Gefühle da, Angst aufzumachen

Lässt sich meine Beziehung retten?
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Samba77
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Gefühle da, Angst aufzumachen

Beitrag von Samba77 » Di 12. Dez 2017, 15:57

Hallo zusammen
ich war schon mal hier mit anderem Namen, habe diesen leider verlegt.

Diese mal habe ich eine simple Frage: Soll ich die entweder oder Frage stellen, selber aktiv werden (trennung oder bindung herstellen), oder es noch eine paar Wochen beobachten? Der Schwebezustand tut mir nicht gut.

DieFakten:
beide 30, Fernbezieghung, vor 1,5 Jahren kennengelernt.

Ich war mehr für sie da, sie hatte Tod von Mutter zu verkraften, habe ihr ein "Nest" geboten, geschaut dass es ihr gut geht.
Sie war gleich Feuer und Flamme, ich bin es langsam angegangen, habe sie auch mal "eingebremst"..wollte nicht nur der emotionale Mülleimer und Sexpartner sein. Hab mich gefragt ob das was werden kann, ich brauch da länger.
Das hat zu Diskusionen und kl. Verletzungen, verbal, geführt und sie ist sie hat jetzt Angst wieder aufzumachen.
Auch ich hatte Zweifel, Fernbeziehung halt, das brauch Zeit.

Kürzlich habe ich ihr gesagt dass ich Gefühle für sie habe, das hat geflasht; wo sie sich doch iwie zurückziehen wollte.
Sie schafft das nicht wirklich, villeicht kann sie und ich einfach nicht loslassen?

zzt. ist sie die die nicht aufmachen kann, sie hat Gefühle extreme sagt sie, aber auch extreme Angst jetzt, sie kann mich aber iwie auch nicht loslassen.
Schreibt mir dann von ihren Gefühlen für mich aber auch von Ihrer Angst.

Ich möchte für mich bald eine Entscheidung, da will ich dann aber auch keinen Kontakt mehr bez. Gefühlen usw. sollte sie klar die Trennung wollen.

Ich möchte daran arbeiten, an der Beziehung....sie hat Gefühle aber Angst und kann schwer aufmachen jetzt

Was kann man da machen? Ich will nicht zum bettelden Hund werden und meine Selbstachtung behalten (diesmal).
Ich möchte Sie aber auch nicht "kampflos" auslieben lassen, bis nixmehr da ist.....
Da lieber eine sauberer Schnitt, denk ich mir.

Gwen
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Re: Gefühle da, Angst aufzumachen

Beitrag von Gwen » Di 12. Dez 2017, 17:16

Ja, Fernbeziehungen sind absoluter Mist. Man kann nicht mal eben bei einem Kaffee etwas besprechen und jeder geht wieder seiner Wege, was ich gerade in Krisen gut fände.

Eins kann ich Dir sagen, bei entweder-oder gehst Du. Wer schwankt, sagt in so einer Situation immer nein.

Genauso würde ich nicht auf den Tisch hauen.
Es wird nämlich auch durch eine Klärung von Deiner Seite nicht besser. Dann kannst Du wunderbar bereuen, dass Du Schluss gemacht hast.

Sag Dir, dass Du keine großen Hoffnungen mehr hast und Deinen Kram machst. Warte und erwarte nicht. Leb Dein Leben, nimm mal keinen Kontakt auf und guck, was passiert. Keine Diskussionen mehr. Lässige Antworten auf ihre Meldungen. Das Ding ist viel zu verkopft. Ob sie ihre Angst überwindet oder nicht, ist ihre Entscheidung. Und.... ich vermute, dass das nicht nur Angst ist. Du bist jetzt schon ein unattraktiverer Partner geworden, weil...

Es ist Aufgabe der Frau zu binden, verwechsel da bitte nicht die Rollen und halt den Kopf oben.

Du führst und verführst, was Du natürlich mit Deinem Rumgeeiere auch nicht getan hast. Vermissen kommt nur durch Abstinenz und klare Grenzen oder eben auch nicht.

1,5 irgendwie ungeklärte Jahre sind in meinen Augen auch keine Grundlage für Beziehungsarbeit.

Schau Dir mal die männliche Rolle genauer an. Man muss wahrlich nicht alles genauso nachmachen, aber die Denkanstöße helfen vielleicht:

Foren: Beziehungsdoktor und KoC
Bücher: Der Weg des wahren Mannes und Lob des Sexismus (vorsicht, ist eine PUA-Bibel, gefiltert durchaus gut)

So long!
Manchmal muss man einfach springen und sich auf dem Weg nach unten Flügel wachsen lassen.

