Der lange Weg...

Die Trennung verarbeiten und nach vorne schauen
Novaspace87
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Novaspace87 » Mi 23. Mai 2018, 11:05

Hey schiffchen, ja genau du beschreibst diesen schmalen Grad ganz gut zwischen der konstruktiven Auseinandersetzung und dem “verdrängen“ 😃 und jeder geht wohl einen etwas anderen weg, hauptsache man geht ihn

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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Novaspace87 » Do 24. Mai 2018, 12:22

Das freut mich sehr für dich schiffchen und ich hoffe für dich dass das anhält und du auch darauf aufbauen. Ich wünsche dir dass auf diesem weg bleiben kannst.und alles andere nur kleine Rückschläge sind.
Danke dass du ne portion rüber schickst ich kann es so dringend gebrauchen

Novaspace87
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Novaspace87 » Sa 26. Mai 2018, 13:31

Huhu :) schade ich kann deine nun schon sehr lange geschichte nicht lesen, mir werden die ersten Beiträge nicht Angezeigt und dazu kommt das mein Gedächtnis ein sieb ist.
Ich kann es sehr gut verstehen, mit dem Neuen irgendwann nicht auf gemeinsame zeiten zurückblicken kann. Was ich ja sonst gekönnt ( 14 jahre =mein halbes leben) ich finde diese ungewisse zukunft sowieso sehr “trauer einflössend“ obwohl man bloooss positiv und entspannt in die zukunft gucken soll😉 naja auch das ist hoffentlich ein lern prozess für den wir noch hilfsmittel finden werden

Sonnenblume10
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Sonnenblume10 » Mi 30. Mai 2018, 14:02

schiffchen92 hat geschrieben:
Mi 30. Mai 2018, 10:19
weil ich durchs Loslassen irgendwie nichts 'sichtbares' gewinne, aber dann endgültig viel verliere (der Gedankengang ist an sich sehr irrational, aber trifft irgendwie das, was gerade bei mir los ist).
Mit diesen Gedankengängen kannst Du ihn auch nicht richtig los lassen. Du weißt dass es zu Ende ist und er nicht mehr mit Dir zusammen sein will. Wie er mit seiner neuen Freundin jetzt lebt oder auch nicht, ist seine Sache und braucht dich nicht zu interessieren. Und ob er sie im Freundeskreis einführt oder nicht, ist auch seine Sache bzw. auch ihre, aber nicht Deine.
Denke daran: die Sache mit der Freundin, mit der was war oder auch nicht, mit der was ist oder auch nicht, geht Dich nichts an.
Es ist nicht Deine Baustelle, daher abhaken.
Hole keine Erkundigungen bei Dritten ein, denn Du erfährst nicht die Wahrheit, allenfalls Halbwahrheiten.

Du gewinnst nichts Sichtbares, indem Du die innere Bereitschaft hast, ihn loszulassen?
Oh doch, Du gewinnst für Dich, nämlich innere Freiheit von ihm. Das ist allerdings eine Sache, die dauert, aber irgendwann unweigerlich kommt und das ist gut so. Wo kämen wir hin, wenn die Menschen nicht los lassen könnten? Wieviele Witwen oder Witwer wären auf Dauer verzweifelt und traurig, wenn sie das Vergangene nicht auch los lassen könnten?
Was für ein Unsinn, den Du Dir da zurecht legst!

Du gewinnst für den Moment nichts Sichtbares, aber hier wird sich Deine Sichtweise noch gewaltig ändern.
Außerdem verlierst du nichts endgültig, sondern es erscheint Dir im Moment nur so. Auch das wird sich ändern.

Du kannst das Loslassen nicht allein mit dem Verstand bewerkstelligen, aber irgendwann haben die Gefühle kapiert, dass der Zug abgefahren ist und ziehen nach. Du wirst anfangen, weniger an ihn zu denken, weil er Dich zunehmend weniger interessiert.

Übrigens, diese vagen Aussagen über diese ominöse Freundin oder was auch immer: es kann auch sein, dass er das erschleiert als Trennungsgrund anführt, damit Du kapierst, dass er Dich nicht mehr haben will.
Er verdient es nicht, dass Du ihn nicht los lässt.

Sonnenblume

Ebby
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Ebby » Do 31. Mai 2018, 10:19

Hi schiffchen!
Ich lasse aber los von etwas, bei dem ich immer noch das Gefühl habe, dass es richtig gut sein könnte und harmonieren könnte.
Ich weiß genau was du meinst. Der einzige Gedanke der mir da hilft ist - ich kann seinen Willen nicht kontrollieren. Er will nicht.
Sobald ich gerafft habe, dass es nicht mehr in meiner Kontrolle liegt, gehe ich besser damit um und konzentriere ich mich auf das was ich kontrollieren kann.
Meine Zukunftspläne zum Beispiel!

