aber eigentlich sollte man dabei ja runterkommen. Ich hab so viel nachgedacht wie heute den ganzen Tag nicht!!
Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
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Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
So, das erste mal Yoga hab ich hinter mir. Hab nen Hund, ne Heuschrecke und ne Cobra gemacht
aber eigentlich sollte man dabei ja runterkommen. Ich hab so viel nachgedacht wie heute den ganzen Tag nicht!!
während den Übungen zwar nicht aber bei der Entspannung am Schluss. Die Neue vom Ex macht auch Yoga und hats mega drauf mit Spagat etc. und das Yoga hat mich ständig an diese Nuss erinnert, ich hätte durchdrehen können
und auch beim entspannen musste ich ständig an die beiden denken anstatt einfach mal abzuschalten. Was is los mit mir?! 
aber eigentlich sollte man dabei ja runterkommen. Ich hab so viel nachgedacht wie heute den ganzen Tag nicht!!
Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, aber die Bedeutung, die wir ihnen geben.
Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
Hallo Simsalabim,
es ist schwer aber du solltest es für dich versuchen nicht an Ihn und die neue denken. Du muss lernen los zu lassen. Genisse jeden Tag mach was schönes für dich.
Ich Versuche immer wenn ich an mein Ex-Freund mit ... Denke mache ich mir Musik an singe mit laut.
Ist hilft nicht immer aber etwas.
es ist schwer aber du solltest es für dich versuchen nicht an Ihn und die neue denken. Du muss lernen los zu lassen. Genisse jeden Tag mach was schönes für dich.
Ich Versuche immer wenn ich an mein Ex-Freund mit ... Denke mache ich mir Musik an singe mit laut.
Ist hilft nicht immer aber etwas.
Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
Hey Simsa,
das ist der normale Wahnsinn nach einer Trennung oder eben einer solchen Erfahrung, wie Du sie nun Monate danach gemacht hast. Es fühlt sich jetzt so endgültig an. So war es durch Deine Hoffnungen vor Monaten noch nicht.
Hinterfrag das nicht so viel.Lass zu, was Du fühlst. Lass nur nicht zu , dass Du darin hängenbleibst. Nach dem Tal der Tränen kommt auch wieder die Sonne
Sei Dir sicher- Du bist mit Deinen Gefühlen/Gedanken , die Du gerade hast, nicht unnormal oder verrückt.
Tschackaaa...Du kommst da durch!!
das ist der normale Wahnsinn nach einer Trennung oder eben einer solchen Erfahrung, wie Du sie nun Monate danach gemacht hast. Es fühlt sich jetzt so endgültig an. So war es durch Deine Hoffnungen vor Monaten noch nicht.
Hinterfrag das nicht so viel.Lass zu, was Du fühlst. Lass nur nicht zu , dass Du darin hängenbleibst. Nach dem Tal der Tränen kommt auch wieder die Sonne
Tschackaaa...Du kommst da durch!!
Der Weg ist das Ziel...
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schiffchen92
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
Hallo Simsa,
na aber die Ablenkung klingt doch wirklich gut und es ist doch gut, wenn es wenigstens ein paar Stunden sind, an denen du nicht an ihn denkst. Diese Stunden braucht dein Hirn um sich zu erholen und neue Kraft zu tanken!
Kleiner Tipp: Bei der Entspannung versuche nur auf deine Atmung zu achten, wie die Luft durch deine Nasenlöcher strömt und in den Bauchbereich wandert.
Solltest du merken, dass du mit den Gedanken wieder abschweifst, lass sie ziehen, und konzentriere dich wieder auf die Atmung.
Du kannst dir die Gedanken auch gut als 'Busse' vorstellen und du steigst nicht in sie ein, sondern lässt sie ziehen.
Das hilft manchmal sehr sich wirklich nur zu entspannen und sich von diesen nervigen Gedanken zu lösen.
Du machst doch alles richtig, lass dir Zeit, der Rest kommt dann ganz gewiss von selbst!
na aber die Ablenkung klingt doch wirklich gut und es ist doch gut, wenn es wenigstens ein paar Stunden sind, an denen du nicht an ihn denkst. Diese Stunden braucht dein Hirn um sich zu erholen und neue Kraft zu tanken!
Kleiner Tipp: Bei der Entspannung versuche nur auf deine Atmung zu achten, wie die Luft durch deine Nasenlöcher strömt und in den Bauchbereich wandert.
Solltest du merken, dass du mit den Gedanken wieder abschweifst, lass sie ziehen, und konzentriere dich wieder auf die Atmung.
