Trennung nach 20 Jahren

zeitschleifchen
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Re: Trennung nach 20 Jahren

Beitrag von zeitschleifchen » Mi 30. Jan 2019, 19:12

Hallo SkyHigh,

zu meiner Begründung, warum ich nichts davon halte, dass du jetzt Deine Selbstständigkeit aufgibst. Offensichtlich ist Deine Frau enttäuscht und Du hast gerade an Attraktivität bei ihr eingebüßt. Attraktiv macht nicht, dass Du jetzt Dein ganzes Leben für sie aufgibst und jetzt Alles machst, was sie möchte. Wichtig wäre (aus meiner Sicht), dass Du Dich neu positionierst und zwar in dem Sinn, dass du wieder mit beiden Beinen im Leben stehst und Dir Ziele setzt. Ob und welche Arbeit das ist, ist völlig sekundär. Schau wieder auf Dich, das ist wichtig. Schau, was Dir wichtig im Leben ist, auch was Deine Interessen sind und setze Dich dafür ein - Und natürlich, dass Du Vater bist und für Deine Kinder da bist.

Liebe Grüße
zeitschleifchen

Bobby41
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Re: Trennung nach 20 Jahren

Beitrag von Bobby41 » Do 31. Jan 2019, 08:21

Ja, da sind wir wohl unterschiedlicher Meinung, wie auch öfters schon in den Diskussionen hier. Aber das läuft bei mir unter Diversizität und es ist auf jeden Fall gut, wenn man Probleme mal von unterschiedlicher Seite beleuchtet.
Ich weiß nicht, ob du schonmal selbständig gearbeitet hast, zeitschleifchen, aber ich habe 2 Familien zerfallen sehen, die fast genau in SkyHighs Situation waren. Einer war ein guter Freund. Selbständigkeit ist für viele verdammt hart.

Nachtrag : oh, du hast zweimal gepostet, den zweiten hatte ich noch gar nicht gelesen. Also, damit da keine Missverständnisse aufkommen : ich rate SkyHigh dazu, seine Selbständigkeit gegen ein Angestelltenverhältnis zu tauschen damit :
a) verlässlich Geld reinkommt (vor allem im Krankheitsfall!),
b) auch mal ein Urlaub drin ist, denn man als Familie braucht und
c) er und seine Frau sich nicht den ganzen Tag lang über die Füsse laufen, denn das ist fast das schlimmste, das man einer Beziehung antun kann.

Von "opfern" und "es ihr nur Recht machen" würde ich dabei nicht sprechen. Wenn man sich für eine Familie entscheidet, dann muss man auch immer Kompromisse eingehen.
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Re: Trennung nach 20 Jahren

Beitrag von Insane » Do 31. Jan 2019, 09:22

Ich glaube, Himmelchen hat das Hauptproblem schon selber erkannt und hier skizziert. Und das ist weniger die Arbeit als vielmehr sein privater Big Lebowski - Life style.
So wie er schreibt, hat sie ihm ja über lange Zeit die Stange gehalten, auch als er krank war - wo vermutlich Arbeit UND Privates komplettn an ihr hängen blieben. Und trotzdem noch zu ihm gestanden. Der Bruch kam erst, als es danach im gleichen oder ähnlichen Stil weiter ging.
Da jetzt zu sagen der Job sei schuld, geht doch völlig am Thema vorbei. Himmelchen hat den Ar... nicht hoch gekriegt und sie hat ihm den Stuhl vor die Tür gestellt. Als ultimativen Wink mit der Dachlatte, vermute ich, um ihn vielleicht doch noch mal wach zu kriegen.
Der Job spielt dabei doch erst mal gar keine Rolle; über den können sie sich zusammen Gedanken machen, wenn die wirklichen Brocken beseitigt sind.
"Die Ehe ist ein Versuch, zu zweit wenigstens halb so glücklich zu werden, wie man allein gewesen ist." - Oscar Wilde

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Re: Trennung nach 20 Jahren

Beitrag von zeitschleifchen » Do 31. Jan 2019, 10:10

Ich sehe das genauso wie Insane.

