Der lange Weg...

Die Trennung verarbeiten und nach vorne schauen
Sonnenblume10
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Sonnenblume10 » Mo 11. Jun 2018, 11:26

schiffchen92 hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 10:37
Ich wünsche mir nur gleichzeitig von ihm eine Reaktion und der Gedankengang ist immer noch ziemlich blöd und nicht zielführend, weil ich dann ja mein Verhalten/meinen Wert doch wieder davon abhängig mache, was der denkt/reagiert.
Stimmt genau. Wenn Du Dir eine Reaktion wünschst, bist Du nicht bei Dir und bei der Sache, sondern willst ihm ein Bild von Dir vermitteln.
Das wird wahrscheinlich nicht klappen, weil er mehr mit Dir abgeschlossen hat als umgekehrt.
Und wenn er sich was denkt, wird er Dir das nicht sagen und somit bist Du dann wieder enttäuscht, weil er anscheinend Deine Änderung nicht bemerkt.
Nimm Dich da immer wieder selbst an die Kandarre und überprüfe Deine Motive. Du kannst Dein Denken durchaus selbst auch ein wenig steuern, denn Gedanken wiederum steuern auch Gefühle.
Also, Brust raus, Nase in den Wind, Ohren aufgestellt, weil Du auf dem Weg zu einer besseren Einstellung zu Dir selbst bist und nicht, weil er sich denken soll, dass ...
schiffchen92 hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 10:37
Ich kann ganz viel beisteuern, dass es mir besser geht, aber bei anderen Dingen muss ich einfach geduldiger mit mir sein.
Diese Dinger brauchen immer eine lange Zeit. Es geht nicht alles auf einmal, aber auch mit kleinen Schritten kommt man zum Ziel.
schiffchen92 hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 10:37
Es tat trotzdem gestern den ganzen Abend weh und das Gedankenkarrussel involvierte neben ihm, unseren vergangenen Momenten auch den Wunsch, er möge so viel Sehnsucht empfinden, dass er sich bei mir meldet...
Das kann ich nachvollziehen, wäre mir nicht anders gegangen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo es Dir egal ist, was er sich denken könnte oder auch nicht. Und Tatsache ist, Du wirst es eh nicht erfahren, was er wahrnimmt oder auch nicht. Du bist ihm ziemlich sicher gleichgültiger als umgekehrt.
schiffchen92 hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 10:37
Es hilft einfach sich vor Augen zu führen: Ich bin ihm wichtig, aber er ist mir wichtiger und das sollte Grund genug sein, sich von ihm fernzuhalten.
Das sehe ich auch so. Ich wusste damals nach der Trennung, dass er mir nicht weh tun wollte, aber es dann eben doch knallhart durchzog. Und auch die Monate danach war die Erkenntnis, dass ich die Ablösung von ihm nicht schaffte, ganz schön belastend. Zumal mir klar war, dass er sein neues Leben bestens aufgestellt hatte, während ich noch auf der Stelle trat.
Damit muss man dann leben und allein, dass Du Dir das eingestehst, ist schon viel wert.

Du bist sicher auf einem guten Weg, vergiss das nicht!

Sonnenblume

schiffchen92
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von schiffchen92 » Mo 11. Jun 2018, 15:08

schiffchen92 hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 10:37
Es tat trotzdem gestern den ganzen Abend weh und das Gedankenkarrussel involvierte neben ihm, unseren vergangenen Momenten auch den Wunsch, er möge so viel Sehnsucht empfinden, dass er sich bei mir meldet...
Das kann ich nachvollziehen, wäre mir nicht anders gegangen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo es Dir egal ist, was er sich denken könnte oder auch nicht. Und Tatsache ist, Du wirst es eh nicht erfahren, was er wahrnimmt oder auch nicht. Du bist ihm ziemlich sicher gleichgültiger als umgekehrt.
schiffchen92 hat geschrieben:
Sa 9. Jun 2018, 10:37
Es hilft einfach sich vor Augen zu führen: Ich bin ihm wichtig, aber er ist mir wichtiger und das sollte Grund genug sein, sich von ihm fernzuhalten.
Das sehe ich auch so. Ich wusste damals nach der Trennung, dass er mir nicht weh tun wollte, aber es dann eben doch knallhart durchzog. Und auch die Monate danach war die Erkenntnis, dass ich die Ablösung von ihm nicht schaffte, ganz schön belastend. Zumal mir klar war, dass er sein neues Leben bestens aufgestellt hatte, während ich noch auf der Stelle trat.
Damit muss man dann leben und allein, dass Du Dir das eingestehst, ist schon viel wert.

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Sonnenblume
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Ui, das dann noch einmal von anderen zu lesen tut dann doch mehr weh als ich dachte, auch wenn es nicht das erste Mal ist.
Ich sage es mir immer wieder, also dass er längst nicht mehr so an mich denkt, wie ich an ihn, aber manchmal will man das nicht sehen /wahrhaben/zudecken, weil es doch ziemlich schmerzt und ich lieber in dem 'Hoffnungs- und Verleumndungsland' unterwegs bin..
Das ist eigentlich gerade meine größte Baustelle, dass ich im Inneren die Wahrheit kenne, sie aber noch nicht 100% zulassen kann, weil sie so weh tut. Und dann kommt sie so phasenweise über mich, wie heute, wo ich nur weine und ihn so extrem vermisse und mich frage, was denn eigentlich mit mir los ist, warum ich das nicht endlich in meinen Kopf bekomme und akzeptieren kann und es doch schon 4 Monate sind.
Ich schaffe es immer noch nicht die 'schlechten' Dinge der Beziehung zu sehen, vielleicht weil die gesamte Beziehung ein so krasser Kontrast zu allem war, was ich bisher kannte. Ich wurde (bis das am Ende) nie belogen, nicht betrogen, in der Regel mit Respekt behandelt, konnte meine Ängste und Wünsche offen darlegen und es wurde darüber geredet. Das was ich in eine Beziehung reingelegt habe, hab ich auch zurückbekommen.
Ich habe so große Angst, dass ich nie wieder jemanden treffe, der das alles in sich vereint, verbunden mit Humor, Ehrgeiz und Liebe.