Du kannst dir die Gedanken auch gut als 'Busse' vorstellen und du steigst nicht in sie ein, sondern lässt sie ziehen.
Das hilft manchmal sehr sich wirklich nur zu entspannen und sich von diesen nervigen Gedanken zu lösen.
Du machst doch alles richtig, lass dir Zeit, der Rest kommt dann ganz gewiss von selbst!
1989
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Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
Tag 4
Hallo ihr Lieben,
hatte heute den ersten Termin bei der Psychologin. Seitdem bin ich etwas aufgewühlt, wir haben in den zwei Stunden schon recht viel aufgearbeitet. Muss das jetzt erstmal sacken lassen...war schon ne krasse Erkenntnis, auch wenn ich schon vermutet habe, was mein eigentliches "Problem" und Muster ist. Habe jetzt Übungen bekommen und in 4 Wochen habe ich noch einen Termin.
Ich melde mich wieder, wenn es was zu berichten gibt oder ich etwas loswerden möchte
ich wünsche euch einen schönen Abend, ich gucke jetzt noch etwas fern
Hallo ihr Lieben,
hatte heute den ersten Termin bei der Psychologin. Seitdem bin ich etwas aufgewühlt, wir haben in den zwei Stunden schon recht viel aufgearbeitet. Muss das jetzt erstmal sacken lassen...war schon ne krasse Erkenntnis, auch wenn ich schon vermutet habe, was mein eigentliches "Problem" und Muster ist. Habe jetzt Übungen bekommen und in 4 Wochen habe ich noch einen Termin.
Ich melde mich wieder, wenn es was zu berichten gibt oder ich etwas loswerden möchte
ich wünsche euch einen schönen Abend, ich gucke jetzt noch etwas fern
Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, aber die Bedeutung, die wir ihnen geben.
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Simsalabim
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
Tag 5:
Guten Morgen zusammen,
gestern war ich also bei der Psychologin. Obwohl sie mehr eine Art Coach ist. Im laufe des Gesprächs sind wir auf mein wirkliches "Problem" gekommen, das sich wie ein Muster durch meine bisherigen Beziehungen zieht: Mein mangelndes Selbstwertgefühl, wodurch ich einen Freund brauche, der mich bestätigt und "vollkommen" macht. Zudem habe ich so dermaßen hohe Erwartungen an meinen Partner und setzte diese damit unbewusst unter Druck, die mich irgendwann verlassen, weil sie meine Erwartungen auf Dauer nicht erfüllen können. Auch das Idealisieren ist ein Problem von mir. Meinen Ex stelle ich beispielsweise auf ein Podest, das haben wir bei einer Übung rausgefunden.
Jetzt muss ich an meinem Selbstwertgefühl arbeiten und lernen, mich selber zu lieben, damit ich meinem nächsten Partner auf Augenhöhe begegenen kann und ihn nicht "brauche" sondern er mich nur begleitet quasi. Das ist ihrer Meinung auch der Grund, waurm ich nach Trennung immer so tief falle. Weil ich so hohe Erwartungen an meine Partner habe, dass sie mich glücklich machen. Sobald das wegbricht, falle ich.
Das Problem ist aber grade, dass ich meinen Ex einfach als perfekten Partner für mich ansehe und er die Messlatte verdammt hoch angelegt hat...wie soll ich da meine Erwartungen und Ansprüche runterschrauben? Hat da jmd einen Tipp? Hoffe, das kann ich im Laufe der Sitzungen noch lösen.
Auch wenn ich das schon vermutet habe, war es schon heftig das mal zu hören, das vor Augen geführt zu bekommen. Aber sie hat recht.
Leider mache ich mir jetzt "Vorwürfe", dass ich das nicht früher erkannt habe: denn dann wäre mein Ex womöglich noch mit mir zusammen. Ich habe seit gestern etwas das Gefühl, dass ich "schuld" bin und ihn mit meiner Art vertrieben habe.
Aber jetzt kann ich es ändern und habe auch Übungen bekommen. In 4 Wochen steht dann der nächste Termin an.
Mir tut das alles so leid wie ich war...mir ist es gestern einfach wie Schuppen von den Augen gefallen und die Erkenntnis war schon hart, muss ich ehrlich sagen. Aber jetzt kann es ja nur noch aufwärts gehen. Ich werde jetzt also an mir arbeiten
heute morgen bin ich wieder mit diesem dumpfen Schmerz aufgewacht...er fehlt mir einfach so sehr. Und mit dem Gedanken, dass er ne Neue hat und mit ihr glücklich ist, komme ich einfach noch nicht klar...
