Der lange Weg...
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Sonnenblume10
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Re: Der lange Weg...
Super Post von Simple Things.
Man kann es lernen, sich zu mögen und sich gut zu finden. Es ist am Anfang gar nicht so einfach, denn dann kommen sie wieder, die inneren Stimmen: Darf ich das eigentlich, mich gut fühlen, mit mir zufrieden sein?
Nein, gewiss nicht. Hochmut kommt vor dem Fall, das war schon immer so. Kaum gönnte ich mir was, bog was um die Ecke und ich war wieder da, wo ich war. Auf dem altbekannten Terrain, gefesselt von meinen Ketten: ich bin nicht gut genug, ich bin es einfach nicht wert. All die Anderen da draußen sind oft sooo viel besser als ich. Ich geißelte mich systematisch selbst, voller Überzeugung, dass ich eben nicht gut genug bin.
War ich unter Menschen, dann saß ich oft dabei und schaute den Anderen zu, wie sie lachten und sich freuten. Und ich? Ach, ich! Ich konnte doch nichts Interessantes beitragen, ich war nicht so amüsant, so gut im Erzählen. ich war halt einfach ein unsicheres Mauerblümchen, das sein Empfinden möglichst verbarg.
In der Arbeit war es ähnlich. Ich verglich mich mit Anderen und ich war schlechter. Gott, was diese Leute alles leisteten und taten und machten. Ich wollte schon nicht mehr auf Konferenzen fahren, denn da bekam ich erst recht die Bestätigung: Du bist nicht gut genug! Die sind alle besser als Du, Du kannst nicht mithalten.
Ich machte mich systematisch schlecht und glaubte fest daran. Ich war uneins mit mir selbst. Kein gutes Gefühl, denn es machte Angst und stiftete Unzufriedenheit.
Irgendwann begriff ich, woher das alles kam. Es lag in meiner Kindheit begründet und das Gefühl, oft nicht gut genug zu sein, hatte mich unbemerkt über Jahrzehnte begleitet. Es war eine Gewohnheit. Immer wieder tauchten sie auf, diese bösartigen Kobolde, die mir einflüsterten: Siehst Du, wieder mal das Ziel nicht erreicht, hähä! Wieder mal auf die Nase gefallen, Du bringst es einfach nicht, so wie immer.
Sie nervten mich, aber sie hatten ja Recht! Ich war eben nicht gut genug.
Als ich begriff, woher das alles kam, begriff ich allmählich, dass diese schlechten Gefühle von mir selbst produziert wurden. Ich war da sehr fleißig und produzierte viel, zu viel.
Und allmählich konnte ich das ablegen. Ich arbeitete an mir, ich lobte mich selbst, ich lernte, mich gut zu finden. Kam früher ein Lob, so dachte ich mir, der verarscht mich jetzt wohl. Heute kann ich es annehmen, heute freue ich mich darüber. Es ist seltsam, dass man diese Dämonen tatsächlich weg schicken kann, wenn man sie kennt. Klar kommen sie wieder und dann fangen sie wieder an mit ihren alt bekannten Tiraden. Ich sehe ihr Lamentieren, ihr hämisches Grinsen, denn sie wollen mich runterziehen, schlecht machen. Ich schicke sie dann einfach weg, in ihren Schrank und sage: ich kenne Euch gemeinen Lumpen, aber ich lass mich nicht mehr von Euch fertig machen.
Ich bin gut, gut genug, oft besser. Punkt.
Es ist so ziemlich das Mantra von Simple Things. Und dann geht vieles einfacher, denn das Mantra wirkt irgendwann. Die Einstellung zu sich selbst und zu anderen verändert sich. Man wird versöhnlicher, aber auch achtsamer mit sich selbst. Und das ist ein gutes Gefühl, es bedeutet mehr Zufriedenheit mit sich und der Welt, es bedeutet mehr Glück und es bedeutet mehr Selbstwertgefühl und das wiederum bedeutet mehr Mut, das Leben zu leben und sich daran zu freuen. Schläge werden kommen, aber das muss mich nicht daran hindern, das Leben jetzt zu genießen, denn wenn ich das nicht tue, kommen Schicksalsschläge auch.
Ich vermisse bei Dir, dass Du achtsam mit Dir umgehst. Die Überzeugung, dass Du leiden musst im Leben, ist stärker und damit geißelst Du Dich selbst.