Meine Therapeutin hat mir mal eine Kurzgeschichte erzählt, von einem Jungen der sich an einem dicken Tau festhält, weil er Angst hat sich fallen zu lassen. Und nach ganz langer Zeit, als seine Kräfte nachlassen lässt er schließlich los - und merkt er dann, wie ihm das lange Festhalten die Hände ganz blutig gemacht hat.

Hab einen schönen Tag :)

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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Sonnenblume10 » Fr 1. Jun 2018, 10:59

Schiffchen,

es ist Zeitverschwendung, wenn Du versuchst die Trennung aus seiner Perspektive zu sehen.
Du kennst ihn nicht so gut, dass Du seine Gedanken lesen kannst und seine Gefühle nachvollziehen kannst und er wird Dir seine Gründe niemals in aller Gänze mitteilen können und wollen.

Er hat sich einfach nicht mehr wohl gefühlt und diese Pseudo-Freundin, von der keiner richtig was weiß, war möglicherweise der Auslöser, dass er merkte, dass ihm viel in der Beziehung mit Dir fehlt und dass er das so nicht mehr weiter machen will.
Das allein als Grund muss Dir reichen und reicht auch völlig aus. Nimm das endlich hin.
Da gibt es kein: Ja, aber ...
Es ist zu Ende, er hat seine Entscheidung getroffen und dass sicher nicht leichtfertig, was die Trennung um so konsequenter macht.

Er mag Dich, er hat Dich immer gemocht, aber das ist keine Basis für eine Beziehung. Und dass Du dir einbildest, Ihr hättet gut harmoniert, hilft Dir auch nichts, sondern dient nur dazu, den Schmerz abzuschwächen. Es ist eine Illusion, denn hättet Ihr so toll harmoniert, wie Du Dir einbildest, wäre er noch da!
Es stimmt schlichtweg nicht, was Du Dir in Deiner Fantasie da zurecht legst. Und wenn Du ehrlich gegenüber Dir selbst wärst, könntest Du mittlerweile auch sehen, dass es gewaltige Schieflagen gab, die nicht nur er bemerkt hat.

Ich habe irgendwann ziemlich genau erkannt und gesehen, was zwischen uns ablief und was nicht funktionierte. Aber bis ich das Theaterstück, das wir zwei da aufgeführt hatten, analysieren konnte, verging sicher ein Jahr. Da war ich dann endlich aus der Zeit der Gefühle raus, dem Schmerz, dem Vermissen, der Wut, dem Unverständnis, der Enttäuchschung über ihn und auch über mich selbst. Und erst dann, also diese Gefühle verebbt waren und ich gar nicht mehr viel an ihn dachte, da "sah" ich das erbärmliche Drama, dass wir da fabriziert hatten.
Nicht nur er, sondern ich auch.
Eine Trennung kommt nicht einfach, weil einer nicht mehr mag. Wenn einer nicht mehr mag, dann gab es schon vorher jede Menge Knirschen und Knartzen im Gebälk, das nicht gesehen und nicht beachtet wurde. Wenn er nicht mehr mag, ist der Zug schon abgefahren.
Die Weichen wurde aber schon viel früher falsch gestellt - von ihm, aber auch von Dir.

Du hast Anteil an der Trennung und er auch. Ich denke, Ihr hattet auch ein massives Ungleichgewicht der Kräfte. Er war stärker und damit konntest Du Deine Schwachheit ausleben. Er hat sich ja auch darüber beklagt, dass Du nicht recht in die Gänge kommst, Dich hängen lässt. Und irgendwann hatte er es satt, Betreuer und Therapeut für Dich zu sein.
Beziehungen mit einem Ungleichgewicht gehen selten gut.

In funktionierenden Beziehung, in denen jeder seinen Platz hat und jeder sich wohl fühlt, kann man sich ausgleichen. Mein Partner ist z.B. immer sehr freundlich zu Mitmenschen, sehr höflich und verbindlich. Ich bin da oft viel herber und ruppiger.
Daher überlasse ich es gerne ihm, dass er z.B. mal mehr mit den Nachbarn plauscht, weil ich weiß, dass ich oft keine Lust dazu habe.Er macht das gut, besser als ich und davon profitiere auch ich.
Andere Dinge, wenn es darum geht, Position zu beziehen, auch mal Grenzen zu setzen, da bin ich wieder "besser", weil ich durchsetzungsstärker bin.

Ich denke, dass es bei Euch nicht so war und davor verschließt du die Augen.