LG Simsa
Guten Morgen zusammen,
gestern war ich also bei der Psychologin. Obwohl sie mehr eine Art Coach ist. Im laufe des Gesprächs sind wir auf mein wirkliches "Problem" gekommen, das sich wie ein Muster durch meine bisherigen Beziehungen zieht: Mein mangelndes Selbstwertgefühl, wodurch ich einen Freund brauche, der mich bestätigt und "vollkommen" macht. Zudem habe ich so dermaßen hohe Erwartungen an meinen Partner und setzte diese damit unbewusst unter Druck, die mich irgendwann verlassen, weil sie meine Erwartungen auf Dauer nicht erfüllen können. Auch das Idealisieren ist ein Problem von mir. Meinen Ex stelle ich beispielsweise auf ein Podest, das haben wir bei einer Übung rausgefunden.
Jetzt muss ich an meinem Selbstwertgefühl arbeiten und lernen, mich selber zu lieben, damit ich meinem nächsten Partner auf Augenhöhe begegenen kann und ihn nicht "brauche" sondern er mich nur begleitet quasi. Das ist ihrer Meinung auch der Grund, waurm ich nach Trennung immer so tief falle. Weil ich so hohe Erwartungen an meine Partner habe, dass sie mich glücklich machen. Sobald das wegbricht, falle ich.
Das Problem ist aber grade, dass ich meinen Ex einfach als perfekten Partner für mich ansehe und er die Messlatte verdammt hoch angelegt hat...wie soll ich da meine Erwartungen und Ansprüche runterschrauben? Hat da jmd einen Tipp? Hoffe, das kann ich im Laufe der Sitzungen noch lösen.
Auch wenn ich das schon vermutet habe, war es schon heftig das mal zu hören, das vor Augen geführt zu bekommen. Aber sie hat recht.
Leider mache ich mir jetzt "Vorwürfe", dass ich das nicht früher erkannt habe: denn dann wäre mein Ex womöglich noch mit mir zusammen. Ich habe seit gestern etwas das Gefühl, dass ich "schuld" bin und ihn mit meiner Art vertrieben habe.
Aber jetzt kann ich es ändern und habe auch Übungen bekommen. In 4 Wochen steht dann der nächste Termin an.
Mir tut das alles so leid wie ich war...mir ist es gestern einfach wie Schuppen von den Augen gefallen und die Erkenntnis war schon hart, muss ich ehrlich sagen. Aber jetzt kann es ja nur noch aufwärts gehen. Ich werde jetzt also an mir arbeiten
heute morgen bin ich wieder mit diesem dumpfen Schmerz aufgewacht...er fehlt mir einfach so sehr. Und mit dem Gedanken, dass er ne Neue hat und mit ihr glücklich ist, komme ich einfach noch nicht klar...
LG Simsa
Und irgendwann ändern sich nicht die Dinge an sich, aber die Bedeutung, die wir ihnen geben.
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schiffchen92
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
Liebe Simsa,
Ich glaube es ist gut die Ratschläge der Psychologin / Coach in zwei Bereich zu gliedern.
Zunächst einmal hast du ihr deine Geschichte erzählt - mit all deinen Gefühlen und Enttäuschungen die du damit verbindest - daraus muss sie nun etwas machen. Es ist immer gut, wenn ein Außenstehender auf eine Situation schaut und dir hilft ein bisschen neutraler auf die Erfahrung zu blicken, die du gemacht hast - gleichzeitig muss man aber auch m.m.n im Kopf behalten, dass die Person dich auch nicht wirklich kennt - und selbst ein gut ausgebildeter Psychologe kann nicht sofort eine komplette Persönlichkeitsanalyse tätigen, die deinen kompletten Charakter trifft.
Deshalb:
Ich denke aber. dass du das auch schon vorher erkannt hast, auch während des letzten halben Jahres, oder? Ich meine wenn du dir deiner sicher gewesen wärst, dann würdest du eher so denken: Er will mich nicht? Pah, da wird er sehen was er davon hat. So eine Einstellung hat angefahrenesreh zum Beispiel in ihrem Therad und die ist glaube ich sehr gesund und hilfreich in einem Trennungsprozess.
Bei diesen Gedanken versuche ich mir dann immer zu sagen: Mein Partner ist genauso ein Mensch wie ich auch. Auch er ist also dafür verantwortlich, dass er in einer Beziehung glücklich ist. Wenn ihm also etwas nicht passt, er das Gefühl hat den Erwartungen nicht gerecht zu werden, dann muss er etwas sagen - ansonsten gehe ich davon aus, dass alles okay ist.