Es ist egal, was wir schreiben. Du nimmst es zwar dankbar auf, aber machst weiter wie bisher. Ach, das Leiden, ja das Leiden, das muss kultiviert werden bis zum Exzeß. Alles wird in Frage gestellt, alles wird bejammert und beklagt. Ach, ich Arme, ich darf einfach nicht glücklich sein. Aber der Ex., der hat sein Leben auf die Reihe gebracht, der hat es geschafft, aber ich? Oh je, ich tappe im Morast und bleibe liegen.
Der Morast, den hast Du Dir selbst bereitet, denn Du weinst ja ständig. Und dann wunderst Du Dich, wenn Du dauernd hinfällst. Wieder mal durchgefallen, nein, ich darf mich nicht freuen!
Wenn es Dich zufrieden macht, dann mache es weiter. Mir und Simple ist das egal. Wir geben Dir gerne Ratschläge, aber wenn Du sie nicht umsetzen magst, dann lass es. Aber dann hör auch auf mit der Jammerei.
Lerne es, achtsam mit Dir zu sein. Lerne es, Dich gut zu finden. Du bist gut genug, allemal! Aber fang endlich mal damit an und hör auf, alles in Frage zu stellen.
Du lebst nach den berühmten drei Z's: Zögern, zaudern, zweifeln!
Viel Spaß dabei, das wird Dich im Leben echt voran bringen.
Stattdessen könntest Du auch mal das große "L" benützen: Liebe!
Liebe gegenüber sich selbst, Tut gut und lässt einen auch die anderen Menschen gelassener und liebevoller betrachten. Auch Du darfst das benützen. Und das ganz ohne "Z"!
Sonnenblume
Man kann es lernen, sich zu mögen und sich gut zu finden. Es ist am Anfang gar nicht so einfach, denn dann kommen sie wieder, die inneren Stimmen: Darf ich das eigentlich, mich gut fühlen, mit mir zufrieden sein?
Nein, gewiss nicht. Hochmut kommt vor dem Fall, das war schon immer so. Kaum gönnte ich mir was, bog was um die Ecke und ich war wieder da, wo ich war. Auf dem altbekannten Terrain, gefesselt von meinen Ketten: ich bin nicht gut genug, ich bin es einfach nicht wert. All die Anderen da draußen sind oft sooo viel besser als ich. Ich geißelte mich systematisch selbst, voller Überzeugung, dass ich eben nicht gut genug bin.
War ich unter Menschen, dann saß ich oft dabei und schaute den Anderen zu, wie sie lachten und sich freuten. Und ich? Ach, ich! Ich konnte doch nichts Interessantes beitragen, ich war nicht so amüsant, so gut im Erzählen. ich war halt einfach ein unsicheres Mauerblümchen, das sein Empfinden möglichst verbarg.
In der Arbeit war es ähnlich. Ich verglich mich mit Anderen und ich war schlechter. Gott, was diese Leute alles leisteten und taten und machten. Ich wollte schon nicht mehr auf Konferenzen fahren, denn da bekam ich erst recht die Bestätigung: Du bist nicht gut genug! Die sind alle besser als Du, Du kannst nicht mithalten.
Ich machte mich systematisch schlecht und glaubte fest daran. Ich war uneins mit mir selbst. Kein gutes Gefühl, denn es machte Angst und stiftete Unzufriedenheit.
Irgendwann begriff ich, woher das alles kam. Es lag in meiner Kindheit begründet und das Gefühl, oft nicht gut genug zu sein, hatte mich unbemerkt über Jahrzehnte begleitet. Es war eine Gewohnheit. Immer wieder tauchten sie auf, diese bösartigen Kobolde, die mir einflüsterten: Siehst Du, wieder mal das Ziel nicht erreicht, hähä! Wieder mal auf die Nase gefallen, Du bringst es einfach nicht, so wie immer.
Sie nervten mich, aber sie hatten ja Recht! Ich war eben nicht gut genug.
Als ich begriff, woher das alles kam, begriff ich allmählich, dass diese schlechten Gefühle von mir selbst produziert wurden. Ich war da sehr fleißig und produzierte viel, zu viel.