Im Endeffekt ist es gut, dass die Beziehung zu einem Ende kam, denn irgendwann hatte sie kein Potential mehr. Er vermisste etwas und irgendwann war das so stark, dass er gehen musste.
Da hilft es Dir jetzt auch nichts, wenn Du Dir einbildest, es hätte doch so gut funktioniert zwischen Euch oder es könnte funktionieren.
Dafür ist es definitiv zu spät! Also sieh den Tatsachen ins Auge, allein das zählt!

Oder glaubst Du vielleicht, er macht sich so viele Gedanken über Dich und versucht sich, in Dich hinein zu versetzen? Ich bin mir sicher, dass er das nicht tut, sondern der Überzeugung ist, dass seine Entscheidung richtig war.

Sonnenblume
Wir gleichen uns also auch, obwohl die Fähigkeiten verschieden sind. Aber keiner von beiden empfindet ein Ungleichgewicht, weil jeder für was Anderes zuständig ist.

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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Ebby » Do 7. Jun 2018, 08:35

schiffchen
Heute weiß ich, dass ich meinen Ex sehen werde, mit ihm reden muss.
Waaas?
Wieso?
Mehr infos bitte!

Bin mir sicher, dass du das packst. Immer schön ein und ausatmen :)

Ebby
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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Ebby » Do 7. Jun 2018, 09:37

oioi.. hört sich stressig an!
sicher, dass du dafür schon bereit bist?
ich kenne diesen trotzigen gedanken, wegen dem anderen jetzt nicht auf irgendwas verzichten zu wollen - ist ja auch dein klares recht und mehr als verständlich.
ich hab nur sorge, dass du da nachher mehr schaden als nutzen davon trägst.
insbesondere dann, wenn alle äußeren faktoren (stress auf der arbeit, zu wenig schlaf, seine neue freundin) dagegen sprechen.
vielleicht nimmst du dich einfach um deinetwillen noch eine weile da raus?
überlege es dir auf jeden fall gut :)

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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Sonnenblume10 » Do 7. Jun 2018, 09:37

schiffchen92 hat geschrieben:
Do 7. Jun 2018, 09:31
Ich weiß gerade auch gar nicht welche Gefühle mit ihm zu tun haben und was einfach Stress bei mir ist.
[/quote

Ihn zu sehen, ist Stress, massiver Gefühlsstress. Das wird Dir einiges abverlangen, aber in den saueren Apfel musst Du beißen, wenn Du Dich in dieser Gruppe wieder beteiligen willst. Manchmal ist der Stress vorher als der, wenn es dann soweit ist.
Sei stark!
schiffchen92 hat geschrieben:
Do 7. Jun 2018, 09:31
Da bin ich gerade nur genervt, traurig, enttäuscht, hab aber für die ganzen Gefühle gar keine Zeit und das türmt sich zu einem immer größeren Berg auf.
... und eifersüchtig. Es dauert, bis man eine Trennung überwunden hat. Wenn dann noch dazu kommt, dass er längst wieder in einer Beziehung ist, ist es noch schlimmer.
Ich hatte das Glück, dass meiner so weit weg wohnte, dass ich ihn praktisch nie sah. Es ist ungleich schwerer, wenn man dem Ex. gezwungenermaßen über den Weg läuft.

Am besten, Du begrüßt ihn, wenn Ihr Augenkontakt habt, wendest Dich aber ansonsten konsequent anderen Menschen dort zu.

Sonnenblume

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Re: Der lange Weg...

Beitrag von Sonnenblume10 » Fr 8. Jun 2018, 15:41

Manche Probleme lösen sich von selbst und Du hast Dir im Vorfeld mehr Sorgen als nötig gemacht.
Allerdings wirst Du ihn irgendwann dennoch sehen. Dann beherzigst Du die Ratschläge und wenn Du das eine Zeitlang gemacht hast, wirst Du immer souveräner.
Zeig ihm durch Dein Verhalten, dass Du eine Andere als vorher bist. Eine, die weiß sie will und die auch mit schwierigen Situationen umgehen kann. Denn auch für ihn wird es nicht so einfach sein wie du vlt. glaubst.

ich würde es ihm schlichtweg nicht gönnen, dass er mir anmerken könnte, welche Gefühle immer noch in mir toben. Daher nur beiläufig grüßen, wenn es nötig ist und ihm ansonsten nicht viel Beachtung schenken. Wozu auch, Du weißt ja, wie er aussieht!

Stell die Sache, die Arbeit in der Organisation, in den Vordergrund. Deswegen bist Du ja auch da und nicht wegen ihm. Tue, was Dir was bringt und wenn Du das Gefühl hat, dass die Beteiligung für Dich dort lohnenswert ist, dann ist das prima.

LG
Sonnenblume

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