Und Bobby - ich bin ebenfalls selbstständig tätig ;)

Liebe Grüße
zeitschleifchen

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Re: Trennung nach 20 Jahren

Beitrag von Bobby41 » Do 31. Jan 2019, 11:04

Jetzt nervt es mich gerade ! Wozu schreibe ich das alles so ausführlich (Mo 28. Jan 2019, 09:02) wenn ich dann doch aus dem Zusammenhang gerissen auf diese Eindimensionalität reduziert werde ? Die berufliche Situation ist nur EINE von SkyHigh's Baustellen. Aber dass ihr beide nun so tut, als läge es an allem anderen, und mit dem Job sei alles in Ordnung, dem will ich hier klar widersprechen ! Und zeitschleifchen, du hast doch weder Mann noch Kinder, wenn ich mich recht erinnere, da kannst du die Auswirkungen deiner Selbständigkeit wirklich nicht mit SkyHigh's vergleichen.

Lasst uns SkyHigh's Thread bitte nicht weiter mit dieser Diskussion belasten. Es gibt dazu unterschiedliche Meinungen, diese wurden benannt und fertig. Es ist sowieso klar, dass seine Frau darin nicht das Hauptproblem sieht, sonst hätte sie es ihm sicherlich gesagt. Ich denke, seine Frau hat es sich nicht einfach gemacht mit ihrer Entscheidung. Und sie lässt ihm ein Hintertürchen offen. Da macht es doch Sinn, sich genau zu überlegen, wann und wie man dieses Hintertürchen am zielführendsten nutzt.
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Re: Trennung nach 20 Jahren

Beitrag von Insane » Do 31. Jan 2019, 11:11

Bobby41 hat geschrieben:
Do 31. Jan 2019, 11:04
Wozu schreibe ich das alles so ausführlich (Mo 28. Jan 2019, 09:02) wenn ich dann doch aus dem Zusammenhang gerissen auf diese Eindimensionalität reduziert werde ?
Ach guck mal an, da steht ja tatsächlich noch mehr...
Zugegeben, das mit dem Job kommt da eher "u.A.". Hat die folgende Diskussion so dolle bestimmt; da ist mir das ziemlich durchgerutscht.
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Re: Trennung nach 20 Jahren

Beitrag von Insane » Do 31. Jan 2019, 11:18

Sag mal, Skymaster, bist Du eigentlich noch dabei?
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Re: Trennung nach 20 Jahren

Beitrag von zeitschleifchen » Do 31. Jan 2019, 11:37

Bobby41 hat geschrieben:
Do 31. Jan 2019, 11:04
Jetzt nervt es mich gerade ! Wozu schreibe ich das alles so ausführlich (Mo 28. Jan 2019, 09:02) wenn ich dann doch aus dem Zusammenhang gerissen auf diese Eindimensionalität reduziert werde ? Die berufliche Situation ist nur EINE von SkyHigh's Baustellen.
Naja, es kommt doch darauf an, ob er das auch so sieht. Ich finde es nach wie vor anmaßend ihm nahe zu legen seinen Beruf zu wechseln. Ich gebe Dir Recht, es ist seine Gesamtsituation, die er lösen muss. Das muss aber nicht im Ergebnis darin enden, dass er seine Tätigkeit ändert. Es geht darum, dass er seine Ziele findet - egal welche das sind. Und auch wenn Du glaubst, dass es besser wäre, das in einem angestelltenverhältnis zu leben, heißt das nicht, dass es für ihn passen muss. Denn Du kennst seine Umstände hierzu nicht.
Bobby41 hat geschrieben:
Do 31. Jan 2019, 11:04
Aber dass ihr beide nun so tut, als läge es an allem anderen, und mit dem Job sei alles in Ordnung, dem will ich hier klar widersprechen ! Und zeitschleifchen, du hast doch weder Mann noch Kinder, wenn ich mich recht erinnere, da kannst du die Auswirkungen deiner Selbständigkeit wirklich nicht mit SkyHigh's vergleichen.
Ob und wieviele Männer und Kinder ich habe, Bobby - steht tatsächlich nicht zur Debatte. Aber ich habe einen eins A Einblick in Selbstständigkeit und weiß, es gibt viele Fassetten davon. Daher ist es anmaßend, dass Du einen so maßiven Schritt rätst ohne dass Du wirklich seine Situation kennst. Die Erfahrungen in Deinem Bekanntenkreis sind natürlich traurig aber das sind Deine Bekannten und das ist nicht Himmelchen.
Bobby41 hat geschrieben:
Do 31. Jan 2019, 11:04
Lasst uns SkyHigh's Thread bitte nicht weiter mit dieser Diskussion belasten. Es gibt dazu unterschiedliche Meinungen, diese wurden benannt und fertig. Es ist sowieso klar, dass seine Frau darin nicht das Hauptproblem sieht, sonst hätte sie es ihm sicherlich gesagt. Ich denke, seine Frau hat es sich nicht einfach gemacht mit ihrer Entscheidung. Und sie lässt ihm ein Hintertürchen offen. Da macht es doch Sinn, sich genau zu überlegen, wann und wie man dieses Hintertürchen am zielführendsten nutzt.
Na, Du hast noch etwas dazu gesagt - ich auch. :)

Viel Glück, Himmelchen - ich bin hier raus.