Und allmählich konnte ich das ablegen. Ich arbeitete an mir, ich lobte mich selbst, ich lernte, mich gut zu finden. Kam früher ein Lob, so dachte ich mir, der verarscht mich jetzt wohl. Heute kann ich es annehmen, heute freue ich mich darüber. Es ist seltsam, dass man diese Dämonen tatsächlich weg schicken kann, wenn man sie kennt. Klar kommen sie wieder und dann fangen sie wieder an mit ihren alt bekannten Tiraden. Ich sehe ihr Lamentieren, ihr hämisches Grinsen, denn sie wollen mich runterziehen, schlecht machen. Ich schicke sie dann einfach weg, in ihren Schrank und sage: ich kenne Euch gemeinen Lumpen, aber ich lass mich nicht mehr von Euch fertig machen.
Ich bin gut, gut genug, oft besser. Punkt.
Es ist so ziemlich das Mantra von Simple Things. Und dann geht vieles einfacher, denn das Mantra wirkt irgendwann. Die Einstellung zu sich selbst und zu anderen verändert sich. Man wird versöhnlicher, aber auch achtsamer mit sich selbst. Und das ist ein gutes Gefühl, es bedeutet mehr Zufriedenheit mit sich und der Welt, es bedeutet mehr Glück und es bedeutet mehr Selbstwertgefühl und das wiederum bedeutet mehr Mut, das Leben zu leben und sich daran zu freuen. Schläge werden kommen, aber das muss mich nicht daran hindern, das Leben jetzt zu genießen, denn wenn ich das nicht tue, kommen Schicksalsschläge auch.
Ich vermisse bei Dir, dass Du achtsam mit Dir umgehst. Die Überzeugung, dass Du leiden musst im Leben, ist stärker und damit geißelst Du Dich selbst.
Es ist egal, was wir schreiben. Du nimmst es zwar dankbar auf, aber machst weiter wie bisher. Ach, das Leiden, ja das Leiden, das muss kultiviert werden bis zum Exzeß. Alles wird in Frage gestellt, alles wird bejammert und beklagt. Ach, ich Arme, ich darf einfach nicht glücklich sein. Aber der Ex., der hat sein Leben auf die Reihe gebracht, der hat es geschafft, aber ich? Oh je, ich tappe im Morast und bleibe liegen.
Der Morast, den hast Du Dir selbst bereitet, denn Du weinst ja ständig. Und dann wunderst Du Dich, wenn Du dauernd hinfällst. Wieder mal durchgefallen, nein, ich darf mich nicht freuen!
Wenn es Dich zufrieden macht, dann mache es weiter. Mir und Simple ist das egal. Wir geben Dir gerne Ratschläge, aber wenn Du sie nicht umsetzen magst, dann lass es. Aber dann hör auch auf mit der Jammerei.
Lerne es, achtsam mit Dir zu sein. Lerne es, Dich gut zu finden. Du bist gut genug, allemal! Aber fang endlich mal damit an und hör auf, alles in Frage zu stellen.
Du lebst nach den berühmten drei Z's: Zögern, zaudern, zweifeln!
Viel Spaß dabei, das wird Dich im Leben echt voran bringen.
Stattdessen könntest Du auch mal das große "L" benützen: Liebe!
Liebe gegenüber sich selbst, Tut gut und lässt einen auch die anderen Menschen gelassener und liebevoller betrachten. Auch Du darfst das benützen. Und das ganz ohne "Z"!
Sonnenblume
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Sonnenblume10
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Re: Der lange Weg...
Der Antworten der klugen Simple things ist nichts hinzuzufügen! Bleib auf dem Weg zu Dir selbst, die Zeit dafür ist gut angelegt.
Sonnenblume
Sonnenblume
Re: Der lange Weg...
Liebes Schiffchen,
es ist nun ein Jahr her, seitdem du dich getrennt hast und hier den Beitrag geschrieben hast. Ich bin auch seit 3 Wochen in dieser Situation und es geht mir genauso wie dir. Die Kontaktsperre zerfrisst mich. Es ist ultra anstrengend, sie durchzuhalten. Jede Minute... Wie geht es dir inzwischen? Wie hast du die Zeit überstanden? Hast du dir immer wieder Hoffnung gemacht?
Ich würde mich freuen von dir zu hören.
Liebe Grüße,
Schildi
es ist nun ein Jahr her, seitdem du dich getrennt hast und hier den Beitrag geschrieben hast. Ich bin auch seit 3 Wochen in dieser Situation und es geht mir genauso wie dir. Die Kontaktsperre zerfrisst mich. Es ist ultra anstrengend, sie durchzuhalten. Jede Minute... Wie geht es dir inzwischen? Wie hast du die Zeit überstanden? Hast du dir immer wieder Hoffnung gemacht?
Ich würde mich freuen von dir zu hören.