Ich weiß das ist ziemlich schwer, weil man dann denkt: Na vielleicht hat er ja was gesagt, vielleicht hat er mal was angedeutet.
Aber das hat er ja nicht. Und du musst keine Gedanken lesen , du musst auch nicht für ihn mitdenken und sowohl sein als auch dein Verhalten 100x reflektieren um dann eventuell, ganz vielleicht zu entdecken, was ihm vielleicht sauer aufstoßen kann.
Auch hier wieder der Unterschied zwischen: "Ich möchte, dass mein Partner alle Probleme für mich löst, weil ich es niemals schaffen kann" und "Bei Problemen / Herausforderungen wünsche ich mir einfache Unterstützung, wobei ich selbst weiß, dass ich für mich selbst verantwortlich bin".
Ich sage das so, dabei kämpfe ich mit genau den gleichen Gedanken.
Aber ich sehe eben auch, wie es anders sein kann. Wenn einem etwas nicht passt, macht man den Mund auf und redet darüber. Ansonsten scheint es nicht so gravierend zu sein. Oder man tut aktiv etwas um es zu ändern - und damit meine ich nicht den Partner zu verlassen und damit das 'Problem' zu 'lösen'.
Du darfst dich und deine Person jetzt nicht selbst in Frage stellen - und ich glaube das war auch nicht die Intention der Psychologin.
Vielleicht war dein Ex schon nahe an dem was du dir für dein Leben vorstellst. Aber dann denke daran: Würdest du gerne einen Mann an deiner Seite haben, der nicht fähig ist Probleme / Sorgen / Zweifel anzusprechen, wenn sie wirklich in ihm aufkommen? Oder der dich an seinem Entwicklungsprozess nicht teilhaben lassen möchte?
Denn genau das hat er getan. Und du weißt nicht, ob er vielleicht auch so wäre, wenn er hier geblieben wäre und dann wäre eine andere schwere Probe auf euch zugekommen, und er hätte den Weg des geringsten Widerstandes gewählt.
Also nimm die Aufgaben, die deine Psychologin dir mitgegeben hat an und schaue, dass du mit diesen Aufgaben ein Stück wachsen kannst und dich auch selbst wieder mehr achten kannst und nicht als die sieht ‚die ihn nicht halten konnte‘.
Du schaffst das !
Ich glaube es ist gut die Ratschläge der Psychologin / Coach in zwei Bereich zu gliedern.
Zunächst einmal hast du ihr deine Geschichte erzählt - mit all deinen Gefühlen und Enttäuschungen die du damit verbindest - daraus muss sie nun etwas machen. Es ist immer gut, wenn ein Außenstehender auf eine Situation schaut und dir hilft ein bisschen neutraler auf die Erfahrung zu blicken, die du gemacht hast - gleichzeitig muss man aber auch m.m.n im Kopf behalten, dass die Person dich auch nicht wirklich kennt - und selbst ein gut ausgebildeter Psychologe kann nicht sofort eine komplette Persönlichkeitsanalyse tätigen, die deinen kompletten Charakter trifft.
Deshalb:
Finde ich absolut einleuchtend und ist wohl oft ein Problem in Beziehungen. Man sucht sich oft denjenigen von dem man hofft, dass er einen 'vervollständigt' und eine Lücke schließt und vergisst dabei, dass vor allem man selbst eigentlich für dieses Schließen der Lücke verantwortlich ist.Simsalabim hat geschrieben:Mein mangelndes Selbstwertgefühl, wodurch ich einen Freund brauche, der mich bestätigt und "vollkommen" macht.
Ich denke aber. dass du das auch schon vorher erkannt hast, auch während des letzten halben Jahres, oder? Ich meine wenn du dir deiner sicher gewesen wärst, dann würdest du eher so denken: Er will mich nicht? Pah, da wird er sehen was er davon hat. So eine Einstellung hat angefahrenesreh zum Beispiel in ihrem Therad und die ist glaube ich sehr gesund und hilfreich in einem Trennungsprozess.
Simsalabim hat geschrieben:. Auch das Idealisieren ist ein Problem von mir. Meinen Ex stelle ich beispielsweise auf ein Podest, das haben wir bei einer Übung rausgefunden.