Samba77
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Re: Gefühle da, Angst aufzumachen

Beitrag von Samba77 » Di 12. Dez 2017, 20:30

Ja eben und dann per Whatsap über Unstimmigkeiten reden erzeugt noch mehr davon.
Ich kenn die Dynamiken und Psychospielchen auch LDS und den Weg dwM. und auch dass die Frau das bindende Element ist.
Und ja, das Machtgefüge hat sich gedreht, habe das gemerkt

Freezen wäre dann angebracht laut PUA-Logik;)?! PUA ok, aber mit Bedacht denk ich mir.
Ich hatte und habe ja selber meine Bedenken, aber ich würde es halt gerne probieren.

Ich bin zudem Vater geworden, war ein aufregendes Jahr und es geht aufregend weiter so oder so.
Sie hatte Todefälle zu verarbeitem und ist noch dran, verständlich.

Wir wünschen uns beide iwo Ruhe und Spass, auch miteineander, nur glaubt Sie grad weniger dran als ich.

Habe schon gefreezt, sie kam dann wieder, fragte nach nem Plan , wie wir das schaffen...wir konnten nur unzureichend darüber reden (scheiss Abstand)
Ich weiss das ich bei ihr viel bewirken KANN, auf und über die emotionale Ebene.
Sie sagt selber ich schaffs immer wieder Sie um den Finger zu wickeln..(...) und ich habe einen gr. Einfluss bei Ihr.

Kürzlich sagte sie "Wir müssen neu anfangen" "aber kann gerade nicht aufmachen.."

Ich habe (begrenzten) Tatendrang was zu bewirken bei ihr um sie "umzustimmen" unterschwellig, nicht direkt, oder bettelt womöglich..NEIN!!;)
Mach mir auch keine Sorgen dass ich keine Frau mehr abkriege.

Nebenbei muss meine Leben weitergehen,klar, war schon mal im Hamsterrad mit ner Frau...schlimme Story, bin aber dankbar dafür im Nachhhinein.YES!!

Gwen
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Re: Gefühle da, Angst aufzumachen

Beitrag von Gwen » Mi 13. Dez 2017, 05:32

Du bist also grundsätzlich eingewiesen, sehr gut :)
Das Dumme daran is ja, dass man anderen immer wunderbar alles erklären kann, aber in eigener Sache wieder Fehler macht. Kenn ich ;)

Wie Vater???? Hast Du kurz vor *Euch* eine andere geschwängert oder wie muss ich mir das vorstellen? Es klingt ja nun nicht als ob sie die Mutter wäre.

Eine Story so in Happen zu erzählen macht es dem Ratgeber ja auch nicht leichter.

Eine Fernbeziehung zu suchen oder anzunehmen, ist natürlich oft schon per se der Ausdruck von beiderseitigen Nähe-Distanz-Themen. Der eine will, wenn der andere nicht will. Ist ja so schön safe. Muss aber nicht so sein.

Genauso gibt es Abschnittsbegleiter, die sich durch schwierige Phasen bringen und dann ist der Sinn eben auch dahin.

Wieweit bist Du in Deiner und ihrer Kindheitsgeschichte bewandert?

Momentan stochere ich etwas im Nebel, da ich den Eindruck habe, dass wesentliche Aspekte dieser Geschichte nicht erzählt sind. Mein Gefühl sagt mir, dass da bei ihr mehr dahinter steckt als diese Angst, von der Du berichtest. Oder eben nicht nur mit dieser Begründung.

Magst Du den Nebel noch etwas lüften? Gern auch per PN, wenn es Dir hier zu offen wird.

Insgesamt bleibe ich momentan bei der bisher ausgesprochenen Empfehlung. Sie emotional erreichen zu wollen, klingt mir auch zu sehr nach Mädchenschiene. Lass Dich von Deinen Verlustängsten nicht irre machen. Und bestehe die Testerei. Wenn Du magst, schick mir mal Auszüge aus Eurem Geschreibsel. Dann kann ich Dir vermutlich mehr sagen.

So long!
Manchmal muss man einfach springen und sich auf dem Weg nach unten Flügel wachsen lassen.

Samba77
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Re: Gefühle da, Angst aufzumachen

Beitrag von Samba77 » Mo 18. Dez 2017, 22:14

Ich habe ein paar Beiträge gelöscht da sie nicht mehr aktuell sind und im Nachhinein zu privat waren.
Bitte um Verständnis.

