich habe einfach so die Schnauze voll (sorry :D ) zu leiden, traurig zu sein, mir Gedanken zu machen. Es nervt mich einfach. Ich will wieder ich selbst sein, gleichzeitig wünsche ich mir mein Leben mit ihm zurück. Bzw auch nacheinander wäre das in Ordnung: erst wieder ich selbst werden, dann ihn zurückbekommen :D aber das geht nunmal nicht und das habe ich begriffen. Hoffe mein Herz versteht das auch noch eines Tages. Vorallem, ganz wichtig: Dass es ihn nichtmehr als Traummann, als das Non-plus-ultra ansieht, ich denke, das ist gerade mein größtes Problem beim Loslassen, dass er in meinen Augen für mich der tollste Partner war.

oh, jetzt kommt ihr tatsächlich mal die Sonne raus, wie schön :) Hier hat es vergangene Nacht richtig geschneit.
Morgen mittag bin ich mit einem männlichen Wesen zum Sushi essen verabredet. Abends sport. :)

LG
Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, aber die Bedeutung, die wir ihnen geben.

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