Liebe Grüße,
Schildi
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Sonnenblume10
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Re: Der lange Weg...
Es ist seltsam, dass Getrennte und vor allem Verlassene sich immer einbilden, der Ex könne quasi die "Erlösung" bringen. Wenn er mir sagen würde, dass er mir längst vergeben hat, dann ...schiffchen92 hat geschrieben:Ich habe leider immer noch das Gefühl, dass nur er der Schlüssel sein kann und mit irgendwelchen heilsamen Worten etwas in mir zum Schweigen bringt. Aber genau da ist ja das falsche Denken und ich ärgere mich sehr, dass ich es nach einem Jahr immer noch nicht begriffen habe bzw. umsetzen kann und die Gefühle vom Tag der Trennung und die Bilder noch immer so lebhaft in mir haften.
Wäre das tatsächlich hilfreich? Nein, ich glaube das nicht. Man fängt höchstens an, sich noch mehr damit zu beschäftigen und sich zu fragen, ob er mir auch tatsächlich verziehen hat oder ob da nicht doch noch was ...
Es gibt keine Antwort aus dem Mund eines anderen Menschen, die Dir hier wirklich helfen kann. Die Antwort liegt in Dir selbst. Also finde sie und mache endlich Deinen Frieden mit dieser uralten Geschichte, die mittlerweile einen grausigen Rauschebart trägt.
Ich glaube auch nicht, dass Du an ihm als Person festhältst, denn er ist über alle Berge und denkt vermutlich kaum noch an Dich. Du hältst Dich aber an Gedanken und Emotionen fest, die Du nicht gehen lassen willst und diese uralte Geschichte wird zu einem richtigen Verfolger in Deinem Seelenleben.
Er kann Dich hier weder entlasten noch davon befreien und ich fände es sehr schön, wenn Du ihn endlich mal loslassen und Dich von dieser Altlast befreien würdest. Die Sache hat nicht die Bedeutung, die Du hinein interpretierst, aber Du stehst Dir immer noch selbst im Weg.
Der Weg des Leidens ist eben attraktiver für Dich. Also musst Du es wohl oder übel aushalten. Aber es ist Deine Entscheidung. Ich will mich immer noch selbst martern oder ich will es nicht.
Die Aussöhnung mit Altasten findet immer nur in Dir selbst statt, da gibt es keinen, der Dir das abnehmen kann. Deine Mutter kann 20 Jahre tot sein und Du machst ihr von Zeit zu Zeit immer noch Vorwürfe, weil sie Dir so viel Schlimmes angetan hat oder Du sagst Dir irgendwann, sie hat getan was sie konnte und was sie für richtig hielt und es ist gut für mich, weil ich daher so und so geworden bin.
Wenn er tot wäre, bliebe Dir auch nur die Aussöhnung in Dir selbst übrig und die ist genauso wirksam.
Aber ich finde nicht, dass Du dafür jetzt wieder in sein Leben einbrechen musst mit irgendwelchen Bildchen, mit denen Du Dich wieder bei ihm in Erinnerung bringen willst. Lass den Mann, der keinen Kontakt sucht (da er keinen will), doch einfach mal in Ruhe! Dock nicht wieder an und hoffe auf Dinge, die nicht so eintreffen werden, wie Du sie erhoffst. Denn damit beschwörst Du nur wieder Erwartungshaltungen herauf.
Ich finde es ehrlich gesagt, kindisch, nach all der Zeit sich wieder mit Bildchen einklinken zu wollen und wieder Brücken aufbauen zu wollen, die offenbar nur Du willst. Du kannst Brücken aufbauen so viele Du willst, wenn er sie nicht beschreitet, sind sie umsonst.
Er ist am anderen Ufer. Dann lass ihn dort sein Leben leben und richte Deines, aber ohne ihn wieder zu "belästigen" und auf Absolution zu erhoffen für all die "schlimmen" Dinge, die Du nicht richtig gemacht hast.
Mach die Zukunft besser, aber wühle nicht im Schlamm der Vergangenheit ständig rum.
Knoff hat letzthin einen sehr schönen Satz geschrieben. Er wurde auch verlassen, hat sich aber schon sehr abgenabelt und ist jetzt im Urlaub. Er sagte, er würde sich jetzt einfach selbst glücklich machen!
Wie schön wäre es, wenn Du es Dir auch wert wärest, dass Du Dich endlich lernst, Dich selbst glücklich zu machen!