Habe mich mit meiner akuten Verlustangst beschäftigt und siehe da, es läuft wieder. Extrem-Kopfkino OFF
Zudem mal alles auf die Lebenswaage gelegt, da relativiert sich einiges.

Ja bin Vater geworden, die Kleine ist ein Sonnenschein und hat Priorität ☀ ♥ :)

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Re: Gefühle da, Angst aufzumachen

Beitrag von Samba77 » Mi 21. Nov 2018, 23:22

Gwen hat geschrieben:
Mi 13. Dez 2017, 05:32
Du bist also grundsätzlich eingewiesen, sehr gut :)
Das Dumme daran is ja, dass man anderen immer wunderbar alles erklären kann, aber in eigener Sache wieder Fehler macht. Kenn ich ;)

Wie Vater???? Hast Du kurz vor *Euch* eine andere geschwängert oder wie muss ich mir das vorstellen? Es klingt ja nun nicht als ob sie die Mutter wäre.

Eine Story so in Happen zu erzählen macht es dem Ratgeber ja auch nicht leichter.

Eine Fernbeziehung zu suchen oder anzunehmen, ist natürlich oft schon per se der Ausdruck von beiderseitigen Nähe-Distanz-Themen. Der eine will, wenn der andere nicht will. Ist ja so schön safe. Muss aber nicht so sein.

Genauso gibt es Abschnittsbegleiter, die sich durch schwierige Phasen bringen und dann ist der Sinn eben auch dahin.

Wieweit bist Du in Deiner und ihrer Kindheitsgeschichte bewandert?

Momentan stochere ich etwas im Nebel, da ich den Eindruck habe, dass wesentliche Aspekte dieser Geschichte nicht erzählt sind. Mein Gefühl sagt mir, dass da bei ihr mehr dahinter steckt als diese Angst, von der Du berichtest. Oder eben nicht nur mit dieser Begründung.

Magst Du den Nebel noch etwas lüften? Gern auch per PN, wenn es Dir hier zu offen wird.

Insgesamt bleibe ich momentan bei der bisher ausgesprochenen Empfehlung. Sie emotional erreichen zu wollen, klingt mir auch zu sehr nach Mädchenschiene. Lass Dich von Deinen Verlustängsten nicht irre machen. Und bestehe die Testerei. Wenn Du magst, schick mir mal Auszüge aus Eurem Geschreibsel. Dann kann ich Dir vermutlich mehr sagen.

So long!
Hey , ich melde mich zurück nach 9 Monaten Depressionen, Jobverlust, neuen Job angefangen, finanziellen Problemen usw. - es war und ist ein Grauen und ich bin eher im Überlebensmodus (täglich) als im Leben. Habe seit 3 Monaten eine Verhaltenstherapie angefangen, hilft teilweise bissl.

Ja was soll ich sagen, seit meinem letzten Post ist eininges passiert. Als ich bemerkt habe dass meine Ex nicht mehr will habe ich extreme Verlustangst bekommen, wurde schwach, Anziehung im Keller , unathentisches Verhalten, wollte Sie umstimmen.
Sie hat mich abgewertet, geshittestet, auf Teufel komm raus. Sie hat warscheinlich alle Gründe gesucht um für sich ne Entscheidung zu treffen.
Sie kam dann für 2Tage-Abschlusssex vorbei und wollte dann wieder Bedenkzeit, bis zu meinem Geburtstag, da kam dann die Trennung per SMS.
Am nächsten Tag nochmal telefoniert, eine emotionales Desaster, bekam die gesamte Schuld (wie sonst auch immer), zugleich Floskeln "sowas wie mit dir wird ich wohl nicht mehr haben", bis heute warte ich auf eine persönliches Gespräch das mir vielleicht Ruhe und Frieden bringen würde.
Anch 3 Monaten lehnte Sie ein Gespräch ab, es seih zu früh für ein Wiedersehen.

Nach 8 Monaten wurde meine Whatsappstatus kommentiert mit nem Einzeiler, keine Antwort von mir.
Jetzt vor 3 Wochen kam dann ein "Hey wie gehts dir?" Hab nach ner Woche geantwortet kurz, dass es mit gut geht (was nicht stimmt!!!) ich beschäftigt bin und wie es ihr geht. Es kam prompt "Ja auch gut, gut zu hören. GRüß mir deine Tochter"
Bääm wirde voll drin im Gedankenkarussel:/
Was soll das ? OrbitSMS? EgoPush abholen ? usw.

Ich hab mittlerweile andere Frauen für Sex und Freundschaft gefunden, ging alles nicht, kam keine an meine Ex ran, optisch, vom Sex her.
Es scheint so als hätt ich nen hang zu Dramaqueens, da ist immer was los, Sex bombastisch, optishc top.