Das müssen nicht unbedingt Widersprüche sein. Du kannst ihn ja auch als guten Partner sehen und ich finde, du solltest deine Erwartungen und Ansprüche an einen Partner nicht auf ein niedrigeres Niveau herunterschrauben und damit zufrieden geben wenn er beispielsweise den Klodeckel runterklappt (mal als Extrembeispiel). Es bedeutet einfach, dass du versuchen musst zu unterscheiden zwischen: Mein Partner kann etwas, was ich niemals erreichen werde und deshalb finde ich ihn so toll , weil er diese 'Lücke' schließt und er mein stiller Held ist zu dem ich immer nur hinaufschauen kann(hier wäre dann das geringe Selbstwertgefühl vorherrschend) oder aber: Mein Partner passt von den Lebenseinstellungen, Gedankengängen und Zukunftsperspektiven sehr gut zu mir und kann mich evtl auch darin 'fordern' bzw. 'fördern' auch das Beste aus mir herauszuholen. Ich hoffe der Unterschied wird ein wenig deutlich?Simsalabim hat geschrieben:Das Problem ist aber grade, dass ich meinen Ex einfach als perfekten Partner für mich ansehe und er die Messlatte verdammt hoch angelegt hat...wie soll ich da meine Erwartungen und Ansprüche runterschrauben?
Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut und es ist eines der Gefühle die einem besonders wehtun.Simsalabim hat geschrieben:Leider mache ich mir jetzt "Vorwürfe", dass ich das nicht früher erkannt habe: denn dann wäre mein Ex womöglich noch mit mir zusammen. Ich habe seit gestern etwas das Gefühl, dass ich "schuld" bin und ihn mit meiner Art vertrieben habe.
Bei diesen Gedanken versuche ich mir dann immer zu sagen: Mein Partner ist genauso ein Mensch wie ich auch. Auch er ist also dafür verantwortlich, dass er in einer Beziehung glücklich ist. Wenn ihm also etwas nicht passt, er das Gefühl hat den Erwartungen nicht gerecht zu werden, dann muss er etwas sagen - ansonsten gehe ich davon aus, dass alles okay ist.
Ich weiß das ist ziemlich schwer, weil man dann denkt: Na vielleicht hat er ja was gesagt, vielleicht hat er mal was angedeutet.
Aber das hat er ja nicht. Und du musst keine Gedanken lesen , du musst auch nicht für ihn mitdenken und sowohl sein als auch dein Verhalten 100x reflektieren um dann eventuell, ganz vielleicht zu entdecken, was ihm vielleicht sauer aufstoßen kann.
Auch hier wieder der Unterschied zwischen: "Ich möchte, dass mein Partner alle Probleme für mich löst, weil ich es niemals schaffen kann" und "Bei Problemen / Herausforderungen wünsche ich mir einfache Unterstützung, wobei ich selbst weiß, dass ich für mich selbst verantwortlich bin".
Ich sage das so, dabei kämpfe ich mit genau den gleichen Gedanken.
Aber ich sehe eben auch, wie es anders sein kann. Wenn einem etwas nicht passt, macht man den Mund auf und redet darüber. Ansonsten scheint es nicht so gravierend zu sein. Oder man tut aktiv etwas um es zu ändern - und damit meine ich nicht den Partner zu verlassen und damit das 'Problem' zu 'lösen'.
Du darfst dich und deine Person jetzt nicht selbst in Frage stellen - und ich glaube das war auch nicht die Intention der Psychologin.
Vielleicht war dein Ex schon nahe an dem was du dir für dein Leben vorstellst. Aber dann denke daran: Würdest du gerne einen Mann an deiner Seite haben, der nicht fähig ist Probleme / Sorgen / Zweifel anzusprechen, wenn sie wirklich in ihm aufkommen? Oder der dich an seinem Entwicklungsprozess nicht teilhaben lassen möchte?
Denn genau das hat er getan. Und du weißt nicht, ob er vielleicht auch so wäre, wenn er hier geblieben wäre und dann wäre eine andere schwere Probe auf euch zugekommen, und er hätte den Weg des geringsten Widerstandes gewählt.
Also nimm die Aufgaben, die deine Psychologin dir mitgegeben hat an und schaue, dass du mit diesen Aufgaben ein Stück wachsen kannst und dich auch selbst wieder mehr achten kannst und nicht als die sieht ‚die ihn nicht halten konnte‘.
Du schaffst das !
1989
Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
Wenn ich dazu mal ein paar Dinge erwähnen darf...
1.) Ich finde es mitlerweile wirklich immer gut, wenn an sich auch "professionelle" Hilfe sucht aber das, was Deine Dame da gesagt hat...entschuldige, das ist ja nun absolut nix neues!
Das ist eben genau das was wir hier schon die ganze Zeit sagen und es ist eben genau das, was man eigentlich in der Kontaktsperre herausfinden soll: dass man eben ein Selbstwertproblem hat!