Liebe Grüße
zeitschleifchen

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Re: Trennung nach 20 Jahren

Beitrag von SkyHigh » Do 31. Jan 2019, 19:13

Ja ich bin noch dabei, kann aber immer erst Abends in ruhe schreiben! ;)

Tja das mit der Arbeit ist natürlich so eine Frage, ich denke ein kleines Puzzelteil wird es auch sein, das Hauptproblem ist wenn wir mal Urlaub machen wollten war das Geschäft natürlich zu und wenn man dann z.B zwei Wochen nach Ibiza fliegt ist das mit dem Umsatzausfall so teuer wie ein Karibikurlaub, das ist dann mit diesem Wissen nicht ganz so erholsam. Ich verdiene ganz ok, aber das ist natürlich immer relativ und auch jeden Monat ein neuer Kampf, ob das auf Dauer so Bestand hat weiß man nicht, es kann natürlich auch schief gehen und sollte auf längere Sicht deutlich mehr werden. Ich denke ich werde da mal meine Chancen auslooten und dann kann ich immer noch entscheiden.

Wir hatten heute noch einmal ein längeres Gespräch welches von ihr ausging, dort hat sie mir gesagt das sie versuchen wird sich woanders zu bewerben, erstens damit wir mehr Geld haben und zweitens damit ich sie nicht jeden Tag sehe. Sie weiß leider immer direkt wie es mir geht, da kann ich absolut nichts vorspielen...

Sie hat mir dann auch gesagt das es ihr alleine aktuell besser geht und das sie zur Zeit nicht glaubt das es noch etwas wird. Das ganze hat sie unter tränen gesagt, mir auch nochmal die Dinge vorgehalten die alle schief gelaufen sind. Außerdem sagte Sie das sie es nicht verkraften könne noch einmal so enttäuscht zu werden, dann könne ich sie einweisen lassen.
Wenn sie mir noch eine Chance geben würde ist sie sicher das es in nem halben Jahr wieder so wäre wie früher... (das kann ich natürlich nicht widerlegen/versprechen)

Was mir ein wenig Mut macht ist das sie heute, bzw. nicht einmal nach der Trennung gesagt hat das sie mich nicht mehr liebt, deswegen habe ich noch die kleine Hoffnung das es noch eine dritte Chance gibt. Leider habe ich das Gefühl das der Schmerz und die Enttäuschung sehr tief sitzt und dann ein sehr harter und langer Weg wird.

Irgendwie muss ich die Dinge für mich machen, aber das ist wahrlich nicht leicht wenn man immer diese Frau im Kopf hat...

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Re: Trennung nach 20 Jahren

Beitrag von Insane » Do 31. Jan 2019, 19:52

Locker bleiben, junger Skywalker!
Ich glaube, Du bist mit einer ziemlich intelligenten Frau gesegnet. Viel intelligenter als Du es bist. Macht nichts, ist bei vielen von uns Kerlen so, bei mir auch!
Deine Perle macht es intuitiv richtig, die denkt gerade für Dich mit. Sie sorgt dafür, dass Ihr beide etwas Abstand von einander gewinnt und jeder für sich die Chance hat, wieder in die Spur zurück zu finden.
Ob das eine endgültige Trennung wird, kann man jetzt noch gar nicht sagen. Aber tu für Dich erst mal so als ob, dann fällt es Dir bald leichter.
Wenn sie die Dinge so gesgt hat wie Du sie wiedergibst, dann ist das mit der Trennung eher eine Vernunfts - statt eine Gefühlsentscheidung: Sie kann gerade nicht mehr, Euer Zusammenleben tut ihr nicht gut, sie braucht zumindest eine lange Pause.
Lass ihr das und mach es genau so wie sie. Krieg Deinen Kram für Dich wieder auf die Reihe (nicht!!! für sie! Nicht den neugeborenen Traumtypen raushängen lassen, nicht ihr was zeigen, beweisen, demonstrieren wollen! Wie gesagt, die ist clever, das würde voll in die Hose gehen!)
Und dann schau mal, wie es weiter geht!
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