Ja, ich bin Vater geworden von meiner ExEx, die Kleine ist mittlerweile 2,5J alt, sehr süss und ich habe auch sowas wie Vatergefühle und bin auch iwo stolz.

An meiner Kindheit und den Traumatas arbeite ich alleine und in der Verhaltenstherapie, inwieweit ich meine Muster ändern kann wird sich zeigen.
Ich les viel über Bindungsverhalten, Beziehung usw. - schwere Koste teils aber ich hab iwo genug von dem ganzen Leiden, das ist so keine Leben mehr langsam. Ich funktionier nur noch!

Zudem denke ich TÄGLICH seit 9 Monaten an meine Ex, hab da eine regelrechte Obsession entwickelt, dazu kommt Torschlusspanik, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, diagnostizierte mittelschwere Depressionen (am Anfang schwere). Antidepressiva nehm ich keine, nur natürliche Mittel.

Ich denk mir immer wieder, verdammt, DU hast es verkakkt, in mehreren Bereichen!!!
Du hattest eine hübsche , geile Freundin du hast es versaut!! (obwohl das nicht zu 100% stimmt und nur Sie es mir eingeredet hat)
Und jetzt Probleme in allen Ecken, nur mehr im Überlebensmodus. Ich will da raus verdammt :/

Sorry für meinen chaotischen Schreibstil. Es muste grad einfach raus.

Sonnenblume10
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Re: Gefühle da, Angst aufzumachen

Beitrag von Sonnenblume10 » Fr 23. Nov 2018, 14:31

Samba77 hat geschrieben:
Mi 21. Nov 2018, 23:22
bis heute warte ich auf eine persönliches Gespräch das mir vielleicht Ruhe und Frieden bringen würde.
Anch 3 Monaten lehnte Sie ein Gespräch ab, es seih zu früh für ein Wiedersehen.
Du kannst kein Gespräch einfordern, wenn sie es ablehnt. Und by the way: der Wert dieser "klärenden" Gespräche wird maßlos überschätzt.
Der Unterlegene/Wartende/Passive Part sehnt sich nach Klarheit. Er will Gründe erfahren, er will sie begreifen. Das geschieht aber so gut wie nie. Denn selbst wenn sie einem Gespräch einwilligen würde, Du würdest lediglich ihre Worte zerpflücken, interpretieren und wer will denn schon hören, was der wahre Grund ist? Du bist unattraktiv für mich geworden, daher will ich keinen Kontakt mehr mit Dir haben?
Würdest Du Dir eine ehrlich Abfuhr tatsächlich anhören wollen? Das glaube ich nicht.

Ruhe und Frieden, nach denen Du Dich sehnst, liegen nicht in Worten von ihr, sondern Du musst sie in Dir selbst finden. Alles was Du Dir nur von außen beschaffen willst, wirkt nicht und wenn, dann höchstens eine kurze Weile.

Es käme nichts dabei heraus außer weiterer Unklarheit, Unverständnis und weiteren Verlustängsten.
Vielleicht hat sie ihre Antennen längst wieder ausgestreckt und hat Jemanden gefunden oder in Aussicht? Dann kommst Du an und machst Dich damit zum Deppen.
Samba77 hat geschrieben:
Mi 21. Nov 2018, 23:22
Jetzt vor 3 Wochen kam dann ein "Hey wie gehts dir?" Hab nach ner Woche geantwortet kurz, dass es mit gut geht (was nicht stimmt!!!) ich beschäftigt bin und wie es ihr geht. Es kam prompt "Ja auch gut, gut zu hören. GRüß mir deine Tochter"
Ach ja, die typische Vorgehensweise von bindungsängstlichen Menschen. Erst wird der Partner vertrieben, dann tauchen sie ab wie ein Erdmännchen in ihren Bau und dann kriechen sie auf einmal wieder an und senden "Scheinsignale". Diese haben lediglich die Funktion, wieder ein Fünkchen Nähe (bitte nicht mit einem Bindungswunsch verwechseln!) herzustellen. Das passiert meistens dann, wenn der Bindungsvermeider sich wieder mal einsam fühlt. Dann kommt er wieder an und will einen flüchtigen Kontakt herstellen.