Dennoch finde ich es gut, dass Du zu ihr gegangen bist, vielleicht musstest Du das einfach noch mal von "professionellerer" Seite hören und vor allem finde ich eben gut, dass Du Übungen bekommen hast.
2.) Und das ist GAAAAAAAAANZ wichtig!!!!! Hör bitte auf, Dir Vorwürfe zu machen!!! Das bringt nämlich überhaupt gar nix! Du machst Dich damit nur, wiedermal, selber klein - was Du ohnehin gerne machst -> kein Selbstwertgefühl, Überraschung!
Sage Dir selber imer wieder "ich habe alles gemacht, so gut ich konnte, so wie ich es gewusst habe" (Robert Betz) oder wie ich mitlerweile gerne sage "alles hat seinen Sinn und alles hat seine Zeit"!
3.) Klar siehst Du Deinen Ex als den perfekten Partner an, denn Du stellst ihn ja eben auf das Podest, wie Du schon sagst
aber denk mal in die andere Richtung (bezogen auf Deine Selbstvorwürfe): wäre der der perfekte Partner für Dich, dann wäre er trotz allem noch da! Dann hätte er mal den Mund aufgemacht und was gesagt. Zumindestens zum jetzigen Zeitpunkt ist er ganz offensichtlich nicht der Richtige. Er war es vielleicht, als ihr euch kennengelernt habt und vielleicht wird er es irgendwann auch mal wieder sein aber zum jetzigen Zeitpunkt ist er es nicht.
Sieh es so: ohne Deinen Ex, ohne diese Trennung, ohne die Neue wäre Dir kein Licht aufgegangen. Du wärst nicht zur Psychologin, hättest nicht die Denkanstöße bekommen und somit nicht die Chance gehabt an Dir zu arbeiten ^^
Alles wird gut Simsa!
1.) Ich finde es mitlerweile wirklich immer gut, wenn an sich auch "professionelle" Hilfe sucht aber das, was Deine Dame da gesagt hat...entschuldige, das ist ja nun absolut nix neues!
Dennoch finde ich es gut, dass Du zu ihr gegangen bist, vielleicht musstest Du das einfach noch mal von "professionellerer" Seite hören und vor allem finde ich eben gut, dass Du Übungen bekommen hast.
2.) Und das ist GAAAAAAAAANZ wichtig!!!!! Hör bitte auf, Dir Vorwürfe zu machen!!! Das bringt nämlich überhaupt gar nix! Du machst Dich damit nur, wiedermal, selber klein - was Du ohnehin gerne machst -> kein Selbstwertgefühl, Überraschung!
3.) Klar siehst Du Deinen Ex als den perfekten Partner an, denn Du stellst ihn ja eben auf das Podest, wie Du schon sagst
Sieh es so: ohne Deinen Ex, ohne diese Trennung, ohne die Neue wäre Dir kein Licht aufgegangen. Du wärst nicht zur Psychologin, hättest nicht die Denkanstöße bekommen und somit nicht die Chance gehabt an Dir zu arbeiten ^^
Alles wird gut Simsa!
...denn das Wesentliche passiert immer nebenbei!
Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
Edit: die Selbstvorwürfe sind eben genau das Zeichen für mangelnden Selbstwert! Jeder hat mal ´nen schlechten Tag, jeder versaut mal irgendwas, jeder ist mal unzufrieden mit sich - selbst der größte Sonnenschein wird mal solche Phasen haben oder gehabt haben! Der Unterschied ist aber der, dass Menschen, mit einem guten Selbstwertgefühl sich zwar drüber ärgern aber sie machen sich nicht dafür fertig! Die sagen sich, war jetzt scheiße, is so, weiter geht´s und dass sie trotzdem ein toller Mensch sind! Menschen ohne Selbstwert hingegen hadern dann ewig mit sich...
...denn das Wesentliche passiert immer nebenbei!
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Sonnenblume10
- Beiträge: 2949
- Registriert: Mi 6. Jun 2012, 12:16
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Re: Loslassen trotz Hoffnung?! Mein Weg weg von ihm TAGEBUCH
Liebe Simsa,
ich finde es toll und mutig von Dir, dass Du Dir Hilfe gesucht hast. Wir hier im Forum können sozusagen aus der Ferne analysieren, aber letztendlich uns nur darauf beziehen, was Du schreibst und das ist logischerweise immer nur ein Ausschnitt. Und auch wenn Die Psychotante Dich nicht kennt, sie ist ausgebildet und jeder Psychologe hat so seine spezielle Masche, aber für die erste Sitzung seid Ihr schon ganz schön weit gekommen.