Die letzten drei Tage sind wirklich so '10-Schritte-zurück' Tage..

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Du bist sicher auf einem guten Weg, vergiss das nicht!

Sonnenblume
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Danke dir.
If there is no enemy within, the enemy outside can do us no harm

zeitschleifchen
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von zeitschleifchen » Mo 11. Jun 2018, 16:18

Hallo schiffchen,
schiffchen92 hat geschrieben:
Mo 11. Jun 2018, 15:08
Ich habe so große Angst, dass ich nie wieder jemanden treffe, der das alles in sich vereint, verbunden mit Humor, Ehrgeiz und Liebe.
Du findest es wieder, weil Du es gemacht hast. Du hast den Humor, den Ehrgeiz und die Liebe gegeben, so dass es eine solche Beziehung sein konnte. Es liegt in Dir - und deshalb findest Du auch wieder Jemanden, der das mit Dir teilen kann. :)

Du hast das Alles geschaffen!!

Liebe Grüße
zeitschleifchen

schiffchen92
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von schiffchen92 » Mo 1. Okt 2018, 09:29

Hallo!
Es war jetzt ja eine Zeit sehr ruhig um mich und das hatte verschiedene Gründe. Bei mir hat sich viel getan, bei anderen Sachen bin ich noch nicht so viel weitergekommen.
Zunächst: Ich habe endlich meine Arbeit beendet und mein Studium somit abgeschlossen :) Es waren echt super anstrengende Monate und ich hab zwischendurch immer mal ans resignieren gedacht, aber es am Ende doch durchgezogen und bin darüber auch echt froh.
Ich hab meinen Job ja schon längst angetreten, ob das aber wirklich das Richtige für mich ist, muss ich noch herausfinden. Zur Zeit fühlt es sich leider gar nicht so an (zu wenig Praxis, rein theoretisch, weiterhin weit weg von meinem Heimatort und somit meinen Freunden) und bereitet mir arge Bauchschmerzen. Aber vielleicht ist das das berühmte 'Loch' nach solch einer anhaltenden Stressphase und ich sollte dem Ganzen noch ein wenig Zeit geben.

Ansonsten hat sich auch in der Liebe ein wenig etwas ergeben, womit ich persönlich nicht mehr gerechnet hätte. Mein Ex und ich nähern uns wieder an, schreiben viel, treffen uns regelmäßig und es läuft soweit ziemlich gut. Wir haben schon viel über die vergangenen zwei Jahre gesprochen, festgestellt, was im Großen und Ganzen schief gelaufen ist, wo wir beide falsche Annahmen über den anderen getroffen haben und uns verbogen haben, weil wir dachten 'wir müssten so sein'. Es ist vieles aufregend, manches ganz vertraut. Ich lerne neue Seiten an ihm kennen, wir gehen gelassener miteinander um, weniger verstellt, können Treffen entspannt vereinbaren und insgesamt hab ich das Gefühl, dass es alles eher auf Augenhöhe abläuft und wir viel mehr miteinander lachen können als vorher und es einfach mal nur schön ist und das genieße ich gerade sehr!
Wir haben bisher nur den engsten Freunden Bescheid gesagt, wir möchten uns möglichst wenig Druck machen und schauen wie es so funktioniert, wie wir uns dabei fühlen.
Angst hab ich trotzdem noch manchmal, komischerweise dann, wenn es besonders schön ist, oder wenn mein Kopf keine andere Beschäftigung hat oder wenn andere Bereiche (Job) gerade nicht so rund laufen. Da melden sich dann gerne meine Trolle und versuchen mir alles kaputt zu reden, mir Ängste und Zweifel einzupflanzen und ich finde mich dann in dem abhängigen Modus wieder und muss mich da selbst ordentlich bei der Hand nehmen und dagegenhalten.
Ich gehe weiterhin zur Therapie, wir sind da an viele großen Baustellen dran und ich bin froh, dass ich da eine kompetente Person gefunden habe!

Insgesamt bin ich vorsichtig optimistisch, versuche wirklich 'zu leben' und weniger nachzudenken, ob das jetzt DER richtige Job ist, DER richtige Mann etc.pp.
Das alles klingt etwas abgeklärt, ich bin heute nur extrem müde, wollte nur endlich mal was von mir hören lassen ;)

Ganz liebe Grüße
Schiffchen
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Ebby
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Ebby » Mo 22. Okt 2018, 19:45

Hey Schiffchen,
weil meine Nachrichten dich nicht zu erreichen scheinen, versuch ich’s hier;

ich kriege deine Nachrichten!
Also schick mir am besten deine E-mailadresse in ner Nachricht und ich melde mich dann bei dir!

Liebster Gruß
Ebby

fromXwithLove
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von fromXwithLove » Mo 3. Jun 2019, 16:19

Hallo Schiffchen, ich war schon lange nicht mehr aktiv hier, lese aber immer mal wieder mit.
Wie geht es dir denn? :-)

Alles Liebe!
X.

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