Da Du offenbar nicht weiter mit dem Ablöseprozess gekommen bist, fängst Du wieder an zu interpretieren.
Hat sie vlt. doch wieder Interesse, war ich doch nicht so übel, vlt, vermisst sie mich? Ja, kann sein, dass sie Dich irgendwie vermisst. Aber kaum hätte sie Dich wieder an der Angel, würde sie Dich wieder fallen lassen.
Geh auf dieses inhaltslose "Gespräch" nicht ein. Es steckt absolut nichts dahinter außer dem Wunsch, Dich in ihrem Orbit zu halten.
Samba77 hat geschrieben:
Mi 21. Nov 2018, 23:22
Zudem denke ich TÄGLICH seit 9 Monaten an meine Ex, hab da eine regelrechte Obsession entwickelt, dazu kommt Torschlusspanik, Schuldgefühle, Selbstvorwürfe, diagnostizierte mittelschwere Depressionen (am Anfang schwere). Antidepressiva nehm ich keine, nur natürliche Mittel.

Ich denk mir immer wieder, verdammt, DU hast es verkakkt, in mehreren Bereichen!!!
Du hattest eine hübsche , geile Freundin du hast es versaut!! (obwohl das nicht zu 100% stimmt und nur Sie es mir eingeredet hat)
Und jetzt Probleme in allen Ecken, nur mehr im Überlebensmodus. Ich will da raus verdammt :/
Diese Obsession ist lediglich ein Signal aus Deinem Unterbewusstsein, dass Dir etwas in Deinem Leben fehlt. Es fehlt der Inhalt, es fehlen vlt. Freunde, es fehlt Nähe (die Du mit ihr ja auch nie richtig hattest), es fehlt Liebe. Und dann interpretierst Du diesen Mangel und projezierst ihn auf diese Frau, die Dir, da sie weit weg ist, umso attraktiver erscheint.
Ich glaube nicht, dass es tatsächlich diese Frau ist, die Dir fehlt. Es ist lediglich eine Botschaft, dass Du Dein Leben auf die Reihe bringen solltest und Du bildest Dir ein bzw. Dein Gehirn suggeriert Dir, dass Du es kaputt gemacht hast.
Das stimmt doch überhaupt nicht! Wer wollte denn nicht mehr? Wer hat Dir entwürdigende Worte gesagt? Wer hat Dich abgelehnt?
Das war doch sie!
Und jetzt suchst Du die Schuld bei Dir. Das ist auch einfacher als sich einzugestehen, dass Du für sie nicht weiter attraktiv als Partner warst.

Ich glaube, Du wärst erst wieder für eine Beziehung bereit, wenn Du die Rahmenbedingungen in Deinem Leben geändert hast. Statt Chaos und Überlebensmodus hin zu Ordnung und Stabilität. Und zu einem gesunden Selbstwertgefühl, das Dich trägt und nicht so leicht verunsichern ließe.
Wenn Du jetzt eine Beziehung hättest oder womöglich das kalte Essen mit der Ex. wieder aufwärmen würdest, so würdest Du lediglich eine Zeitlang Besserung verspüren, ehe die uralten Probleme wieder aufkämen. Die hat sie genauso wie Du.
Zwei Lahme können zusammen nicht gehen. Das wird nichts. Und zwei Bedürftige, die ihre eigenen Bedürfnisse durch einen anderen Menschen kompensieren lassen wollen, werden zum Opfer ihrer inneren Muster und Defizite.
Und statt in einer mittelschweren Depression landest Du dann in einer schweren.

Vlt. wäre auch eine zusätzliche neurologische Behandlung oder ein anderer Therapeut für Dich richtig. Ich hatte eine schwere Depression im Bekanntenkreis. Der Mann - Job verloren, Stellensuche immer wieder erfolglos, Existenzsorgen - war über Monate in einer Klinik, ehe er allmählich wieder ins Leben fand. Jetzt geht es wieder besser. Job gefunden, die Ehe hat die Krise ausgehalten, aber Depressionen sind tückisch und können immer wieder auftreten.

Schau auf Dich, damit hast Du genug zu tun und nicht auf sie! Die hat Dir kein Glück gebracht und würde Dir auch keines bringen.
Der Ablöseprozess dauert oft sehr lange, vor allem, wenn das eigene Leben nur so dahin plätschert. Je weniger Nahrung er bekommt, desto eher geht es.

Stell die Karussellgedanken ein, die Dich quälen. Sie sind nicht weiter als eine Projektion, ein Hilferuf! Gehe ihnen aus dem
Weg und lenke Deine Interessen wo anders hin. Je mehr Du Dich da rein steigerst, desto schlimmer wird es. Und je gelassener Du bist, desto weniger wichtig werden sie.

Finde Deine Mitte! In Dir selbst! Diese Frau wird sie Dir nicht geben können.

Sonnenblume

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