Habe Deine Ergänzung erst jetzt gesehen.Scibby86 hat geschrieben:@ Muffintopdelux
Natürlich kann sie machen was sie möchte. das fiese ist nur, das sie die Trennung eher als Pause ausgelegt hat um ihre Gefühle zu sammeln und ich ihr damals in meiner Verzweiflung sagte das ich Angst hätte sie da an einen anderen zu verlieren. Sie sagte das das kein Thema wäre. Darauf bezieht sich mein hinterfotzig und Opfer. Sie hätte es mir doch wenigstens vernüftig sagen können. wir haben uns ja nicht im Streit getrennt.
Eine kurze Situationsanalyse aus meiner persönlichen Sicht:
1. Deine Ex ist psychisch labil und derzeit (bzw. schon über einen längeren Zeitraum) in einer seelischen bzw. emotionalen Ausnahmesituation.
Ihr wird der Druck in der letzten Beziehungsphase zu groß, so dass sie in einer Art Kurzsschlussreaktion die Beziehung beendet, um sich selbst ein wenig Luft zum Atmen zu verschaffen.
2. Du äußerst die Befürchtung, Du könntest sie an einen anderen verlieren, was sie verneint (ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass sie nach einer gewissen Zeit der Ruhe und Selbstreflexion noch einmal in sich gegangen wäre und ihre etwas überstürzte Entscheidung überdacht hätte).
3. Kurze Zeit später sieht sie, dass Du (ausgerechnet!) Kontakt zu Mrs. X aufgenommen hast, welcher sie seit jeher höchstwahrscheinlich liebend gern die Augen auskratzen würde, wenn sie könnte.
Nun meine Frage:
Was genau hätte sie Dir hier vernünftig sagen sollen? Ich glaube, Du bist Dir tatsächlich nicht darüber bewusst, dass Du ihr damit eine emotionale Ohrfeige verpasst hast, die sich gewaschen hat. Das Klatschgeräusch müsste man eigentlich noch in einigen Kilometern Entfernung gehört haben.
Sie ist wie gesagt psychisch bzw. emotional eh schon labil, nimmt sich eine Art Auszeit, und dann kommst Du und piekst nochmal kräftig mitten in ihr eh schon lädiertes und auf halb 8 hängendes Wespennest hinein.
Sie hat Dir mit dem Posting wie gesagt eine Retourkutsche verpasst. Eine Art Trotzreaktion, um Dir ebenfalls weh zu tun.
Ich persönlich glaube nicht, dass dieser Typ irgendeine ernstzunehmende emotionale Bedeutung für sie hat.
Sicher sucht sie irgendwo ein Ventil für ihre Sorgen und holt sich hier eine gewisse Portion Selbstbestätigung.
Vielleicht ist er tatsächlich nur ein guter Freund, wer weiß das schon.
Dass Du diesen "Fehler" (Freundschaftsannahme) begangen hast, ist eine Sache. Ist passiert und nicht mehr rückgängig zu machen.
Deswegen abhaken und nach vorne schauen.
Das einzige, was ich Dir an dieser Stelle mitgeben möchte ist, dass Du wie gesagt auch einmal versuchst, Dich in Deine Ex hineinzuversetzen.
Wie hättest Du denn bitte an ihrer Stelle reagiert? Also ich an ihrer Stelle hätte Dir spätestens nach dieser Aktion innerlich mal gepflegt den Stinkefinger gezeigt. Und zwar einen überdimensionalen. Ihr Posting kannst Du auch getrost als einen solchen verstehen.
Actio → Reactio. Ganz einfaches Ding. Das ist weder hinterfotzig, noch fies oder gemein, sondern vielmehr eine (vielleicht nicht sonderlich erwachsene, aber aus weiblicher Sicht absolut nachvollziehbare) Reaktion auf Deine vorangegangene Provokation, die sie in ihrer eh schon labilen Verfassung wahrscheinlich nochmal ein gewaltiges Stück zurückgeworfen hat in ihrem persönlichen Reflektionsprozess.
Eine „vernünftige“ Reaktion konntest Du in ihrer derzeitigen Verfassung hier beim besten Willen nicht von ihr erwarten.
Ich würde jetzt tatsächlich mal gemäß dem allgemeinen Tenor hier den kompletten Rückzug antreten und vor allem dieses unsägliche Social-Media-Gedöns abstellen. Lass erstmal Ruhe in die ganze Sache einkehren und kümmere Dich um Deinen eigenen Kram.
Was zu einem späteren Zeitpunkt dann sein wird, wird man dann sehen.
Geht's Dir denn gut? Nein, tut es nicht. Du bist durch die Trennung selbst in einem emotionalen Tief und innerlich dermaßen ungefestigt und „bedürftig“, dass sämtliche Social-Media-Eigendarstellung komplett geschauspielert und somit unauthentisch wäre.Scibby86 hat geschrieben:Dann verstehe ich aber auch nicht, warum man hier bestärkt wird, nach einer Zeit über Social Media dem Ex zu zeigen das es einem gut geht.
Zudem kommst Du doch selbst auch überhaupt nicht zur Ruhe, wenn Du ständig überlegen müsstest, was Du als nächstes „Tolles“ präsentieren könntest, um zu zeigen, wie „gut“ es Dir doch geht.
Und da wären wir wieder beim Thema Manipulation. Und die geht wie gesagt so ziemlich immer irgendwann nach hinten los.
Ich persönlich halte diesen ganzen Ratgeber-Kram teilweise für kompletten Nonsens. Weil er in der Praxis i.d.R. nur kurzfristig funktioniert.
Sämtliche "Erfolge", die ausschließlich auf manipulativen Strategien basieren, sind meist nur von kurzer Dauer.
Authentizität heißt das Zauberwort. Du kannst und sollst ihr selbstverständlich zeigen, dass es Dir gut geht. Aber bitte nur dann, wenn es tatsächlich der Wahrheit entspricht und es sich durch eine nicht inszenierte und bestenfalls zufällige Situation ergibt.
Du bist gerade selbst emotional angeschlagen durch die Trennung. Also sorge zunächst dafür, dass es Dir wieder gut geht.
Und gib auch ihr die Möglichkeit, sich selbst wieder emotional zu stabilisieren.
Erst dann macht eine erneute Wiederannäherung überhaupt Sinn.