Sonnenblume
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lillytaube
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Re: Der lange Weg...
Hey Schiffchen,
du erinnerst mich sehr an mich. Ich muss sagen, obwohl ich diese Watsche von meinem Ex bekommen habe, rutschen manchmal noch die Gedanken ab, hin zu ihm. WAAAS: Total bekloppt, ich weiß. Ich schiebe sie nun beiseite. Wie seine neue meinte: "Du hattest deine Chance (mit ihm)". Tja, im Grunde genommen hatte er auch seine mit mir.
Wir alle machen Fehler im Leben und benehmen uns in bestimmten Situationen so gar nicht bilderbuchtauglich. Ich denke aber, wenn man wirklich zusammen bleiben möchte, kann man so ziemlich alles überstehen. Man muss es nur wollen. Und das meine Liebe, muss irgendwo in unseren Köpfen ankommen. Sie wollten nicht alles überstehen. Sie wollten uns nicht mehr. Damit müssen wir klar kommen, auch wenn es weh tut.
Das Leben muss irgendwie weitergehen, weil wir - Gott sei Dank - keinen andern vermeindlich leichteren Ausweg gewählt haben.
Du kannst doch deinen Ex immer im Herzen behalten, das waren ja schließlich auch ne Menge schöne Erinnerungen. Aber lass auch Platz für Neues.
du erinnerst mich sehr an mich. Ich muss sagen, obwohl ich diese Watsche von meinem Ex bekommen habe, rutschen manchmal noch die Gedanken ab, hin zu ihm. WAAAS: Total bekloppt, ich weiß. Ich schiebe sie nun beiseite. Wie seine neue meinte: "Du hattest deine Chance (mit ihm)". Tja, im Grunde genommen hatte er auch seine mit mir.
Wir alle machen Fehler im Leben und benehmen uns in bestimmten Situationen so gar nicht bilderbuchtauglich. Ich denke aber, wenn man wirklich zusammen bleiben möchte, kann man so ziemlich alles überstehen. Man muss es nur wollen. Und das meine Liebe, muss irgendwo in unseren Köpfen ankommen. Sie wollten nicht alles überstehen. Sie wollten uns nicht mehr. Damit müssen wir klar kommen, auch wenn es weh tut.
Das Leben muss irgendwie weitergehen, weil wir - Gott sei Dank - keinen andern vermeindlich leichteren Ausweg gewählt haben.
Du kannst doch deinen Ex immer im Herzen behalten, das waren ja schließlich auch ne Menge schöne Erinnerungen. Aber lass auch Platz für Neues.
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Sonnenblume10
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Re: Der lange Weg...
Schön gesagt! Wäre ein gutes Modell für die Zukunft, die Schiffchen nicht in ihr Leben lässt.lillytaube hat geschrieben:Du kannst doch deinen Ex immer im Herzen behalten, das waren ja schließlich auch ne Menge schöne Erinnerungen. Aber lass auch Platz für Neues.
Sonnenblume
Re: Der lange Weg...
Das ist glaube ich grundsätzlich auch ganz normal und - so habe ich es zumindest bei mir festgestellt - wird durch z. B. Müdigkeit stark verstärkt.schiffchen92 hat geschrieben:ACH Mensch...
Es kann an der Müdigkeit liegen und ich gehe gleich auch fix ins Bett.
Aber hier in meinem Heimatort bei meiner Mama in der Wohnung wo er auch einfach ein und aus gegangen ist, bis ich ausgezogen bin... Es holt mich jedes Mal neu ein. Es wird irgendwie kein neutraler Boden...
Sobald ich Deutschenboden erreicht hatte, hat mich schon so ein komisches Gefühl beschlichen, und je näher ich an mein zu Hause kam, desto komischer wurde es.
Dadurch ist fix ins Bett gehen die richtige Entscheidung.
Ja, auch das ist, denke ich normal. Manchmal muss man das glaube ich sogar etwas zulassen, um den Blick danach klarer und fokussierter zu haben.schiffchen92 hat geschrieben: Ich weiß gar nicht warum. Was passiert schon, wenn ich die beiden sehen sollte, oder nur ihn. Es würde sich nichts, einfach gar nichts andern. Und trotzdem hab ich so ein un gutes Gefühl uberall kommen Erinnerungen noch, immer fuhle ich Mich einfach nur richtig schlecht wenn ich her bin ;(
Irgendwo in meinem Kopf spielt sich immer die vergangenheit ab, in einem anderen teil die Zukunft wie sie mit ihm ausgesehen hätte. Und beide sind aber so schwammig und gar nicht mehr zu greifen. Ich würde sagen dass ich unsere Beziehung soweit zerdacht habe, dass ich keinen klaren Blick mehr darauf habe...