Im Grund genommen dreht sich meistens alles ums mangelnde Selbstwertgefühl: man sucht unbewusst einen Partner, der die fehlenden Teile des Selbst sozusagen vervollständigen und das führt dann dazu, dass man diesen Typen auf ein Podest hebt. Das ging mir nicht anders. Ich war vordergründig zufrieden mit meinem Leben, als er auf der Bildschirme auftauchte. Später war mir klar, dass mich mein Leben lange nicht mehr zufrieden stellte, ich hatte es mir nur nicht eingestanden.
Mit ihm aber, da würde ich jetzt endlich glücklich werden und mich gut fühlen, denn ich wurde ja geliebt von dem tollsten aller Männer!
Die Beziehung scheiterte, denn ich überfrachtete die Beziehung. Nicht etwa durch Jammern und Klagen, das geschah nur selten, aber ich glaube, er spürte intuitiv, dass ich von ihm den Retter erwartete. Dass dieser Mann ohnehin nicht beziehungsfähig war, stellte sich später auch heraus. Aber erst in der Rückschau und weit nach der Trennung erkannte ich, was ich ihm alles unbewusst aufgehalst hatte. Er sollte dafür sorgen, dass ich mich endlich selbst annehmen konnte und mich ganz fühlte. Als mir das bewusst wurde, welch unglaublicher Druck da dahinter ist, war mir auch klar, dass er gehen musste, denn er wollte kein "Messias" für mich sein.
Zweite Erkenntnis: für mein Selbstwertgefühl bin ich selbst zuständig. Wenn ich es nicht habe, kann ich daran arbeiten. Das geht gerade hier ganz gut, dass man endlich aufhört, sich dauernd selbst schlecht zu machen und dauernd in die selbe Falle tappt: ich bin nicht gut genug, ich kann es nicht, alle anderen sind besser als ich, ich müsste hier und dort und überall viel besser sein. Dann endlich würde ich an mich glauben.
Trugschluss: aller anderen sind nicht besser und nicht schöner und wer weiß noch was alles. Sie sind nur anders, das ist alles.
Denn ein besser und schlechter gibt es oft gar nicht.
Ich kann nicht von meinem Partner erwarten, dass er was in mir richtet, was ich selbst nicht richten kann. Das ist zu viel Erwartung!
Ich ging in die Beziehung mit der Erwartung: hier hast Du mein trauriges Herz, ich gebe es Dir. Bitte mache Du es heil und wenn es wieder gesund ist, dann gib es mir wieder zurück. Denn dann werde ich glücklich und zufrieden sein.
Dritte Erkenntnis: die Trennung war gut für mich, denn sie hat mich weiter gebracht. Ich stehe jetzt anders zu mir, ich fühle mich insgesamt wohler mit mir und ich habe aufgehört, mich immer selbst in Frage zu stellen. Andere können was, was ich nicht kann. Dafür bewundere ich sie, aber ich kann das halt nun mal nicht und damit ist es auch in Ordnung. Früher war beständig eine Stimme in mir: ich bin nicht gut genug, ich müsste besser sein ich, ich hätte dies und jenes besser machen müssen, z.B. auch in der Beziehung.
Das bringt Dich erstens nicht weiter und zweitens passiert immer alles zum richtigen Zeitpunkt. Die Trennung war richtig, vor allem aber jetzt die Erkenntnis von Dir, dass Du endlich mit diesem Ex-Back-Gedanken aufhörst. Du bist gerade jetzt auch empfänglich für Veränderungen in Dir und die können dauerhaft sein. Und daher wird Dich die Trennung für Dich selbst weiter bringen und allein das ist wichtig. Ob er jemals was davon merkt, ist unerheblich, denn Du arbeitest an Dir für Dich selbst, sozusagen für Dein Kapital.
Selbstvorwürfe sind immer schlecht, denn sie vergiften Dich innerlich, vor allem, wenn sie zu übermächtig werden. Es ist gut, wenn Du das in Angriff nimmst, denn auch Selbstvorwürfe resultieren ja aus dem mangelndem Selbstwertgefühl.
Ich bin sicher, Du bist auf einem sehr guten Weg für Dich. Ich bin jetzt richtig stolz auf Dich, obwohl ich Dich nicht kenne.