Dabei sollte doch gerade win >zu Hause< sich sicher und geschützt anfühlen.
Gr. Nervig.
Wichtig dabei ist, dass du die für dich richtigen Schlüsse daraus ziehst, damit es nach und nach immer besser und immer einfacher wird. Lass es auch mal zu, dass es dir schlecht geht. Aber lass es nicht dauerhaft zu. Versuche, dieses Gefühl zu verarbeiten und dadurch auf Dauer wieder zu einem dauerhaft positiven Gefühl werden zu lassen.
Ich kann dir versichern: Das klappt! Ich fand die Idee, mit den Gefühlen zu sprechen, wirklich nicht schlecht. Mir hat es gut geholfen und seitdem fühle ich mich zu Hause zu 99 % wohl - und wenn es doch mal nich so ist, dann lasse ich es für den Moment zu, akzeptiere es und sage aber auch ganz klar, dass das Bleiberecht begrenzt ist.
Liebe Grüße
knoff
Re: Der lange Weg...
Hi Schiffchen,
in den Momenten, wo ich kurz vor dem Einknicken bin, lasse ich entweder alles hier raus (manchmal auch 2x hintereinander, dafür ist es ja da
) oder, wenn das noch nicht hilft, lese ich viel im Internet. Andere Geschichten. Das, was meine Finger dann bei Google eingeben. Und das lenkt mich ab. Das mache ich so lange, bis dieser extreme "Druck" verschwunden ist.
Danach kann ich in der Regel einen klareren Gedanken finden und es fällt einem leichter, die "richige" Entscheidung zu treffen.
Auch den Tipp von Simple things finde ich gut. Probier es einfach mal aus.
Und streiche das "eigentlich" aus deinem letzten Satz. Denn du bist es dir wert. Nur du bist es dir wert.
Du darfst dabei defintiv egoistischer sein (ich weiß, nicht immer leicht...).
in den Momenten, wo ich kurz vor dem Einknicken bin, lasse ich entweder alles hier raus (manchmal auch 2x hintereinander, dafür ist es ja da
Danach kann ich in der Regel einen klareren Gedanken finden und es fällt einem leichter, die "richige" Entscheidung zu treffen.
Auch den Tipp von Simple things finde ich gut. Probier es einfach mal aus.
Und streiche das "eigentlich" aus deinem letzten Satz. Denn du bist es dir wert. Nur du bist es dir wert.
Du darfst dabei defintiv egoistischer sein (ich weiß, nicht immer leicht...).
Re: Der lange Weg...
Ja, zumindest verstehe ich das so in diese Richtung. So hast du das Gefühl für einen bewussten Moment zugelassen und danach gibst du dich positiven Dingen und Gefühlen hin.schiffchen92 hat geschrieben:Und das 'es tut mir leid' ist an mich selbst gerichtet? Also so ein : es tut mir leid, dass es dir/mir jetzt so geht, aber ich verzeihen dass es dir/mir so geht?
Oder was meint ihr damit?
Viele Sachen muss man mal probieren und schauen, ob es klappt.
Aber nochmal: Ich finde, diese Gefühle müssen bewusst verarbeitet werden. Aber dürfen nicht dauerhaft da sein! Es ist wichtig, dass du dir gutes tust und dich gut fühlst. Das musst du dir wert sein. Und da kannst nur du dir helfen.
Sei es dir wert. Immer und überall. Lenk dich ab, wenn negative Gedanken kommen. Wie auch immer. Hauptsache, du findest eine gute Mischung aus "es geht mir schlecht" und "es geht mir super", damit das zweite immer mehr und immer länger wird. Es geht immer voran.
Egal was kommt, DEIN Leben wird toll, weil DU es zu einem tollen Leben machst.
Re: Der lange Weg...
Das ist absolut okay und dann wohl auch die richtige Entscheidung. Das wird dir ganz sicher helfen!schiffchen92 hat geschrieben: Ich glaube alleine schaffe ich das nicht und werde mir dafür wirklich psychologische Unterstützung suchen.
Habe mich im letzten Jahr so im Kreis gedreht, dass ich das anerkennen muss, und ich glaube das ist auch okay..
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