Sonnenblume
ich finde es toll und mutig von Dir, dass Du Dir Hilfe gesucht hast. Wir hier im Forum können sozusagen aus der Ferne analysieren, aber letztendlich uns nur darauf beziehen, was Du schreibst und das ist logischerweise immer nur ein Ausschnitt. Und auch wenn Die Psychotante Dich nicht kennt, sie ist ausgebildet und jeder Psychologe hat so seine spezielle Masche, aber für die erste Sitzung seid Ihr schon ganz schön weit gekommen.
Im Grund genommen dreht sich meistens alles ums mangelnde Selbstwertgefühl: man sucht unbewusst einen Partner, der die fehlenden Teile des Selbst sozusagen vervollständigen und das führt dann dazu, dass man diesen Typen auf ein Podest hebt. Das ging mir nicht anders. Ich war vordergründig zufrieden mit meinem Leben, als er auf der Bildschirme auftauchte. Später war mir klar, dass mich mein Leben lange nicht mehr zufrieden stellte, ich hatte es mir nur nicht eingestanden.
Mit ihm aber, da würde ich jetzt endlich glücklich werden und mich gut fühlen, denn ich wurde ja geliebt von dem tollsten aller Männer!
Die Beziehung scheiterte, denn ich überfrachtete die Beziehung. Nicht etwa durch Jammern und Klagen, das geschah nur selten, aber ich glaube, er spürte intuitiv, dass ich von ihm den Retter erwartete. Dass dieser Mann ohnehin nicht beziehungsfähig war, stellte sich später auch heraus. Aber erst in der Rückschau und weit nach der Trennung erkannte ich, was ich ihm alles unbewusst aufgehalst hatte. Er sollte dafür sorgen, dass ich mich endlich selbst annehmen konnte und mich ganz fühlte. Als mir das bewusst wurde, welch unglaublicher Druck da dahinter ist, war mir auch klar, dass er gehen musste, denn er wollte kein "Messias" für mich sein.
Zweite Erkenntnis: für mein Selbstwertgefühl bin ich selbst zuständig. Wenn ich es nicht habe, kann ich daran arbeiten. Das geht gerade hier ganz gut, dass man endlich aufhört, sich dauernd selbst schlecht zu machen und dauernd in die selbe Falle tappt: ich bin nicht gut genug, ich kann es nicht, alle anderen sind besser als ich, ich müsste hier und dort und überall viel besser sein. Dann endlich würde ich an mich glauben.
Trugschluss: aller anderen sind nicht besser und nicht schöner und wer weiß noch was alles. Sie sind nur anders, das ist alles.
Denn ein besser und schlechter gibt es oft gar nicht.
Ich kann nicht von meinem Partner erwarten, dass er was in mir richtet, was ich selbst nicht richten kann. Das ist zu viel Erwartung!
Ich ging in die Beziehung mit der Erwartung: hier hast Du mein trauriges Herz, ich gebe es Dir. Bitte mache Du es heil und wenn es wieder gesund ist, dann gib es mir wieder zurück. Denn dann werde ich glücklich und zufrieden sein.
Dritte Erkenntnis: die Trennung war gut für mich, denn sie hat mich weiter gebracht. Ich stehe jetzt anders zu mir, ich fühle mich insgesamt wohler mit mir und ich habe aufgehört, mich immer selbst in Frage zu stellen. Andere können was, was ich nicht kann. Dafür bewundere ich sie, aber ich kann das halt nun mal nicht und damit ist es auch in Ordnung. Früher war beständig eine Stimme in mir: ich bin nicht gut genug, ich müsste besser sein ich, ich hätte dies und jenes besser machen müssen, z.B. auch in der Beziehung.
Das bringt Dich erstens nicht weiter und zweitens passiert immer alles zum richtigen Zeitpunkt. Die Trennung war richtig, vor allem aber jetzt die Erkenntnis von Dir, dass Du endlich mit diesem Ex-Back-Gedanken aufhörst. Du bist gerade jetzt auch empfänglich für Veränderungen in Dir und die können dauerhaft sein. Und daher wird Dich die Trennung für Dich selbst weiter bringen und allein das ist wichtig. Ob er jemals was davon merkt, ist unerheblich, denn Du arbeitest an Dir für Dich selbst, sozusagen für Dein Kapital.
Selbstvorwürfe sind immer schlecht, denn sie vergiften Dich innerlich, vor allem, wenn sie zu übermächtig werden. Es ist gut, wenn Du das in Angriff nimmst, denn auch Selbstvorwürfe resultieren ja aus dem mangelndem Selbstwertgefühl.
Ich bin sicher, Du bist auf einem sehr guten Weg für Dich. Ich bin jetzt richtig stolz auf Dich, obwohl ich Dich nicht kenne.
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